Archiv der Kategorie: Newsletter

Deutsches StudentenwerkInformations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS): Tipps und Informationen Nr. 10 / 2016

Deutsches StudentenwerkInformations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)

21. Oktober 2016

Tipps und Informationen Nr. 10 / 2016

(Sie können die Tipps und Informationen auch auf unseren Webseiten lesen: Tipps und Informationen 10/2016)

Aus Hochschulen und Studentenwerken

Uni Halle: Ringvorlesung des Arbeitskreises Inklusion

Der Arbeitskreis Inklusion der Martin-Luther-Universität lädt bereits zum fünften Mal zu einer Ringvorlesung ein. Unter der Überschrift „Hochschuldidaktik als Grundlage einer vielfältigen Hochschule“ gibt es unter anderem Vorlesungen zu „Inklusionsorientierter Hochschullehre“, wird ein internationaler Blick auf „Universal Design in der Hochschullehre“ geworfen und die Frage diskutiert: „Wie kann barrierefreie Hochschullehre ein inklusives Bildungssystem stärken“.

Uni Konstanz: Unterstützung für Studierende mit psychischen Erkrankungen

Seit kurzem gibt es an der Universität Konstanz ein Begleitprojekt für Studierende mit oder nach einer psychischen Erkrankung: Studis für Studis. Es stehen eine tutorielle Einzelbegleitung und/ oder ein Gruppenangebot zur Verfügung. Die Begleitung versteht sich u.a. als Ergänzung zur Studienberatung oder zu einer ambulanten psychotherapeutischen / psychatrischen Behandlung wie auch als Hilfe bei einem Wiedereinstieg in den Studienalltag nach einer (teil-)stationären Behandlung.

Für die Beratungspraxis

Studierende, die bei den Eltern wohnen: Statt Wohnkostenzuschuss ab 1.8.2016 aufstockende Leistungen zum Lebensunterhalt nach SGB II möglich

Studierende, die bisher den Zuschuss zu ungedeckten Unterkunftskosten nach § 27 Abs. 3 SGB II erhalten konnten, haben in Zukunft Anspruch auf aufstockende Leistungen nach SGB II. Damit sind Studierende, die bei ihren Eltern wohnen und BAföG beziehen (oder nur wegen anzurechnendem Einkommen oder Vermögen nicht erhalten), nicht mehr – wie bisher – von unterhaltssichernden Leistungen nach SGB II ausgeschlossen. Für Studierende, die außerhalb des Elternhauses wohnen, besteht der grundsätzliche Leistungsausschluss für unterhaltssichernde Leistungen nach dem SGB II allerdings fort.

Aus den Bundesländern

Sachsen-Anhalt: Runder Tisch Inklusion

Zum zweiten Mal tagte im September an der Universität Halle der landesweite Runde Tisch „Inklusive Hochschule“. Vertreter_innen von Hochschulen, der Landespolitik, Studentenwerke, Studierendenräte und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen diskutierten den Entwurf des neuen Hochschulgesetzes, Fragen einer inklusiven Hochschuldidaktik und der Reform der Eingliederungshilfe. Organsiert wurde der Runde Tisch vom Arbeitskreis Inklusion der Universität Halle.

Thüringen: Zielvereinbarungen verpflichten Hochschulen zu mehr Inklusion

Fast alle Hochschulen verpflichten sich in den Zielvereinbarungen mit dem thüringischen Wissenschaftsministerium zu Maßnahmen zur Verbesserung der Situation Studierender mit Behinderungen. So werden z.B. die Universität Erfurt und die Hochschule Nordhausen bis Ende 2018 Maßnahmepläne zur Umsetzung der UN-BRK entwickeln, die Fachhochschule Erfurt ihren bereits 2013 verabschiedeten Aktionsplan weiter umsetzen und die Technische Hochschule Illmenau ihr Beratungsangebot für Studierende mit Behinderungen stärken und Maßnahmen für mehr räumliche Barrierefreiheit umsetzen. Die Zielvereinbarungen gelten bis 2019.

