Archiv für den Monat: Juni 2015

am 08.07.2015: Berollung der neuen “Holzlaube”

Liebe Interessierte, Liebe Interessierten am Geschichtsinstitut,

Ich bin Christoph Dorrance, Student der Geschichte im 6. Semester und Rollstuhlfahrer.

Der Beauftragte für die Belange Studierender mit Behinderung und Chronischer Erkrankung hat mich gebeten euch mitzuteilen, dass am 8. Juli 2015 eine Berollung der neuen “Holzlaube” stattfinden wird. Ziel ist, systematisch alle Mängel bezüglich der Barrierefreiheit und Benutzbarkeit festzustellen und weiterzuleiten. Diese Aufforderung richtet sich an alle Mitglieder des Fachbereichs GeschKult, bei denen aus irgendwelchen Gründen besondere Bedürfnisse bezüglich der Mobilität und Benutzung des Gebäudes berücksichtigt werden müssen. Bitte schickt mir euern Namen und eure Mailadressen, damit ich sie an Herrn Classen weiterleiten kann.
Die E Mail Adresse ist: chris[a]dorrance.eu

Vielen Dank für Eure Hilfe dabei, die barrierefreie Uni ein Stück näher zu bringen.


To whom it may concern at the History Department,
My name is Christoph Dorrance, and I am a student of History in my third year and a wheelchair user.
The Commisioner for the matters of students with disabilities or chronically illnesses, Mr. Georg Classen, has asked me to inform you that a roll-through of the new “Holzlaube building” is to take place on July 8. The purpose is to find and report all shortcomings the new building may have for users who have special requirements with regards to mobility within as well as usability of the building. If you are interested in participating in the roll-through, please send me an E-mail with your name and your Mail address to chris[a]dorrance.eu. I will forward the information to Mr. Classen.
Thank you for helping to reach the aim of a University without barriers.
Christoph Dorrance

Ortänderung für das offenes Treffen 16 Uhr am Samstag, 27. Juni 2015

Hallo. Ich habe heute verstanden, dass das Café nur um 19 uhr öffnet. Es tut mir furchtbar leid, dass ich in der Organisation dieses Treffens so viel Schwierigkeiten aufgebaut habe.

Ich würde einfach vorschlagen, dass wir ein barrierefreies Café in die Gegend spontan aussuchen. Ich würde dann vor dem Café Cralle ein Zettel hängen, um die verspäteten Leuten bescheid zu sagen, wo wir dann sind.

Ich hoffe nur, dass wir uns alle nicht zu viel verlaufen werden und dass wir ein café dort finden, die für alle genug barrierefrei ist.

solidarische Grüsse

Laure

Pride Parade 2015: behindert und verrückt feiern

ggg
*A U F R U F  2 0 1 5 *

Samstag, 11. Juli 2015

16.00 Uhr

Hermannplatz

Party statt Pathologisierung, Kritik statt Sonntagsreden!

Freaks und Krüppel, Verrückte und Lahme, Eigensinnige und Blinde, Taube und Normalgestörte – kommt raus auf die Straße zur dritten „behindert & verrückt feiern“ Pride Parade!

Die „behindert und verrückt feiern“ Pride Parade 2015 wird kein Inklusions-Fallerifallara. Allzu oft heißt es: „Inklusion“ – und alles bleibt, wie es ist! Wir aber fordern: Her mit dem schönen Leben für alle! Gesellschaft verändern, statt daran teilhaben müssen! Konfetti statt Kontrolle! Laut sein statt ruhiggestellt werden! Wir feiern uns und nicht das, was andere uns als Inklusion verkaufen! Rollt, humpelt, tastet euch vor – zum Hermannplatz am Samstag, den 11. Juli, um 16 Uhr.

Über ‚Inklusion‘ wird heute gesprochen, als sei sie von Politiker*innen oder Funktionär*innen des Hilfesystems erfunden worden. Oft genug soll Inklusionsreklame beruhigen, der Kritik den Stachel ziehen und der Öffentlichkeit vormachen, dass es alle gut meinen mit Behinderten & Verrückten. Aber verborgen hinter den Kulissen stehen die gesellschaftlichen Realitäten, die ausgrenzenden Bildungseinrichtungen und Arbeitsmärkte, die Pathologisierung von Geschlechtern, die Gewalt in Heimen und Psychiatrien und Migrationsgesetze, die behinderten und traumatisierten Geflüchteten Hilfeleistungen verweigern. Die Sonntagsreden sind der schöne Schein einer kapitalistischen Konkurrenzgesellschaft, der wirkliche Inklusion fremd ist und die uns zum Funktionieren zwingen will, ohne menschlichen Bedürfnissen zu entsprechen.

