Archiv für den Monat: Dezember 2015

Tipps und Informationen Nr. 11 / 2015

 

 Deutsches StudentenwerkInformations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)


1. Dezember 2015

(Sie können die Tipps und Informationen auch auf unseren Webseiten lesen: Tipps und Informationen 11/2015)

Aus der Arbeit der IBS und des DSW

Fachtagung „Barrierefreie Hochschullehre“: Dokumentation online

Am 4. und 5. November fand die diesjährige Fachtagung der Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) des Deutschen Studentenwerks statt. Im Plenum und in Workshops diskutierten 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über das Thema „Barrierefreie Hochschullehre“. Die Beiträge der ReferentInnen und die Präsentationen der WorkshopleiterInnen können nun von den Webseiten der IBS heruntergeladen werden.

IBS-Qualifizierungsseminar: Nachteilsausgleiche im Studium

Am 21. und 22. Januar 2016 bietet die IBS ein Qualifizierungsseminar zum Thema „Nachteilsausgleichsregelungen für das Studium“ in Essen an. Das Seminar richtet sich an BeraterInnen und Beauftragte für Studierende mit Behinderungen und chronischen Krankheiten in Hochschulen und Studentenwerken. Es will einen Überblick über die rechtlichen Grundlagen vermitteln sowie die Voraussetzungen, Maßnahmen und Verfahren des Nachteilsausgleichs bei Zugang, Zulassung und im Studium vorstellen.

Zum Vormerken: Termin der IBS-Fachtagung 2016 steht fest

Die nächste Jahrestagung der IBS ist für den 25. und 26. Oktober 2016 in Berlin geplant. Die Fachtagung 2016 findet zum Thema „Diversity und Behinderung“ statt.

Aus Hochschulen und Studentenwerken

Studentenwerk Marburg: Teilhabebericht der Stadt zu Wohnen für behinderte Studierende

Der Teilhabebericht der Stadt Marburg würdigt das Konrad-Biesalski-Haus des Studentenwerks Marburg als ein Positivbeispiel für gelebte Inklusion. Gleichzeitig regt er bauliche Veränderungen im Studentendorf und mehr barrierefreien Wohnraum für Studierende mit Behinderungen im Zentrum der Stadt an.

Uni Freiburg: Studierende kritisieren fehlende Barrierefreiheit der neuen Universitätsbibliothek

Gerade wurde die neue Universitätsbibliothek in Freiburg eingeweiht. Trotz ihres Labels „barrierefreie Universitätsbibliothek“ gäbe es noch etlichen Barrieren. Darauf machte der Studierendenrat in einer Pressemitteilung aufmerksam.

Uni Würzburg: Tutoren- und Mentorenschulung

An der Universität Würzburg können sich TutorInnen und MentorInnen zum Thema Studieren mit Behinderung weiterbilden. Die Aufbauschulung führt allgemein in das Thema ein und widmet sich dann den Themen Nachteilsausgleiche und Studieren mit psychischen Beeinträchtigungen. Angeboten wird die Weiterbildung von KIS – Kontakt- und Informationsstelle für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung der Universität Würzburg.

Für die Beratungspraxis

DIN-Norm: Hörsamkeit in Räumen

Um die Förderung guter Sprachkommunikation geht es in der DIN 18041 „Hörsamkeit in Räumen – Anforderungen, Empfehlungen und Hinweise für die Planung“. Sie liegt seit September diesen Jahres als Entwurf vor.

Aus den Bundesländern

Netzwerk bayerischer Beauftragter und BeraterInnen fordert strukturelle Absicherung des Beauftragten-Amtes

Die Beauftragten erfüllen in ihrem Amt vielfältige Aufgaben. Dafür bedarf es einer angemessenen Ausstattung sowie einer Absicherung von Mitwirkungsrechten. Das Netzwerktreffen der Beauftragten für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Universitäten fordert die Gleichstellung der Beauftragten für Studierende mit Behinderungen mit dem Amt der Frauenbeauftragten, die Zuordnung des Amtes an die Hochschulleitung sowie die angemessene Bereitstellung von Stellen und Sachmittel.

Schleswig-Holstein: Bericht „Inklusive Hochschule“

2014 führte die Fachhochschule Kiel eine Datenerhebung zum Ist-Zustand der Inklusion durch. Befragt wurden die Kanzler und Liegenschaftsabteilungen der staatlichen Hochschulen zu den Informations- und Beratungsangeboten, zu Nachteilsausgleichen sowie zur Barrierefreiheit von 90 Hochschulgebäuden. Das Fazit: In allen Bereichen gibt es großen Handlungsbedarf. Insbesondere im Altbaubestand ist die Barrierefreiheit noch völlig unzureichend. Es fehlen spezifische Beratungs- und Informationsangebote. Die Studie empfiehlt den Hochschulen die Entwicklung von Aktionsplänen zur Priorisierung von Maßnahmen für mehr Inklusion. In Auftrag gegeben wurde die Studie vom Ministerium für Bildung und Wissenschaft des Landes Schleswig-Holstein in Kooperation mit dem Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung.