Schleswig-Holstein: Tagung für barrierefreie Hochschule / Tagungsbericht verfügbar

Am 23. Februar hat der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung Schleswig-Holstein gemeinsam mit dem Staatssekretär für Wissenschaft eine Fachtagung zu barrierefreien Hochschulen durchgeführt. Nun ist der Tagungsbericht für diese Veranstaltung fertiggestellt und online verfügbar.

Aus Politik und Verwaltung

Bund: Offensiv für digitale Bildung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) will den digitalen Wandel in der Bildung vorantreiben. Das ist auch der Gegenstand des Strategiepapiers „Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft“. Darin betont das BMBF an vielen Stellen die Potentiale digitaler Bildung – u.a. für die Umsetzung von Inklusion in der Bildung. Barrierefreiheit als Voraussetzung hierfür wird jedoch nur am Rande und dann auch nur bezogen auf die technische Infrastruktur thematisiert.

Aus Verbänden und Institutionen

DVBS Mentoring-Projekt – Austausch, Vernetzung, Selbstmarketing

Zehn blinde und sehbehinderte Abiturienten, Auszubildende und Studierende können sich wieder für ein Jahr mit ausgewählten berufserfahrenen und ebenfalls sehgeschädigten Mentorinnen und Mentoren zusammenschließen. Im Frühjahr 2017 geht das Mentoring-Projekt „TriTeam“ des Deutschen Vereins der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf (DVBS) in die dritte Runde. Gemeinsam wird an passgenauen Studien- und Berufszielen gearbeitet, werden Erfahrungen über Hilfsmittelnutzung, Nachteilsausgleiche oder Bewerbungen ausgetauscht, können die Teilnehmenden von Mentoren Tipps bekommen und Tricks erfahren. Wird ergänzendes Know-how benötigt, stehen zusätzliche Fachcoaches zur Verfügung. Zwei zweitägige Seminare mit allen Mentees und Mentoren runden das Angebot ab. Die Teilnahme ist kostenfrei. Bewerbungsschluss ist der 15. Dezember.

HRK: Kritik am Entwurf des Bundesteilhabegesetzes (BTHG)

Die HRK kritisiert den Entwurf des Bundesteilhabegesetzes scharf. Einige der geplanten Regelungen würden die Gefahr bergen, Menschen mit Behinderungen noch stärker zu benachteiligen als bislang schon. Die HRK fordert erhebliche Nachbesserungen, um Studierenden mit Behinderung einen gleichberechtigten Zugang zur Bildung zu ermöglichen.

DVBS: Resolution zum BTHG „Chancengleichheit statt Leistungskürzungen“

Die Mitglieder-Versammlung des DVBS hat am 24. September eine Resolution zum Entwurf des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) verabschiedet. Darin kritisiert der DVBS insbesondere die drohenden Rückschritte bei den Leistungen zur Teilhabe an Bildung sowie die Schlechterstellung der Blindenhilfe im Verhältnis zur Eingliederungshilfe.

DVBS: Marburger Erklärung „Barrierefreie Digitalisierung für blinde und sehbehinderte Menschen ermöglichen“

Die Teilnehmer_innen der DVBS-Fachtagung zum „Megatrend Digitalisierung“ am 23. September haben die Marburger Erklärung „Barrierefreie Digitalisierung für blinde und sehbehinderte Menschen ermöglichen“ verabschiedet. Auch Bildungsträger werden aufgefordert, ihre digitalen Angebote barrierefrei zu gestalten. Zugleich wird gefordert, Menschen mit Behinderung an der Entwicklung barrierefreier digitaler Produkte entscheidend zu beteiligen.

