Träger der gesetzlichen Unfallversicherung

Die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung sind Rehabilitationsträger nach den § 6  des Sozialgesetzbuches (SGB) Neuntes Buch (IX) – Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen 

Welche Leistungen sind damit gemeint?

 Die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung sind Träger für Leistungen nach § 5 Nr. 1 bis 4 (SGB  IX) bzw. :
  1.  Leistungen zur medizinischen Rehabilitation,
  2. Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben,
  3. unterhaltssichernde und andere ergänzende Leistungen,
  4. Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft.

 Welche Träger können für diesen Leistungen auch zuständig sein?

Diese Leistungen sind aber nicht nur von den Träger der gesetzlichen Unfallversicherung getragen sondern auch teilweise von den folgenden Träger:

1. die gesetzlichen Krankenkassen
2. die Bundesagentur für Arbeit
3. die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung
4. die Träger der gesetzlichen Rentenversicherung, der Träger der Alterssicherung der Landwirte für Leistungen
5.die Träger der Kriegsopferversorgung und die Träger der Kriegsopferfürsorge im Rahmen des Rechts der sozialen Entschädigung bei Gesundheitsschäden
6.die Träger der öffentlichen Jugendhilfe
7.die Träger der Sozialhilfe

Wie soll sich verschiedenen Leistungen von verschiedenen Träger miteinander organisieren?

1) Soweit Leistungen verschiedener Leistungsgruppen oder mehrerer Rehabilitationsträger erforderlich sind, ist der nach § 14 [Zuständigserklärung] leistende Rehabilitationsträger dafür verantwortlich, dass die beteiligten Rehabilitationsträger im Benehmen miteinander und in Abstimmung mit den Leistungsberechtigten die nach dem individuellen Bedarf voraussichtlich erforderlichen Leistungen funktionsbezogen feststellen und schriftlich so zusammenstellen, dass sie nahtlos ineinander greifen. Die Leistungen werden entsprechend dem Verlauf der Rehabilitation angepasst und darauf ausgerichtet, den Leistungsberechtigten unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Einzelfalls die den Zielen der §§ 1 [Selbstbestimmung und Teilhabe am Leben in der Gesellschaft] und 4 Abs. 1 [Leistungen zur Teilhabe] entsprechende umfassende Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zügig, wirksam, wirtschaftlich und auf Dauer zu ermöglichen. Dabei sichern die Rehabilitationsträger durchgehend das Verfahren entsprechend dem jeweiligen Bedarf und gewährleisten, dass die wirksame und wirtschaftliche Ausführung der Leistungen nach gleichen Maßstäben und Grundsätzen erfolgt.
(2) Absatz 1 gilt entsprechend auch für die Integrationsämter in Bezug auf Leistungen und sonstige Hilfen für schwerbehinderte Menschen nach Teil 2.
(3) Den besonderen Bedürfnissen seelisch behinderter oder von einer solchen Behinderung bedrohter Menschen wird Rechnung getragen.
(4) Die datenschutzrechtlichen Regelungen dieses Gesetzbuchs bleiben unberührt.

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