Vielmehr werden wir Randgruppen zugeteilt und als Mängelwesen gekennzeichnet. Wir werden eingesperrt und Sonderbehandlungen unterzogen. Doch wir sind da und präsent, sind lauter als die Norm und feiern uns. Das haben wir uns selbst erkämpft und eingefordert. Niemand hat das für uns geschaffen oder uns großzügig zugestanden. Seit Jahrzehnten kämpfen wir für Barrierefreiheit, Teilhabe und Assistenz, fordern Gleichheit, Freiräume und Respekt.

Wir bringen uns ein, so wie wir sind. Wir warten nicht ab, dass unsere Körper endlich als begehrenswert bewertet werden. Wir zeigen, wie schön wir sind – auf der Straße, im Bett und am Strand. Wir haben viele Geschlechter und lieben wen und wie wir wollen. Wir warten nicht ab, bis unser Verhalten nicht mehr als ‚krank‘ und ver_störend wahrgenommen wird. Wir zeigen uns – unsere Buckel und schiefen Hüften, unsere sogenannten Neurosen und Verhaltensauffälligkeiten! Überall sind wir zu finden: im Büro, in Ausbildungen, als Selbstständige, in der Schule und in Kitas, in Werkstätten, an der Uni, in den Schlangen vorm Jobcenter und Arbeitsamt.

Viele erleben uns als irritierend, wenn wir sind, wie wir sind. Doch Verrücktheit und Behinderung sind gesellschaftlich bedingt, d. h., sie werden gemacht. Gewaltvolle Normen schaffen Barrieren und Grenzen, die uns aussondern. Doch diese Normen sind veränderbar. Wir kommunizieren, denken und handeln auf verschiedene Weisen. Wir bewegen uns unterschiedlich fort und nehmen verschieden wahr.

Medizinische Diagnosen sind wirkmächtig, doch es hilft uns nicht, wenn die Ursachen für Behinderung und Verrücktheit ausschließlich biologisch erklärt werden. Wir haben genug davon, dass Psychopharmaka und medizinische Behandlung meist als einzige Alternative dargestellt werden. Sagt uns nicht ob es uns gut oder schlecht geht! Wir lehnen die Fremdzuschreibungen von Leiden ab. Expert_innen über unsere Leben sind wir und nicht Ärzt_innen, Heimleiter_innen, Berater_innen, Therapeut_innen, Psychater_innen, Betreuer_innen, Gutachter_innen, Kassen und Ämter.

Wir wissen, dass nicht alle sich zeigen können oder wollen. Viele werden mit richterlichem Beschluss weggesperrt oder festgebunden. Für viele sind Scham und Angst zu groß, um sich auf der Parade frei fühlen zu können. Vielen ist auch einfach nicht nach Feiern zumute. Vielen wird die Unterstützung nicht gewährt, die sie bräuchten, um an der Demonstration teilzunehmen. Viele können nicht anreisen oder dürfen nicht einreisen.

Nur wenn wir uns unsere Rechte nehmen, können wir über unsere Leben verfügen. Deshalb: Trau dich zu fordern, was du brauchst! Zeig dich mit deinen Sehnsüchten, deiner Trauer,deinem Begehren, deiner Freude, deiner Verzweiflung, deiner Lust, deinen Ängsten!

Komm auf die Straße und feier‘ mit uns auf der „behindert und verrückt feiern“ – Pride Parade, am Samstag, den 11. Juli 2015 in Berlin!

*Samstag, 11. Juli 2015 // 16.00 Uhr // Hermannplatz*

*Unterstützer_innen sind eingeladen mitzumachen.*

http://www.pride-parade.de/

offenes Treffen 16 Uhr am Samstag, 27. Juni 2015 in Café Cralle

Hallo liebe Menschen,

Der Doodle hat gesprochen. Wir werden uns diesen Samstag, 27. Juni > 2015 in Café Cralle treffen!

Da der Wunsch nach mehr Vernetzung zwischen betroffenen Studierenden > immer wieder bei der Beratung geäußert wurde, möchte ich euch alle > endlich zu einen offenes Treffen in einer lockeren Stimmung einladen.

Wenn jemand ein anderen Ortvorschlag hat oder ein Problem bezüglich > der Barrierefreiheit hat, wäre schön mir bescheid zu sagen. Für > weiteren Infos über die Ausstattung der Ort, könnt ihr auch direkt den fragen:

Anschrift : Hochstädterstr. 10a 13347 Berlin-Wedding
Telefon 030 4553001
Webseite http://www.cafe-cralle.net
Status Heute: 19:00 – 02:00
Öffnungszeiten
Mo – So: 19:00 – 02:00
E-Mail-Adresse: cafecralle@riseup.net

Ich freue mich auf euch alle!