Publikationen

Buch: „Studieren mit Behinderung/Beeinträchtigung“

Petra Stemmer untersucht in ihrer Studie Bedarfe und Anforderungen, die unterschiedliche Beeinträchtigungsarten an die Hochschulen stellen. Es werden Good-Practice-Beispiele sowohl nach Beeinträchtigungsarten als auch nach Themengebieten dargestellt. Einbezogen in die Untersuchung sind Forschungs- und Studienergebnisse aus der deutschen Hochschullandschaft.

Stemmer, Petra (2016): Studieren mit Behinderung/Beeinträchtigung. Teil 1: Recherchestudie – Inklusion im Hochschulbereich, Nomos.

Studium und Behinderung in den Medien

ZDF: „Ein besseres Gesetz?“

Welche Auswirkungen hat das geplante Bundesteilhabegesetz? Dieser Frage geht das Magazin Menschen des ZDF in seiner Sendung am 8.10.2016 nach. Der Beitrag stellt auch die sehbehinderte Dortmunder Studentin Nadine Sperling vor. Sie ist künftig möglicherweise nicht mehr behindert genug, um Leistungen der Eingliederungshilfe zu bekommen. Der Grund: Künftig sollen nur noch diejenigen einen Rechtsanspruch auf Leistungen zur Teilhabe an Bildung haben, die in mehr als fünf Lebensbereichen auf Hilfe angewiesen sind.

Menschen: „Studieren mit Behinderung“

Die neueste Ausgabe des Magazins „Menschen“ der Aktion Mensch beschäftigt sich unter anderem mit dem Thema „Studieren mit Behinderung“. Vorgestellt werden auch drei Hochschulen mit ihrem besonderen Engagement für Studierende mit Behinderungen.

report-k: Bahnhof Süd – AStA kritisiert Umbaupläne

Der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität zu Köln kritisiert die geplanten Umbaupläne des Bahnhofs Köln Süd. Diese würden Fragen der Barrierefreiheit nicht ausreichend berücksichtigen.

Termine

Seminar: „Mal sehen was wirklich geht! – Low Vision und trotzdem: Tragfähige Perspektiven für Berufstätige und Studierende mit Sehbehinderung“

Termin: 20.-21.01.2017
Ort: Berufsförderungswerk (BFW) Düren
Zielgruppe: sehbehinderte Berufstätige und Studierende
Veranstalter: Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. (DVBS) in Zusammenarbeit mit dem BFW Düren

Dieses berufsgruppenübergreifende Low-Vision-Seminar bietet im ersten Teil eine durch BFW-Experten durchgeführte Beurteilung der Lesefähigkeit und des Vergrößerungsbedarfs und gibt Empfehlungen für geeigneten Hilfsmittel und sonstige Rahmenbedingungen (Beleuchtung u. a.). Im zweiten Teil des Seminars bieten erfahrene, selbst von einer Sehbeeinträchtigung betroffene Studierende und Berufspraktiker_innen im Rahmen einer Peer-to-Peer-Beratung ihren Erfahrungsschatz zu den Themen Behinderung, Studium und Beruf an. Hier können all die Fragen gestellt werden, die bei Augenärzt_innen, Hilfsmittelfirmen oder sonstigen Stellen nicht beantwortet werden.

Konferenz: „Inklusiv studieren – eine Hochschule für alle“

Termin: 15.11.2016
Ort: Berlin
Zielgruppe: Studierende, Hochschulvertreter_innen und politische Entscheider_innen
Veranstalter: Friedrich-Ebert-Stiftung

Wie sieht die gegenwärtige Situation für beeinträchtigte Studierende an deutschen Hochschulen aus? Diese Frage diskutieren auf der Konferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung Studierende, Hochschulvertreter_innen und politische Entscheider_innen. Vorgestellt werden konkrete Beispiele für die Entwicklung von Aktionsplänen, von Internetportalen für ein barrierefreies Studium und für die Sensibilisierung von Lehrenden. Ein Livestream ermöglicht es, die Konferenz im Internet zu verfolgen und sich mit Fragen zu beteiligen.

