Archiv für den Monat: April 2017

Tipps und Informationen Nr. 4 / 2017

 Deutsches StudentenwerkInformations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)


27. April 2017

(Sie können die Tipps und Informationen auch auf unseren Webseiten lesen: Tipps und Informationen 4/2017)

Aus der Arbeit der IBS und des DSW

IBS-Fachtagung „Barrierefreies Bauen in Hochschulen und Studentenwerken“

Die nächste Fachtagung der IBS beschäftigt sich mit dem Thema „Barrierefreies Bauen in Hochschulen und Studentenwerken“. Sie findet am 22. und 23. Juni 2017 in Berlin statt. Auf ihr wollen wir die Anforderungen an die barrierefreie Gestaltung der Gebäude und Einrichtungen der Hochschulen und Studentenwerke diskutieren, gelungene Beispiele für barrierefreies Bauen im Hochschulbereich sichtbar machen und Raum geben für den Austausch darüber, wie die relevanten Akteure im Hochschulbau für eine umfassende Berücksichtigung von Barrierefreiheit bei der Planung und Umsetzung von Bauvorhaben gewonnen werden können. Die Tagung richtet sich an die Beauftragten und Berater_innen für die Studierenden mit Behinderungen und chronischen Krankheiten der Hochschulen und Studentenwerke, Vertreter_innen der Bauabteilungen dieser Institutionen, der Landesaubetriebe sowie der studentischen Behindertenselbsthilfe.

Bundesteilhabegesetz und Leistungen für Studierende mit Behinderungen – eine Handreichung

Am 23.12.2016 wurde das Bundesteilhabegesetz verabschiedet, mit dem auch die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen neu geregelt wird. Viele Studierende mit Behinderungen finanzieren darüber ihre Studien- und Kommunikationsassistenzen sowie ihre studienbezogenen technischen Hilfsmittel. Das wird auch in Zukunft so sein. Die wesentlichen Neuregelungen, die für Studierende interessant sein können, haben wir in einer Handreichung zusammengestellt. Die ausbildungsspezifischen Regelungen treten am 1. Januar 2020 in Kraft.

IBS unterstützt Forderung nach besserer Datenlage zum wissenschaftlichen Nachwuchs mit Beeinträchtigungen

In Reaktion auf die Veröffentlichung des dritten Bundesberichtes Wissenschaftlicher Nachwuchs (BuWin), haben Partneruniversitäten und Beiratsmitglieder des Projektes „Promotion inklusive“ (PROMI) in einem offenen Brief an das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Schließung der Forschungslücke zum wissenschaftlichen Nachwuchs mit Behinderungen/chronischen Erkrankungen gefordert. Zu den Erstunterzeichner_innen gehören neben 15 Hochschulen auch die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und die Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) des Deutschen Studentenwerks.

Aus Hochschulen und Studentenwerken

Fachhochschule Kiel: Aktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK

Die FH Kiel bereitet einen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK vor. Die Initiative hierfür kam vom AStA der Hochschule. Im Rahmen des „Tages der inklusiven Hochschule“ sollen nun von Studierenden und Beschäftigten gemeinsam Ideen und Vorschläge für diesen Aktionsplan erarbeitet werden. Die Veranstaltung findet am 10. Mai 2017 in Kiel statt.

TU Dortmund: Chat-Beratung für Studierende mit Beeinträchtigung

Die Technische Universität Dortmund bietet Studierenden mit Beeinträchtigungen ab dem SS 2017 eine anonyme Beratung per Chat an. Mit dem niedrigschwelligen Angebot will die TU Dortmund insbesondere Studierende mit psychischen Erkrankungen erreichen und ihnen so die erste Kontaktaufnahme mit der Beratungsstelle erleichtern. Der Chat ist für sehbeeinträchtigte Menschen nur bedingt barrierefrei.

