Sonderfahrdienst und Taxifahrten

Für  Freizeitfahrten (einschl. Fahrten zu Behörden, zum Arzt etc.) gibt es in Berlin einen
Sonderfahrdienst, den „SFD-Berlin“. Rechtsgrundlagen sind § 9 („Sicherung der Mobilität“) des Landesgleichberechtigungsgesetzes Berlin sowie die Berliner „Verordnung über
die Vorhaltung eines besonderen Fahrdienstes“.

Die Sonderfahrdienst-Berechtigung muss beim Versorgungsamt beantragt werden:
Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin
Albrecht-Achilles-Str. 62-65, 10709 Berlin
Tel. (030) 9012 6114, 9012 8989, 9012 8988
www.berlin.de/sengessozv/lageso/schwb6.html

Voraussetzung ist der Hauptwohnsitz in Berlin und ein Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen „aG“, oder dass eine Krankenkasse nach ärztlicher Verordnung die
Kosten für einen Rollstuhl oder Rollator übernommen hat. Die SonderfahrdienstMitarbeiter leisten erforderlichenfalls am Start und Ziel der Fahrt Hilfe beim Überwinden von Treppen.

SonderFahrDienst für Menschen mit Behinderung – SFD-Berlin im Auftrag des Landes Berlin
Genthiner Str. 36, 10785 Berlin
Telefon 030 – 26 10 23 00 Fax 26 10 23 99
www.sfd-berlin.de

Für den Sonderfahrdienst ist ein  Eigenbeitrag zu leisten.

Ein ermäßigter Eigenbeitrag gilt für Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung nach dem SGB XII.

Sonderfahrdienstberechtigte Personen, die behinderungsbedingt dazu in der Lage sind,
können auch jedes andere Taxi nutzen und in Höhe von bis zu 150 €/Monat beim Versorgungsamt abrechnen, dabei ist eine Eigenbeteiligung von bis zu 40 €
zu leisten.

Fahrten zum Studium und  zur Arbeit dürfen nicht über den Sonderfahrdienst erfolgen, sie müssen über einen Kostenträger beantragt werden, für Studierende in der Regel beim Sozialamt (Eingliederungshilfe nach dem SGB XII).

Ausnahme: Studierende mit Gasthörer-Status dürfen den Sonderfahrdienst zur FU benutzen.

Die über einen Kostenträger beantragten Fahrten zum Studium können mit einem privaten Fahrdienst durchgeführt werden, wobei ggf. mehrere Kostenangebote einzuholen sind.
Sofern gesundheitlich möglich, sind zur Integration in Studium und Beruf jedoch ein Führerschein und ein eigenes behindertengerechtes KFZ anzuraten, die Kosten dafür muss ebenfalls der zuständige Reha-Träger (meist Sozialamt) übernehmen.

Quelle: http://www.fu-berlin.de/service/behinderung/infos.pdf
Redaktion: Beratung für behinderte Studierende an der FU Berlin
Georg Classen, Thielallee 38, D 14195 Berlin
Tel. 030-838-55292, Fax 030-838-54511
georg.classen@fu-berlin.de
www.fu-berlin.de/service/
behinderung
Arbeitsfassung / Entwurf für 3. Auflage 2014
© FU Berlin November 2013