Workshop: „Gleichberechtigte Teilhabe am Hochschulstudium für Studierende mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung – Ansätze und Ideen“

Termin: 11.11.2016
Ort: Universität Marburg
Veranstalter: Universität Marburg, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Philosophie

Welchen Einfluss hat die Sichtbarkeit einer Beeinträchtigung? Was bedeutet dies unter den Bedingungen eines Hochschulstudiums? Was ist Good Practice im Bereich Behinderung und Studium? Wie können verschiedene Initiativen zur Verstetigung der chancengerechten Teilhabe aussehen? Im Rahmen der Veranstaltung sollen einerseits spezifische Herausforderungen aufgezeigt und diskutiert werden, die für Studierende mit Behinderung/chronischer Erkrankung entstehen, sowie verschiedene Ansätze beraten und Initiativen zur Verstetigung der chancengerechten Teilhabe erarbeitet werden.

Berater*innenseminar 2016

Termin: 19.-20.11.2016
Ort: Hamburg
Zielgruppe: Studierende, die sich in der Beratung chronisch kranker und behinderter Studierender engagieren
Veranstalter: Referat für behinderte und chronisch kranke Studierende (RBCS) des AStA der Universität Hamburg

Das Seminar beschäftigt sich mit den „Beratungsbasics“ wie Beratungshaltung im Peer Counselling, Gesprächsführung u.a. Gleichzeitig bietet das Seminar aber auch Informationen zu den Themen Eingliederungshilfe, BAföG und anderen Wegen der Studienfinanzierung. Das Seminar soll auch einen Austausch unter den Berater_innen verschiedener Hochschulen ermöglichen.

Ihr Team der IBS

Deutsches Studentenwerk
Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)
Monbijouplatz 11
10178 Berlin

Tel.: 030 / 29 77 27 -64
Fax: 030 / 29 77 27 -69
E-Mail: studium-behinderung@studentenwerke.de
www.studentenwerke.de/behinderung

Bitte schicken Sie eine E-Mail an studium- behinderung@studentenwerke.de, wenn Sie den Newsletter der Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) abbestellen möchten.

Deutsches StudentenwerkInformations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS): Tipps und Informationen 9/2016

Deutsches StudentenwerkInformations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)


06.10.2016

Tipps und Informationen Nr. 9 / 2016

(Sie können die Tipps und Informationen auch auf unseren Webseiten lesen: Tipps und Informationen 9/2016)

Aus der Arbeit der IBS und des DSW

Empfehlung des Beirats der IBS „Digitale Hochschulbildung – Barrierefreiheit sichern“

Immer mehr Hochschulen ergänzen ihre Präsenzlehre durch onlinebasierte Lehr- und Lernformen. Das schafft mehr zeitliche und räumliche Flexibilität beim Lernen und kommt auch Studierenden mit Behinderungen zu gute. Dies aber nur dann, wenn die Angebote barrierefrei zugänglich sind. Darauf macht der Beirat der IBS in seiner Empfehlung „Digitale Hochschulbildung – Barrierefreiheit sichern“ aufmerksam. Er fordert die Hochschulen auf, die barrierefreie Zugänglichkeit und uneingeschränkte Nutzbarkeit aller E-Learning-Angebote sowie der digitalen Infrastruktur zu gewährleisten.

Stellungnahme zur öffentlichen Anhörung zum Entwurf des Bundesteilhabegesetzes im Landtag Brandenburg

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) hat zum Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen „Alle inklusive in Brandenburg – Das Bundesteilhabegesetz verbessern“ Stellung genommen. Das DSW teilt die Kritik der Fraktion an den geplanten restriktiven Regelungen zum leistungsberechtigten Personenkreis, zum Wunsch- und Wahlrecht und zum Poolen von Leistungen. Darüber hinaus sieht das DSW Änderungsbedarf bei einer Vielzahl weiterer Regelungen, die Studierende mit Behinderungen betreffen.