Münster: Poetry Slam „Study with (Dis)-Ability“

Der Arbeitskreis „Studium mit Beeinträchtigung Münster“ lädt – im Rahmen des Kultur Festivals „anders begegnen“ – zum Poetry Slam „Study with (Dis)–Ability“ ein. Angesprochen sind alle Personen aus dem hochschulischen Bereich. Als mögliche Themen benennt der Arbeitskreis: Interessantes aus dem Wohnheimleben, skurrile Situationen mit Dozierenden oder Studierenden oder die (Un-)Zugänglichkeiten der historischen Gebäude der Hochschulen in Münster. Die Veranstaltung findet am 11. Oktober 2017 statt und wird von Gebärdendolmetscher_innen begleitet. Einsendeschluss für Texte ist der 19. Juni 2017.

  • Informationen oder Texteinsendungen per Mail: oprea@stw-muenster.de oder barrierefrei@astafh.de

Für die Beratungspraxis

Neuregelung beim Anspruch auf Sehhilfen

Mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (HHVG) wird die Ausnahmeregelung für einen Leistungsanspruch auf Brillengläser erweitert: Künftig erhalten auch die Versicherten, die wegen einer Kurz- oder Weitsichtigkeit Gläser mit einer Brechkraft von mindestens 6 Dioptrien oder wegen einer Hornhautverkrümmung von mindestens 4 Dioptrien benötigen, einen Anspruch auf Kostenübernahme in Höhe des vom GKV-Spitzenverband festgelegten Festbetrags bzw. des von ihrer Krankenkasse vereinbarten Vertragspreises.

Aus den Bundesländern

Hessen: Ziel- und Leistungsvereinbarung mit Studentenwerken

Im Dezember 2016 haben das Wissenschaftsministerium und die fünf hessischen Studentenwerke die erste Zielvereinbarung für die Jahre 2016 bis 2020 unterzeichnet. Darin festgehalten ist die Aufgabe der Studentenwerke, Chancengleichheit in der Hochschulausbildung zu fördern. Die Ziel- und Leistungsvereinbarung verpflichtet die Studentenwerke dazu, die Belange von Studierenden mit Beeinträchtigungen im Bereich Wohnen auf besondere Weise zu berücksichtigen. Zugleich sollen die Studentenwerke eine umfassende Beratung und ein adäquates Serviceangebot insbesondere auch für diese Zielgruppe anbieten, um sie bei der Bewältigung herausfordernder Lebenssituationen sowie sozialer, rechtlicher, gesundheitlicher und finanzieller Fragen im Studium zu unterstützen.

Aus Politik und Verwaltung

Bundesregierung: Keine Zuständigkeit für mehr Inklusion in Hochschulen

Die Bundesregierung sieht ausschließlich die Länder in der Pflicht, wenn es um Fragen der Barrierefreiheit an Hochschulen oder um die Verbesserung der chancengerechten Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen an Hochschulen geht. Dies geht aus ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke zu den Konsequenzen aus dem Bundesteilhabebericht 2016 hervor,

Aus Verbänden und Institutionen

kombabb bietet Chat-Beratung

Das Kompetenzzentrum Behinderung, akademische Bildung, Beruf (kombabb) berät seit neuestem auch per Online-Chats zu allen Fragen rund um das Thema „Studieren mit (nicht-)sichtbarer Behinderung und / oder chronischer Erkrankung“. Das Angebot richtet sich an Schüler_innen und Studierende, deren Angehörige sowie Mitarbeiter_innen anderer Institutionen und schließlich auch an alle Interessierte. Regelmäßig finden Online-Sprechstunden statt, die vollständig anonym genutzt werden können.

Publikationen

Sozialerhebung Österreich: Zusatzberichte zu Studierenden mit Behinderungen

Zwei Zusatzstudien zur österreichischen Studierenden-Sozialerhebung 2015 befassen sich in quantitativer und qualitativer Perspektive mit der Situation behinderter, chronisch kranker und gesundheitlich beeinträchtigter Studierender.

