Überschreiten der Altersgrenze

Kein Anspruch auf BAföG haben Studierende, die bei Beginn der Ausbildung das 30. Lebensjahr vollendet haben. Für das Masterstudium ist die Altersgrenze der 35. Geburtstag. Ausnahmen gelten gemäß §10 Abs. 3 BAföG u.a. für Studierende,

die aus persönlichen oder familiären Gründen, z.B. wegen einer Krankheit oder Behinderung, nachweislich gehindert waren, mit dem Studium rechtzeitig zu beginnen,
die in Folge einer einschneidenden Veränderung ihrer persönlichen Verhältnisse finanziell bedürftig geworden sind und noch keine BAföG-förderungsfähige Ausbildung abgeschlossen haben. Eine solche Veränderung kann z.B. ein krankheitsbedingter Arbeitsplatzverlust darstellen, wenn es infolge der gesundheitlichen Einschränkungen unmöglich geworden ist, einen neuen Arbeitsplatz im erlernten und zuletzt ausgeübten Beruf zu finden. Neben der Arbeitslosmeldung müssen vergebliche eigene Bemühungen zur Arbeitssuche nachgewiesen werden, vgl. BVerwG v. 12.12.02, 5 C 38.01, http://www.bverwg.de Auch Scheidung oder Tod des Ehepartners („Ausfall des Versorgers“) kann als „einschneidende Veränderung“ anerkannt werden.
die ihre Hochschulzugangsberechtigung auf dem 2. Bildungsweg erworben haben.

Weitere Ausnahmen gelten unter bestimmten Voraussetzungen für anerkannte Flüchtlinge, für Spätaussiedler, für Alleinerziehende mit Kindern unter 10 Jahren, sowie für Studierende ohne Abitur mit fachgebundener Studienberechtigung nach § 11 BerlHG Alle genannten Ausnahmen gelten nur, wenn das Studium unverzüglich nach dem Wegfall der persönlichen Hinderungsgründe (bzw. dem Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung auf dem 2. Bildungsweg) aufgenommen wird.

Redaktion: Beratung für behinderte Studierende an der FU Berlin
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behinderung
Arbeitsfassung / Entwurf für 3. Auflage 2014
© FU Berlin November 2013