Archiv für den Monat: März 2016

Tipps und Informationen Nr. 3 / 2016

 Deutsches StudentenwerkInformations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)


29. März 2016

(Sie können die Tipps und Informationen auch auf unseren Webseiten lesen: Tipps und Informationen 3/2016)

Aus der Arbeit der IBS und des DSW

Datenerhebung „beeinträchtigt studieren – best2“

Studierende mit Beeinträchtigungen sollen im Wintersemester 2016/2017 erneut bundesweit zu ihrer Studiensituation befragt werden. Die Befragung soll zeigen, wo Barrieren und Benachteiligungen für diese Studierenden bestehen, welche Hürden seit der ersten Befragung im Jahr 2011 abgebaut wurden und welche seither eventuell neu entstanden sind. Die Erhebung wird gemeinsam vom Deutschen Studentenwerk und vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) in Kooperation mit dem Institut für höhere Studien Wien (IHS) durchgeführt. „best2“ wird wie bereits „best1“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert.

Aus Hochschulen und Studentenwerken

Universität Köln: Befragung Studierender mit Behinderungen und chronischen Krankheiten

Im Wintersemester 2013/2014 wurde an der Universität Köln eine „Bedarfserhebung für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen“ durchgeführt. Die seit Ende des vergangenen Jahres vorliegenden Ergebnisse zeigen, welche Belastungen Studierende mit Beeinträchtigungen an der Universität zu bewältigen haben, wie sie das tun und welche technischen oder personellen Hilfen sie benötigen. Die Daten wurden im Rahmen einer Online-Vollerhebung ermittelt.

Universität Würzburg: Ausgezeichnet

Als erste bayerische Universität erhielt die Universität Würzburg am 10. März 2016 das Signet „Bayern barrierefrei“. Die Landesbehindertenbeauftragte Irmgard Badura würdigte das Engagement der Universität für den Abbau baulicher Barrieren sowie für den Ausbau der Beratungs- und Unterstützungsangebote.

Aus den Bundesländern

Schleswig-Holstein: Neues Hochschulgesetz

Seit Februar ist das neue Hochschulgesetz in Kraft. Es verpflichtet die Hochschulen erstmalig zur Einsetzung eines oder einer Beauftragten für Diversität. Die oder der Beauftragte soll auch – wie in der Begründung zum Entwurf des Gesetzes nachzulesen war – „die Aufgaben des aus anderen Ländern bekannten Amtes der oder des Behindertenbeauftragten wahr(nehmen)“. Das Gesetz verpflichtet die Hochschulen auf Vorschlag des Deutschen Studentenwerks nun auch, die besonderen Bedürfnisse der Promovierenden mit Behinderungen zu berücksichtigen.

Schleswig-Holstein: Markenzeichen „barrierefreie Hochschule“

Schleswig-Holstein will die barrierefreie Hochschule zu einem Markenzeichen machen. „Damit könne man als Standort durchaus erfolgreich werben“, betonte Wissenschaftsstaatssekretär Rolf Fischer auf der Fachtagung „all in – Mit vollem Einsatz gewinnen alle“, die das Wissenschaftsministerium gemeinsam mit dem Landesbehindertenbeauftragten am 23. Februar 2016 in Kiel durchführte.

Sachsen-Anhalt: Runder Tisch „Inklusive Hochschule“

Im Vorfeld der Landtagswahlen fand am 8. März 2016 an der Martin-Luther-Universität Halle MLU) der erste öffentliche Runde Tisch „Inklusive Hochschule“ Sachsen-Anhalt statt. An ihm nahmen neben Politiker_innen auch Vertreter_innen verschiedener Verbände, Organisationen und Interessengruppen teil. Organisiert wurde der Runde Tisch vom Arbeitskreis Inklusion des Studierendenrates der MLU. Der Runde Tisch diskutierte auch die Antworten der Parteien auf den Wahlprüfstein des Bündnisses barrierefreies Studium. Das Bündnis hatte die Parteien nach ihren Vorhaben zur Verbesserung der Teilhabebedingungen für Studierende mit Behinderungen befragt.

Publikationen

Härtefall und Nachteilsausgleich bei der Vergabe von Studienplätzen

Welche Möglichkeiten haben Studieninteressierte, in den Verfahren zur Studienplatzvergabe einen Härtefall oder einen Nachteilsausgleich (Verbesserung der Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung oder der Wartezeit) geltend zu machen? Der Autor, Hartmut Maier, beantwortet diese Frage vor dem Hintergrund des geltenden Vergaberechts und der hierauf bezogenen Rechtsprechung. Hartmut Maier ist Vorsitzender Richter der u.a. mit Studienzulassungsverfahren befassten 9. Kammer des Verwaltungsgerichts Münster.

Stipendien und Praktika

Stipendium für junge, an Mukoviszidose erkrankte Menschen

Die Stiftung „aktion luftsprung“ vergibt 2016 erstmalig drei Stipendien für (künftige) Auszubildende oder Studierende, die an Mukoviszidose erkrankt sind. Gefördert werden Menschen mit hoher Leistungsbereitschaft und einem Lebensweg, der nach dem Motto „auf keinen Fall aufgeben“ verlaufen ist. Die Stipendiat_innen erhalten ein Jahr lang eine monatliche Unterstützung von 500 Euro. Sie werden während der Ausbildung und auch danach vom luftsprung-Mentor_innen-Team unterstützt. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Mai 2016.