Internationales

Berkeley löscht Online Content

Die University of California, Berkeley nimmt nach einer Anordnung des U.S. Justice Department, den Zugang zu Lehrmaterialien für Menschen mit Behinderungen sicherzustellen, Online-Vorlesungen aufgrund mangelnder Barrierefreiheit  aus dem Internet. Die Universität reagierte zudem mit einer neuen Webseite zum Thema barrierefreie Lehrmaterialien unter accesscontent.berkeley.edu.

Termine

Uni Bremen: Veranstaltungsreihe für Studierende mit Behinderungen

Termin: 29. und 31. Mai sowie 7., 14., 21. und 28. Juni 2017
Ort: Bremen
Veranstalter: KIS und IG Handicap der Universität Bremen
Zielgruppe: Studierende mit Behinderungen

Mit oder ohne? Hast du nicht gehört? Ich habe was, was du nicht siehst! – so oder ähnlich titelt eine Veranstaltungsreihe der Universität Bremen für Studierende mit Behinderungen. An sechs Terminen sind die Studierenden eingeladen, sich zu informieren und auszutauschen zu den Themen Behindertenausweis, Umgang mit Kommunikations- und anderen Barrieren, studieren mit den Belastungen einer nicht sichtbaren Behinderung etc..

Symposium: Exklusiv INKLUSIV. Inklusion kann gelingen.

Termin: 22. Juni 2017
Ort: Neubrandenburg
Veranstalter: Inklusionswirkstatt Mecklenburg-Vorpommern (InklusiV) in Kooperation mit dem Frieda-Nadig-Institut für Inklusion und Organisationsentwicklung an der Hochschule Neubrandenburg
Zielgruppe: alle an Inklusion interessierten Personen und Organisationen

Das Symposium will Forschungsergebnisse und Beispiele guter Praxis inklusiven Leben, Lernens und Arbeitens vorstellen. Im Diskussionsraum „Inklusion und Hochschule“ geht es u.a. um Nachteilsausgleiche, Aktionspläne und Fragen einer inklusionsorientierten Lehre.

Einführungsseminar für Schüler*innen und Studieneinsteiger*innen mit Behinderung und chronischer Erkrankung

Termin: 9. Juni 2017
Ort: Berlin
Veranstalter: Studierendenwerk Berlin
Zielgruppe: Schüler*innen und Studieneinsteiger*innen mit Behinderung und chronischer Erkrankung

Das Seminar widmet sich allen Fragen eines Studiums mit Behinderung. Anmeldeschluss ist der 31. Mai 2017

LaTeX in Theorie und Praxis – Einsteigerkurs

Termin: 15.-17. September 2017
Ort: Marburg
Veranstalter: Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. (DVBS)
Zielgruppe: Sehbeinträchtigte Studierende

Mit LaTeX können blinden Nutzerinnen und Nutzern relativ einfach Dokumente barrierefrei gestalten. Das Seminar vermittelt Grundlagen der Auszeichnungsprache LaTeX. Anmeldeschluss ist der 1. August 2017.

Ihr Team der IBS

Deutsches Studentenwerk
Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)
Monbijouplatz 11
10178 Berlin

Tel.: 030 / 29 77 27 -64
Fax: 030 / 29 77 27 -69
E-Mail: studium-behinderung@studentenwerke.de
www.studentenwerke.de/behinderung

Bitte schicken Sie eine E-Mail an studium-behinderung@studentenwerke.de, wenn Sie den Newsletter der Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) abbestellen möchten.