Aus Politik und Verwaltung

Bundesregierung betont Rolle der Beauftragten in Hochschulen

In einer Großen Anfrage erkundigt sich die Fraktion Die Linke im Bundestag nach dem Stand der Umsetzung der UN-BRK. Die Bundesregierung betont in ihrer Antwort, dass den Beauftragten und Berater/innen für die Studierenden mit Behinderungen in den Hochschulen eine besondere Bedeutung zukomme. Sie würden die Hochschulen beim Abbau von Barrieren und der Gestaltung von angemessener Vorkehrungen unterstützen und seien zugleich Ansprechpartner für die Studierenden. Die Bundesländern könnten – so die Bundesregierung – durch entsprechende rechtliche Regelungen für angemessene Arbeitsbedingungen der Beauftragten (Mitwirkungsrechte, Ausstattung) sorgen.

Aus Verbänden und Institutionen

DVBS: Service-Angebote für barrierefreies Studieren

Der Deutsche Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e. V. (DVBS) erstellt, prüft und berät zu barrierefreien Dokumenten sowie barrierefreier Webgestaltung. Sehbehinderte und blinde Studierende unterstützt der DVBS mit seinem Textservice, bereitet Print- und Digitale Dokumente barrierefrei auf und berät die Studierenden zu Finanzierungsmöglichkeiten für den Textservice.

Publikationen

Buch „Inklusive Hochschule“ erschienen

Gerade ist der Sammelband zum Thema „Inklusive Hochschule“ erscheinen. Das Buch ist in Zusammenarbeit mit Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) des Deutschen Studentenwerks entstanden. Herausgeberin ist Prof. Uta Klein von der Christian-Albrechts-Universität Kiel. In insgesamt 14 Beiträgen beschäftigen sich die AutorInnen mit der aktuellen Situation von Hochschulmitgliedern mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen. Sie zeigen Denk- und Handlungsansätze zu Inklusion und Disability Mainstreaming in der Hochschule auf und machen auf Forschungslücken aufmerksam.

Stipendien und Praktika

Google vergibt Stipendium

Auch 2016 kann das Stipendium „Google Europe Scholarship for Students with Disabilities“ beantragt werden. Voraussetzung ist ein Studium der Informatik, Computertechnik oder ähnliches. Die Förderung beträgt 7000 Euro je Stipendiat oder Stipendiatin für das Studienjahr 2016/2017. Bewerbungsschluss ist der 31. Dezember 2015. Bewerbungen müssen in englischer Sprache verfasst sein.

Mentoring-Projekt für blinde und sehbehinderte Studierende

Im Mentoring-Projekt „TriTeam“ des Deutschen Vereins der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. (DVBS) unterstützen berufserfahrene Mentoren und Mentorinnen mit Sehbeeinträchtigung die Studierenden im Studienalltag und bereiten diese auch auf den Übergang in den Beruf vor. Blinde und sehbehinderte Studierende können sich noch bis zum 15. Dezember dafür bewerben.

Studium und Behinderung in den Medien

WAZ: Von Essen ins Ausland – auch mit Behinderung

Der Artikel berichtet u.a. über eine Studierende, die mit dem Programm „weltwärts alle inklusive!“ des Vereins bezev mehrere Monate in Ghana arbeitete. „bezev“ ermöglicht Menschen mit Behinderungen zwischen 18 und 28 Jahren im Rahmen des Freiwilligendienst-Programms „weltwärts“einen Auslandsaufenthalt in einem Projekt in Afrika, Lateinamerika oder Osteuropa.

SZ-Online: Ganz normal studieren

Die SZ ist auf dem Campus der TU Dresden unterwegs. Ihr Fazit: Nicht jede Behinderung ist sichtbar und chancengleiche Teilhabe muss finanziert sein. Der Artikel verweist auf die Diversity-Tage an der TU Dresden.

Termine

Seminar: Mal sehen was wirklich geht! – Low Vision und trotzdem: Tragfähige Perspektiven für Berufstätige und Studierende mit Sehbehinderung

Termin: 15. und 16. Januar 2016
Ort: Würzburg
Zielgruppe: sehbehinderte Studierende und Berufstätige
Veranstalter: Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. (DVBS) in Kooperation mit dem Berufsförderungswerk Würzburg

Im Seminar werden Lesefähigkeit und Vergrößerungsbedarf beurteilt. Auf dieser Basis können dann Sehhilfen erprobt werden. Zudem wird eine Peer-to-Peer-Beratung zu den Themen Behinderung, Studium und Beruf angeboten.

Film- und Vortragsreihe: Behinderung, Inklusion und ich?

Termin: WS 2015/16
Ort: Kassel
Zielgruppe: Interessierte mit und ohne Behinderungen
Veranstalter: Autonomes BehindertenReferat für Studierende mit Behinderung und chronischer Krankheit im AStA der Universität Kassel (ABeR) in Kooperation mit dem Koordinator für Studium und Behinderung

Im wöchentlichen Wechsel werden Filme gezeigt und thematisch passende Vorträge angeboten. Themen der Veranstaltungsreihe sind Behindertenrecht, Enhancement/ Selbstoptimierung, Sex & Assistenz, Theater und Teilhabe sowie Schule und Inklusion.

Ihr Team der IBS

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E-Mail: studium-behinderung@studentenwerke.de
www.studentenwerke.de/behinderung

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