Internationales

Studie zur Auslandsmobilität von Studierenden mit Sehbeeinträchtigung

Was hindert Studierende mit Sehbeeinträchtigung daran, im Ausland zu studieren? Auf welche Schwierigkeiten stoßen sie in den Aufnahmeländern? Was müsste sich ändern? Diese Fragen wurde in einer Pilotstudie im Auftrag der European Blind Union (EBU) und des International Council for Education and Rehabilitation of People with Visual Impairment, Europe (ICEVI-Europe) untersucht.

Verschiedenes

IBS-Fachtagung „Barrierefreie Hochschullehre“ – ein Rückblick

Im Newsletter der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik e.V. findet sich ein Tagungsbericht von Dirk Jahn – einem der Workshopleiter auf der IBS-Fachtagung 2015.

BMBF: Förderung von Forschungsvorhaben

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat kürzlich zwei neue Forschungsvorhaben ausgeschrieben. Damit werden Forschungsprojekte gefördert, die sich mit den Themen „Studienerfolg sowie Studienabbruch“ sowie mit dem Thema „digitale Hochschulbildung“ beschäftigen. Gefördert werden auch Vorhaben, die diese Themen bezogen auf einzelne Zielgruppen in den Blick nehmen.

Studium und Behinderung in den Medien

Süddeutsche.de: Viele Lehrende sind didaktisch nicht auf Blinde eingestellt

In einem Interview berichtet Uwe Boysen, Vorsitzender des Deutschen Vereins der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf (DVBS) über die Probleme, mit denen sehbehinderte und blinde Studierende an deutschen Universitäten zu kämpfen haben.

Mittelbayerische: Trotz Handicap zum Doktortitel

Über das Projekt „PROMI – Promotion inklusive“ werden insgesamt 45 Doktoranden mit Behinderung gefördert – zwölf davon an bayerischen Hochschulen. Der Artikel stellt einige davon vor.

Termine

21st International Camp on Communication & Computers (ICC 2016)

Termin: 25. Juli – 3. August 2016
Ort: Dresden
Zielgruppe: blinde und sehbehinderte Jugendliche von 16-20 Jahren
Veranstalter: Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. (DVBS) in Kooperation mit der Technischen Universität Dresden

Die Teilnahme am Camp bietet den Jugendlichen die Möglichkeit, in Workshops den Umgang mit neuen Informationstechnologien und Hilfsmitteln zu vertiefen, neue Methoden in Sachen Kommunikation und Präsentation zu erlernen, mehr über Studien- und Berufsperspektiven zu erfahren  – und ganz nebenbei die Englischkenntnisse auszubauen. Die Teilnahme am ICC eröffnet den Jugendlichen internationale und interkulturelle Erfahrungen und gibt Studien- und Berufsperspektiven. Anmeldeschluss ist der 1. Mai 2016.

Seminar: Assistenz?! Antworten auf rechtliche Fragen rund um Schulbegleiter, Vorlesekräfte, Arbeits- und Alltagsassistenzen

Termin:  18. Juni 2016
Ort: Marburg
Zielgruppe: blinde und sehbehinderte Interessierte
Veranstalter: Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. – blista

Die praxisorientierte Fortbildung bietet Wissenswertes zu Fragen der Finanzierung und Organisation von Assistenzen. Studierende zahlen einen ermäßigten Teilnehmerbeitrag. Anmeldeschluss ist der 17. Mai 2016

Ihr Team der IBS

Deutsches Studentenwerk
Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)
Monbijouplatz 11
10178 Berlin

Tel.: 030 / 29 77 27 -64
Fax: 030 / 29 77 27 -69
E-Mail: studium-behinderung@studentenwerke.de
www.studentenwerke.de/behinderung

Bitte schicken Sie eine E-Mail an studium- behinderung@studentenwerke.de, wenn Sie den Newsletter der Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) abbestellen möchten.

Seminar zum Berufseinstieg für Absolvent_innen mit Behinderung und chronischer Erkrankung

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie auf unsere Reihe „Guter Anfang ist halbe Arbeit“, einem Seminar zum Berufseinstieg für (angehende) Absolvent_innen mit Behinderung und chronischer Erkrankung aufmerksam machen:

http://www.studentenwerk-berlin.de/bub/behinderte/veranstaltungen_beh/index.html

Das dreitägige Seminar bietet Informationen  zum Thema „Bewerbung mit Behinderung und chronischer Erkrankung“ und Fördermöglichkeiten für den Berufseinstieg.  Mit professionellem Coaching haben die Teilnehmer_innen die Möglichkeit Bewerbungssituationen praxisnah zu trainieren.

Im Anhang senden Sie wir Ihnen das Programm,  welches Sie gern  an interessierte Studierende weiterleiten können. Wir freuen uns über den Aushang des beigefügten Plakats.

Mit freundlichen Grüßen
Inga Bültbrune

Beratung für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung

Inga Bültbrune

Franz-Mehring-Platz 2

10243 Berlin

Tel:  030 93939-8442

Fax: 030 93939-8447

www.studentenwerk-berlin.de