Tipps und Informationen Nr. 3 / 2017

Deutsches StudentenwerkInformations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)


29. März 2017

Tipps und Informationen Nr. 3 / 2017

(Sie können die Tipps und Informationen auch auf unseren Webseiten lesen: Tipps und Informationen 3/2017)

Aus der Arbeit der IBS und des DSW

IBS-Fachtagung „Barrierefreies Bauen in Hochschulen und Studentenwerken“

Die nächste Fachtagung der IBS wird am 22. und 23. Juni 2017 in Berlin stattfinden. Sie beschäftigt sich mit Fragen des barrierefreien Bauens in Hochschulen und Studentenwerken. Sie richtet sich an Beauftragte und Berater_innen der Hochschulen und Studentenwerke für Studierende mit Behinderungen, Vertreter_innen der Bauabteilungen dieser Institutionen sowie der Landesbaubetriebe, Vertreter_innen von Verbänden sowie Expert_innen für barrierefreies Bauen. Die Ausschreibung der Fachtagung erfolgt Ende April.

Aus Hochschulen und Studentenwerken

Berliner Studentenwerk vergibt Zuschuss zum Start oder Abschluss eines Studiums

Zum dritten Mal vergibt das Studentenwerk Berlin einmalig einen Zuschuss von 1000,- Euro zum Studienstart bzw. -abschluss für das anstehende Sommersemester 2017. Angesprochen sind Studierende, die an einer vom Studentenwerk Berlin betreuten Hochschule immatrikuliert sind und die nachweislich einen finanziellen Bedarf haben, darunter insbesondere auch Studierende mit Beeinträchtigungen. Bewerbungsschluss ist der 15. April 2017.

Universität Düsseldorf veröffentlicht Inklusionsbericht

Prof. Dr. Matthias Franz, Beauftragter für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung, hat einen Bericht „Inklusion an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf“ verfasst. Im Bericht werden Ausstattung, Angebote, Aufgabenfelder und Kooperationspartner des Beauftragten beschrieben sowie Ziele und  Entwicklungsperspektiven benannt. Ein Fazit des Berichts: „Gleichberechtigung und Zugänglichkeit sind weitgehend dynamische Kategorien, die sich einem fertigen Ist-Zustand entziehen. Um die Ziele von Gleichberechtigung und Barrierefreiheit mit Leben zu füllen, sind Studierende mit und ohne Behinderungen und Hochschulmitarbeiter auf allen Ebenen für die Gestaltung einer inklusiven und von Vielfältigkeit geprägten Hochschule zu gewinnen.“

Universität Freiburg eröffnet Hilfsmittelpool für Studierende mit Beeinträchtigungen

Studierende mit Beeinträchtigungen der Universität Freiburg können künftig Geräte aus einem Hilfsmittelpool ausleihen und sie in Lehrveranstaltungen, Prüfungen sowie in Bibliotheken nutzen. Hintergrund der Maßnahme ist, dass es bei der Eingliederungshilfe durch die Sozialhilfeträger immer wieder zu Engpässen kommt. Über den Hilfsmittelpool sollen z.B. Wartezeiten bis zur Bewilligung überbrückt werden oder Geräte für Prüfungen ausleihbar sein, in denen eigene Geräte nicht zugelassen sind.

Für die Beratungspraxis

Erhöhtes Schonvermögen im SGB XII

Zum 1. April 2017 steigt im SGB XII das Schonvermögen für alle volljährigen Personen, die alleine oder in einer sozialrechtlichen Einstandsgemeinschaft leben von 1.600/2.600 Euro und 614 Euro für Partner auf 5.000 Euro pro Person (einschließlich Eingliederungshilfe, Hilfe zur Pflege und Blindenhilfe), für jede weitere unterhaltene Person um 500 Euro.

Aus den Bundesländern

Saarland: Beauftragte für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen gesetzlich geregelt

Seit Dezember 2016 ist das novellierte Saarländische Hochschulgesetz in Kraft. Es enthält nun auch eine Regelung zu den Beauftragten für die Studierenden mit Behinderungen. Hochschulen sind verpflichtet, Beauftragte zu wählen und diesen das Recht auf Information und Mitwirkung in allen Gremien zu gewähren, soweit es in diesen um die Belange von Studierenden mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen geht.

