Wohnberechtigungsschein – WBS

Um eine Sozialwohnung (mit Steuergeldern geförderte Wohnung) mieten zu können, muss man beim Wohnungsamt seines Wohnbezirks (bei Zuzug von außerhalb bei einem Berliner Wohnungsamt nach Wahl) – einen WBS beantragen. Einkommensnachweise sind vorzulegen. Das Merkmal „Rollstuhlbenutzerwohnung (RB-Wohnung)“ sollte ggf. gleich mit beantragt werden.

Quelle: http://www.fu-berlin.de/service/behinderung/infos.pdf
Redaktion: Beratung für behinderte Studierende an der FU Berlin
Georg Classen, Thielallee 38, D 14195 Berlin
Tel. 030-838-55292, Fax 030-838-54511
georg.classen@fu-berlin.de
www.fu-berlin.de/service/
behinderung
Arbeitsfassung / Entwurf für 3. Auflage 2014
© FU Berlin November 2013


 Antragsannahme

Das Wohnberechtigungsschein ermoglicht den Zugang zu Wohnungen, die sich in fast allen Vierteln der Stadt befinden, die in der Regel gunstiger sind als die auf der freie Wohnungsmarkt. Den Anspruch auf einer Wohnberechtigung ist von verschiedenen Kriterien abhangig ( Einkommen) . Die Behinderung und/oder den Bedürfnisse nach Barrierefreiheit wird auch berücksichtigt:

„Mit einem Wohnberechtigungsschein (WBS) können Sie in eine Wohnung („Sozialwohnung“) ziehen, die mit öffentlichen Mitteln gefördert wird. Ob Sie einen Wohnberechtigungsschein oder eine RlvF-Bescheinigung benötigen, ist von der Wohnung abhängig, die Sie bewohnen wollen.

Sie können den Antrag für mehrere Personen stellen, wenn die Personen miteinander verwandt sind oder beide Personen eine Partnerschaftserklärung, siehe „benötigte Unterlagen“, abgeben.
Wenn Sie eine Wohngemeinschaft gründen möchten, ist ein gemeinsamer Antrag nicht möglich. Auch eine Zusammenlegung von mehreren Einzel-Wohnberechtigungsscheinen ist ausgeschlossen.

Die Wohnberechtigungsscheine sind in der Regel 1 Jahr gültig und werden bei Einzug in die Wohnung vom Vermieter eingezogen.

Was bedeutet der Begriff “Dringlichkeit” bzw. “besonderer Wohnbedarf” im WBS-Verfahren?

Der Begriff „Dringlichkeit“ ist eine ältere und gebräuchlichere Bezeichnung für den „besonderen Wohnbedarf“.

„Besonderer Wohnbedarf“ bedeutet nicht “bevorzugte Bearbeitung” des Antrages.

„Besonderer Wohnbedarf“ wird für Personen anerkannt, die der behördlichen Hilfe bei der Wohnungssuche bedürfen. Dabei handelt es sich um einen sogenannten objektbezogenen WBS, der erteilt werden kann, wenn die Nettokaltmiete der aufzugebenen Wohnung pro m² geringer ist, als die der in Aussicht stehenden.

Die Voraussetzungen zur Anerkennung des „besonderen Wohnbedarfes“ prüft das bezirkliche Wohnungsamt.

Ob Sie einen Wohnberechtigungsschein bekommen können, können Sie überprüfen mit der Wohnberechtigungsschein-Abfrage“ 

weiteren Informationen und Quelle unter:

https://service.berlin.de/dienstleistung/120671/


Gesetz über die soziale Wohnraumförderung (Wohnraumförderungsgesetz – WoFG)

WoFG

Ausfertigungsdatum: 13.09.2001

Vollzitat: „Wohnraumförderungsgesetz vom 13. September 2001 (BGBl. I S. 2376), das zuletzt durch Artikel 3 des Gesetzes vom 2. Oktober 2015 (BGBl. I S. 1610) geändert worden ist“

Stand: Zuletzt geändert durch Art. 3 G v. 2.10.2015 I 1610

Teil 1 Allgemeines zur Förderung

Abschnitt 1 Zweck und Maßnahmen der Förderung

§ 1 Zweck und Anwendungsbereich, Zielgruppe

(1) Dieses Gesetz regelt die Förderung des Wohnungsbaus und anderer Maßnahmen zur Unterstützung von Haushalten bei der Versorgung mit Mietwohnraum, einschließlich genossenschaftlich genutzten Wohnraums, und bei der Bildung von selbst genutztem Wohneigentum (soziale Wohnraumförderung).

(2) Zielgruppe der sozialen Wohnraumförderung sind Haushalte, die sich am Markt nicht angemessen mit Wohnraum versorgen können und auf Unterstützung angewiesen sind. Unter diesen Voraussetzungen unterstützt

1. die Förderung von Mietwohnraum insbesondere Haushalte mit geringem Einkommen sowie Familien und andere Haushalte mit Kindern, Alleinerziehende, Schwangere, ältere Menschen, behinderte Menschen, Wohnungslose und sonstige hilfebedürftige Personen,

2. die Förderung der Bildung selbst genutzten Wohneigentums insbesondere Familien und andere Haushalte mit Kindern sowie behinderte Menschen, die unter Berücksichtigung ihres Einkommens und der Eigenheimzulage die Belastungen des Baus oder Erwerbs von Wohnraum ohne soziale Wohnraumförderung nicht tragen können.

[…]

§ 24 Frei- und Abzugsbeträge

(1) Bei der Ermittlung des Gesamteinkommens werden folgende Freibeträge abgesetzt:

1. 4.500 Euro für jeden schwerbehinderten Menschen mit einem Grad der Behinderung

a) von 100 oder

b) von wenigstens 80, wenn der schwerbehinderte Mensch häuslich pflegebedürftig im Sinne des § 14 des Elften Buches Sozialgesetzbuch ist;

2. 2.100 Euro für jeden schwerbehinderten Menschen mit einem Grad der Behinderung von unter 80, wenn der schwerbehinderte Mensch häuslich pflegebedürftig im Sinne des § 14 des Elften Buches Sozialgesetzbuch ist;

Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/wofg/gesamt.pdf