Bei der Bewerbung

Auswahlkriterien der Hochschulen kennen – Bewerbung vorbereiten

Die Hochschulen nehmen durch Festlegung von ergänzenden Zugangskriterien verstärkt
Einfluss auf die Auswahl zukünftiger Studierender. Neben den Abiturnoten können z. B.
Ergebnisse von Auswahlgesprächen und Tests sowie Vor- und Zusatzqualifikationen eine
Rolle spielen. Bewerber und Bewerberinnen sollten deshalb ihre Motivation für Studienfach und Studienort überzeugend begründen können.

Im Zusammenhang mit der Ausgestaltung des Selbstauswahlrechts der Hochschulen besteht die Gefahr, dass die jeweiligen Hochschulregelungen die notwendigen Nachteilsausgleiche für behinderte und chronisch kranke Studienbewerber und ‐bewerberinnen nicht immer ausreichend und umfassend sicherstellen. Sollten Qualifikationen vorausgesetzt oder chancensteigernd gewertet werden, die Bewerber und Bewerberinnen aufgrund ihrer Behinderungen und chronischen Krankheiten nicht erfüllen können, sollten sich Studieninteressierte bei dem oder der Behindertenbeauftragten der Hochschule über mögliche Nachteilsausgleiche informieren.

Durch Beeinträchtigungen entstehen manchmal besondere Härten (z. B. aufgrund
einer Krankheit mit Tendenz zur Verschlimmerung). Sie können sich auch in Wechselwirkung mit weiteren Bedingungen während der Schulzeit, des bisherigen Studiums oder beim Erwerb von Zusatzqualifikationen benachteiligend ausgewirkt haben. Um Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten einen gleichberechtigten Zugang zum Studium und ein chancengleiches Zulassungsverfahren zu ermöglichen, gibt es verschiedene „Sonderanträge“, die bestehende Nachteile ausgleichen oder besondere Härten berücksichtigen sollen.

Quelle: Publikation Studium und Behinderung – Informationen für Studierende und Studieninteressierte mit Behinderungen und chronischen Krankheiten

Publikation – auch in barrierefreier Fassung – unter
www.studentenwerke.de/behinderung.
Die Publikation wird kostenfrei an Interessierte versendet.


Bewerbung, Zulassungsbeschränkungen und Härtefallantrag

Für fast alle an der FU angebotenen Studiengänge bestehen Zulassungsbeschränkungen
(numerus clausus). Zulassungsanträge zum Wintersemester können für die grundständigen Studiengänge derzeit bis 15.Juli (Eingangsdatum!) bei der FU Berlin gestellt werden. Für die wenigen Studiengängen, in denen ein Studienbeginn auch zum Sommersemester möglich ist, gilt an der FU derzeit die Bewerbungsfrist 15. Januar.
Für Masterstudiengänge gelten abweichende Fristen, bitte informieren Sie sich rechtzeitig!
Für Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie muss der Zulassungsantrag derzeit nicht bei der FU, sondern bei der Stiftung Hochschulstart Dortmund
Bei der Stiftung Hochschulstart gilt derzeit für Bewerber, die ihre Hochschulzugangsberechtigung nicht erst unmittelbar vor Bewerbungsschluss erwerben („Alt-Abiturienten“) die Frist 31. Mai/ 30 November.
Achtung: Die o.g. Infos sind vom November 2011.
Alle hier genannten Informationen, Bewerbungs- und Zulassungsbedingungen, Termine und Fristen usw. können sich ändern!
Verbindliche Infos zu den aktuell geltenden Bewerbungsformalitäten finden Sie unter
www.fu-berlin.de/studium
bzw. www.hochschulstart.de/
Bitte prüfen und beachten Sie die dort aktuell veröffentlichten Informationen und Hinweise!
Die Bewerbungsformulare der FU und der Stiftung Hochschulstart sind online
auszufüllen. Anschließend muss man das Bewerbungsformular ausdrucken, unterschreiben und mit amtlich beglaubigten Kopien des Abiturzeugnisses
4 und ggf. dem Antragsformular und den Nachweisen zu den Sonderanträgen per Post an die FU bzw. Stiftung Hochschulstart schicken, oder dort persönlich abgeben.

Für Behinderte und chronisch Kranke kommen bei FU und Stiftung Hochschulstart

Sonderanträge auf bevorzugte Zulassung in Frage:

  • Härtefallantrag;
  • Nachteilsausgleich Note;
  • Nachteilsausgleich Wartezeit;
  • bei der Stiftung Hochschulstart auch bevorzugte Berücksichtigung des ersten Studienortswunschs.

Auch mehrere Sonderanträge zugleich sind möglich. Siehe dazu das “ Merkblatt Sonderanträge „:

www.fu-berlin.de/studium/docs/DOC/sonderantraege.pdf

Achtung:
Ihre Bewerbung muss mit sämtlichen Unterlagen (auch dem fachärztlichen
Gutachten zum Härtefallantrag!) bis zum Bewerbungsschluss bei der FU bzw. Stiftung
Hochschulstart eingegangen sein!

Mehrfachbewerbungen, Zulassungschancen

Die Bewerbungschancen werden durch Sonderanträge (Härtefall, Nachteilsausgleich)
möglicherweise verbessert, niemals aber schlechter. Auch wenn der Sonderantrag nicht
anerkannt wird, nimmt die Bewerbung dennoch am gewöhnlichen Zulassungsverfahren
teil.
Es ist möglich, erlaubt und üblich, Bewerbungen bei mehreren Hochschulen zugleich ein-
zureichen (und ggf. daneben auch einen Antrag über die Stiftung Hochschulstart zu stel-
len). Schickt man jedoch an eine Hochschule (oder die Stiftung Hochschulstart) mehrere
Anträge für dasselbe Semester, wird jeweils nur der zuletzt eingegangene Antrag berück-
sichtigt.

Beratung

Vor dem Ausfüllen der Bewerbung sollt man sich über Studiengänge, Abschlüsse und Fächerkombinationen gründlich informieren und die Infos unter

www.fu-berlin.de/studium/ und das „Merkblatt Sonderanträge“ sorgfältig lesen.

Vor allem bei Sonderanträgen empfiehlt sich eine vorherige Beratung, die die Beratung
für behinderte Studierende (s.o.) sowie die Studierendenverwaltung anbieten:
FU Berlin, Bewerbung und Zulassung,
Iltisstr. 1, 14195 Berlin,
Tel. 838-75521, Fax -75520
Sprechzeiten: Mo, Di 9.30-12.30 Uhr, Do 15.00-18.00 Uhr;
vier Wochen vor Bewerbungschluss zusätzlich Fr. 9.30 – 12.30;
vier Wochen nach Bewerbungsschluss nur Di 9.30 bis 12.30

Im Falle einer Ablehnung des Zulassungsantrags sind Rechtsmittel möglich.

Redaktion: Beratung für behinderte Studierende an der FU Berlin
Georg Classen, Thielallee 38, D 14195 Berlin
Tel. 030-838-55292, Fax 030-838-54511
georg.classen@fu-berlin.de
www.fu-berlin.de/service/
behinderung
Arbeitsfassung / Entwurf für 3. Auflage 2014
© FU Berlin November 2013

 

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