Mecklenburg-Vorpommern: Strategie der Landesregierung zur Umsetzung der Inklusion im Bildungssystem bis zum Jahr 2020

In ihrer Strategie zur Umsetzung der Inklusion im Bildungssystem in Mecklenburg-Vorpommern geht die Landesregierung auch auf den Hochschulbereich ein. Hier sieht sie neben der baulichen Barrierefreiheit vor allem einen Bedarf an Informationen und Weiterbildungen zum Thema Studium und Behinderung. Sie plant, in einem Leitfaden „Inklusionsorientierte Hochschule“ Arbeitsfelder systematisch zu erfassen und Umsetzungsstrategien unter Berücksichtigung der spezifischen Gegebenheiten der Universitäten sowie Fach- und Hochschulen des Landes zu benennen. Zudem sollen Fortbildungsmaßnahmen für das Hochschulpersonal in die anstehenden Zielvereinbarungen aufgenommen werden.

Schleswig-Holstein: Runder Tisch „Inklusion an Hochschulen“

Der Runde Tisch wurde einberufen, um landesweit Inklusion an Hochschulen voranzutreiben und einen Austausch zwischen den relevanten Akteuren zu ermöglichen. Neben der Wissenschaftsministerin nahmen der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung, die staatlichen und privaten Hochschulen des Landes Schleswig-Holstein, die Vorstände der Allgemeinen Studierendenausschüsse, das Studentenwerk Schleswig-Holstein und weitere Interessierte an dem ersten Treffen teil.

Schleswig-Holstein: Landesaktionsplan verabschiedet

Unter dem Titel „Wir wollen ein Land des Miteinanders“ hat die Landesregierung Schleswig-Holstein einen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen beschlossen. Im Bereich Hochschulbildung  formuliert sie u.a. das Ziel, Prozesse und Inhalte des Aktionsplans der Christian-Albrechts Universität zu Kiel als Modell für andere Hochschulen in Schleswig-Holstein umzusetzen. Mit Schleswig-Holstein gibt es nun in 15 Bundesländern Landesaktionspläne.

Aus Politik und Verwaltung

Marburg: Aktionsplan 2017

Die Stadt Marburg hat im Februar ihren Aktionsplan 2017 veröffentlicht. Mit dem Aktionsplan hat die Stadt ein erstes Handlungskonzept zur Stärkung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen vorgelegt. In den Handlungsfeldern Bildung und Bauen finden sich eine Reihe von Maßnahmen, mit denen an der Philipps-Universität Marburg ein inklusives Hochschulstudium ermöglicht werden soll.

Aus Verbänden und Institutionen

Friedrich-Ebert-Stiftung: Dokumentation der Konferenz „Inklusiv studieren – Eine Hochschule für Alle“

Am 15. November 2016 fand die Konferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) „Inklusiv studieren – Eine Hochschule für Alle“ statt. Die Konferenz diskutierte die Situation der Studierenden mit Beeinträchtigungen und stellte Projekte von Hochschulen vor, die in unterschiedlicher Weise Inklusion voranbringen sollen. Die Ergebnisse der Veranstaltung wurden in einem E-Paper zusammengefasst. Der Livestream der Veranstaltung (mit Gebärdensprachdolmetschung) steht im YouTube Kanal der FES zur Verfügung.

DAAD: Online-Diskussion zu Auslandmobilität

Der DAAD organisiert im Rahmen seiner Kampagne „studieren weltweit – erlebe es!2 derzeit einen Austausch zum Thema „Studentische Auslandmobilität erhöhen!“. Vier Zielgruppen stehen dabei im Fokus: Erstakademiker_innen, Studierende mit Beeinträchtigungen, Studierende mit Kind und Lehramtsstudierende. Vom 3. April bis 19. Mai haben alle Interessierten die Möglichkeit, online ihre Geschichten zu teilen und über den Nutzen von Auslandsaufenthalten sowie die vorhandenen Hürden bei der Organisation oder Finanzierung zu diskutieren. Die Ergebnisse dieses Austauschs finden Eingang in die Tagung „Studentische Auslandsmobilität erhöhen! – Soziale Diversität und Lehramt als Herausforderung und Chance“ am 19. und 20. Juni in Essen.