Solidarische Grüße

Ich habe auch eine geschlossene Facebookgruppe erstellt. Ich habe versucht, eine Bezeichnung zu benutzen, mit der sich möglichst viele identifizieren können. Wenn aber jemand damit nicht zufrieden ist, können wir gerne jederzeit darüber diskutieren und sie entsprechend verändern. Ihr seid selbstverständlich alle herzlich eingeladen, der Gruppe beizutreten:

https://www.facebook.com/groups/1597965257129039

Lust auf ein offenes Treffen für Betroffene?

Hallo liebe Menschen!

Da der Wunsch nach mehr Vernetzung zwischen betroffenen Studierenden immer wieder bei der Beratung geäußert wurde, möchte ich euch alle endlich einladen, ein offenes Treffen in einer lockeren Stimmung zu organisieren. Es sind bisher kein genauer Ort oder Zeit vereinbart worden. Ich möchte erst mal auf eine Rückmeldung von Interessierten warten. Wenn ihr einen ruhigen und barrierefreien Ort kennt, macht ihr gerne einen Vorschlag.

Um einen passenden Termin zu vereinbaren, habe ich ein Doodle erstellt. Es wäre super, wenn ihr euch bis zu nächste Woche Mittwoch eintragt:

http://doodle.com/8x6kwxp3vvcetbuv

Ich habe auch eine geschlossene Facebookgruppe erstellt. Ich habe versucht, eine Bezeichnung zu benutzen, mit der sich möglichst viele identifizieren können. Wenn aber jemand damit nicht zufrieden ist, können wir gerne jederzeit darüber diskutieren und sie entsprechend verändern. Ihr seid selbstverständlich alle herzlich eingeladen, der Gruppe beizutreten:

https://www.facebook.com/groups/1597965257129039

Liebe Grüße

P.S: Ihr könnt gern die Email weiterleiten.

[Ibsnetz] Umfrage: Selbsthilfe im Studium für Blinde und Sehbehinderte

Seit einem 3/4 Jahr sind wir vom Leitungsteam der Fachgruppe Studium und  Ausbildung des Deutschen Vereins der Blinden und Sehbehinderten in  Studium und Beruf e. V. (DVBS) jetzt schon im Amt. Das Ziel unserer  Arbeit ist es dabei immer, für blinde und sehbehinderte Studenten die  bestehenden Angebote weiterzuentwickeln und neue Angebote zu schaffen.

Wir sehen es als unsere Aufgabe alle Sehbehinderten und Blinden im  Studium und verwandten Ausbildungsgängen tatkräftig zu unterstützen.

Gegenüber dem Vorstand und der Geschäftsstelle des DVBS vertreten wir  die Belange der Studenten und Auszubildenden. Dabei stützen wir uns auf  eure Meinungen und Interessensfelder. Wir können euch aber nur effektiv vertreten und nützliche Angebote schaffen, wenn wir eure Meinung kennen.

Deshalb strecken wir jetzt unsere Fühler aus, um zu schauen, wie wir  unsere Arbeit euren Ansprüchen noch mehr anpassen können. Ihr seit  gefordert! Wir bieten euch die Möglichkeit, uns eure Wünsche und  Vorstellungen mitzuteilen. Dazu haben wir eine online-Umfrage  entwickelt. Diese richtet sich an alle Studenten und jungen Absolventen,
unabhängig ob sie im DVBS oder unserer Fachgruppe Mitglied sind. Bitte
nehmt an dieser Umfrage teil.

Wir setzen auf Eure Teilnahme, denn Eure Meinung ist uns wichtig!

http://maq-online.de/evaluation/users/www.php?l=maq&u=QG27wQETtj&p=8ADykJVQ

Ihr könnt bis zum 21.06.2015 an der Umfrage teilnehmen.

Wir vom Leitungsteam sind ehrenamtlich neben dem Studium tätig und haben  bisher keine große Erfahrung mit Befragungen. Deshalb bitten wir zu  entschuldigen, dass die Umfrage an manchen Stellen sehr eng und  detailliert und an anderen Stellen sehr offen ist. Die Befragung umfasst  12 Seiten und nimmt je nach Ausführlichkeit der Antworten ca. 20 Min in Anspruch.

Am Ende der Umfrage befindet sich ein Freitextfeld für jede Art von  Kommentaren. Wir hoffen, dass ihr uns dort auch Verbesserungsvorschläge für zukünftige Befragungen hinterlasst.