Publikationen

Zeitschrift RP Reha mit Schwerpunkt „Studieren mit Behinderung oder chronischer Erkrankung“

In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Recht und Praxis der Rehabilitation (RP-Reha) der Universität Halle befassen sich die Autor_innen u.a. mit dem Stand der Inklusion an deutschen Hochschulen, den rechtlichen Rahmenbedingungen und Pflichten verschiedener Rehabilitationsträger und anderer Institutionen. Interviews und praktische Beispiele geben Einblick in die Arbeit relevanter Akteure.

Sachsen: Dokumentation der Fachtagung „Auf dem Weg zu einer inklusiven Hochschule“

Im Sommer des vergangenen Jahres veröffentlichte das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst die Studie „Auf dem Weg zu einer inklusiven Hochschule“. Am 26.10.2016 beriet das Staatsministerium mit den untersuchten Einrichtungen – den Hochschulen, Studienakademien, Landesforschungseinrichtungen, den Studentenwerken und der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) – wie die in der Studie gefolgerten Handlungsempfehlungen umgesetzt werden können. Die Tagung ist dokumentiert.

Stipendien und Praktika

Aktion Luftsprung vergibt fünf Stipendien

Die Aktion Luftsprung vergibt für 2017/18  fünf Stipendien für Berufsausbildung und Hochschulstudium an junge Menschen mit schwerer chronischer Erkrankung, wie zum Beispiel Mukoviszidose, entzündliche Darmerkrankungen (insbesondere Morbus Crohn), Multiple Sklerose oder Rheumatoide Arthritis. Stipendiaten werden mit monatlich bis zu 500 Euro unterstützt.

Humboldt-Universität:  Stipendien für den Übergang vom Studium zur Promotion

Die Humboldt-Universität vergibt im Rahmen der Nachwuchsförderlinien der Exzellenzinitiative sechsmonatige Übergangsstipendien. Das Stipendium richtet sich an hervorragende Absolventinnen und Absolventen oder Studierende kurz vor Abschluss eines Masterstudiums, die eine Promotion anstreben und dient der Vorbereitung eines Promotionsvorhabens. Es umfasst eine monatliche Förderung in Höhe von 800 Euro. Um mehr Promotionsinteressierten mit Behinderung oder chronischer Krankheit den Weg zu einer Promotion zu eröffnen, werden Bewerbungen aus dieser Zielgruppe ab jetzt besonders berücksichtigt. Die nächste Bewerbungsfrist läuft vom 1. April bis zum 15. Mai 2017 für einen Förderbeginn ab 1. August 2017.

International

Europäisches Parlament: Entschließung zu Gebärdensprache und professionellen Gebärdensprachdolmetschern

Das Europäische Parlament hat am 23. November 2016 eine Entschließung zu Gebärdensprache und professionellen Gebärdensprachdolmetschern angenommen. Darin stellt das Parlament u.a. fest, dass die Bereitstellung von professionellen Gebärdensprachdolmetschern zu den in der UN-Behindertenrechtskonvention geforderten angemessenen Vorkehrungen gehört. Diese müssten bereitgestellt werden, um einen gleichberechtigen Zugang zu Aus- und Weiterbildung zu gewährleisten.

ESNsurvey 2017: Accessible Mobility!

Die Umfrage ESNsurvey2017 will herausfinden, mit welchen Schwierigkeiten Studierende mit Beeinträchtigungen in europäischen Austauschprogrammen konfrontiert sind und welche Faktoren die internationale Mobilität unterstützen. Die Umfrage läuft bis zum 26. April 2017.

Studium und Behinderung in den Medien

gv-praxis: Studierendenwerk Hamburg: Tablettwagen für Rollstuhlfahrer

gv-praxis, die Wirtschaftszeitung für professionelle Gemeinschaftsgastronomie stellt den Tablettwagen vor, den das Studierendenwerk Hamburg für die Rollstuhlfahrer_innen unter den Mensagästen entwickelt und gebaut hat. Nachdem sämtliche Hamburger Mensen mit dem patentgeschützten Gefährt ausgestattet sind, kann die Werkstatt des Studierendenwerks auch Fremdaufträge bearbeiten. Dafür werden 1.341 Euro berechnet, ohne Mehrwertsteuer und Transportkosten.

Süddeutsche.de: Passgenaue Lösung

Studierende mit Behinderung sollten gründlich prüfen, welche Hochschule zu ihnen passt. Dies ist die Botschaft eines Artikels, der am Beispiel zweier sehbeeinträchtigter Studierender Unterstützungsangebote von Hochschulen vorstellt.

DSW-Journal: Kämpferisch für Inklusion

Das Journal des Deutschen Studentenwerks stellt in seiner neuen Ausgabe das Beratungszentrum zur Inklusion Behinderter (BZI) beim Akademischen Förderungswerk (AKAFÖ) Bochum vor

Frankfurter Rundschau: Die Kultstimme der Mensa

Der Artikel stellt u.a. den Mensaservice des Studentenwerks Marburg für sehbehinderte Studierende vor.

Deutschlandfunk: Lehrer und blind

Der Radiosender porträtiert den blinden Lehrer Martin Park, der auf einem Gymnasium Französisch und Erdkunde unterrichtet.

Termine

BHSA-Tagung: Das Bundesteilhabegesetz – Chancen und Risiken in Bezug auf Hochschulstudium

Termin: 12.-14. Mai 2017
Ort: Berlin
Veranstalter: Bundesarbeitsgemeinschaft Hörbehinderter Studenten und Absolventen e.V. (BHSA)

Die Tagung beschäftigt sich mit den Änderungen im Bundesteilhabegesetz bezogen auf den Bereich der Hochschule. Anmeldeschluss ist der 24. März 2017.

Studentenwerk Berlin: Seminar zum Berufseinstieg für Absolventen*innen mit Behinderung und chronischer Erkrankung

Termin: 18. und 25. August sowie 1. September 2017
Ort: Berlin
Veranstalter: Studentenwerk Berlin

Im Seminar werden Bewerbungssituationen trainiert und Fördermöglichkeiten für den Berufseinstieg benannt. Anmeldeschluss ist der 31. Juli 2017.

TU Dortmund: Schnupperstudium für behinderte /chronisch kranke Studieninteressierte

Termin: 7.-9. November 2017
Ort: Dortmund
Veranstalter: DoBuS, Bereich „Studium und Behinderung“ des Zentrums für Hochschulforschung der TU Dortmund

Neben der Vorstellung der Angebote der Universität zu Unterstützung Studierender mit Beeinträchtigungen bietet die Veranstaltung auch die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch. Die Veranstaltung richtet sich an alle chronisch kranken und behinderten Studieninteressierten, für die der Studienort Dortmund in Frage kommt, sowie an Studienanfänger und -anfängerinnen an der TU Dortmund.

Ihr Team der IBS

Deutsches Studentenwerk
Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)
Monbijouplatz 11
10178 Berlin

Tel.: 030 / 29 77 27 -64
Fax: 030 / 29 77 27 -69
E-Mail: studium-behinderung@studentenwerke.de
www.studentenwerke.de/behinderung

Bitte schicken Sie eine E-Mail an studium-behinderung@studentenwerke.de, wenn Sie den Newsletter der Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) abbestellen möchten.