Aus Hochschulen und Studentenwerken

Uni Würzburg: Fortbildungen für Lehrende

Die Kontakt- und Informationsstelle für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung (KIS) der Uni Würzburg bietet im Oktober 2016 zwei Seminare für Lehrende an. Die Themen: „Barrierefreie PDF-Dokumente“ und „Psychische Erkrankungen bei Studierenden“. Die Schulung zu barrierefreien PDF-Dokumenten ist auch für Nichtmitglieder der Universität Würzburg zugänglich.

Aus den Bundesländern

Hessen: Fachtagung „Übergänge im Lebenslauf von Menschen mit Behinderungen“ dokumentiert

Im Juni 2016 führte das Projekt „Inklusive Hochschule in Hessen“ die Fachtagung „Übergänge im Lebenslauf von Menschen mit Behinderungen“ durch. Die Inhalte und Ergebnisse der Tagung werden in einem Tagungsband veröffentlicht. Vorab stehen bereits die Vortragsfolien der Referentinnen und Referenten auf den Internetseiten des Projektes zur Verfügung.

Mecklenburg-Vorpommern: 250.000 Euro für mehr Inklusion an Hochschulen

In Mecklenburg-Vorpommern startete 2016 das landesweite Projekt „Inklusive Hochschule“. Ziel ist es, Lehrende für Inklusionssettings zu sensibilisieren und Studierenden mit Beeinträchtigungen die volle Teilhabe an Hochschulbildung zu ermöglichen. Dazu soll bis Ende 2018 hochschulübergreifend ein „Leitfaden Inklusionsorientierte Hochschulen“ erarbeitet und umgesetzt werden. Die Federführung liegt bei der Universität Rostock. Ein weiterer wesentlicher Teil des Projektes ist die Entwicklung von didaktischen Fortbildungen für das Lehrpersonal aller Hochschulen in M-V. Das Vorhaben ist Teil der Zielvereinbarungen zwischen Land und Hochschulen und wird finanziell vom Land unterstützt.

Aus Politik und Verwaltung

Bundesteilhabegesetz

Die Bundesregierung hat am 5.9.2016 ihren Entwurf eines Bundesteilhabegesetzes (BTHG) in den Bundestag eingebracht. Am 22.09.2016 nahm der Bundestag offiziell die Beratungen zum BTHG auf. Am 23.9.2016 hat der Bundesrat seine Stellungnahme zum BTHG-Entwurf der Bundesregierung verabschiedet. Bereits Ende August hatte das Deutsche Studentenwerk die geplanten Neuregelungen in einer Stellungnahme öffentlich kritisiert. Die Stellungnahme des Bundesrates greift einzelne Kritikpunkte aus Sicht der Studierenden mit Behinderungen auf. Der Bundesrat fordert z.B. die geplante Regelung zu streichen, nach der Studierende zusätzlich zur Immatrikulation weitere Nachweise ihrer Studierfähigkeit erbringen müssen, um Leistungen zur Teilhabe an Bildung zu erhalten. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert in einem Antrag die Bundesregierung auf, den Gesetzentwurf zu überarbeiten und die Leistungsansprüche u.a. so zu gestalten, dass Leistungen zur Teilhabe auch in jeder Phase der hochschulischen Bildung gewährt werden.

Aus Verbänden und Institutionen

Bündnis barrierefreies Studium: Stellungnahme zum Entwurf des BTHG

Das Bündnis barrierefreies Studium hat eine Stellungnahme zum Bundesteilhabegesetz veröffentlicht. Das Bündnis kritisiert, dass der Gesetzentwurf diskriminierende rechtliche Regelungen fortschreibt, neue Zugangsbarrieren errichtet und in einzelnen Regelungen sogar hinter die bereits etablierte Praxis der Gewährung von Leistungen der Eingliederungshilfe für Studierende mit Behinderungen zurückfällt. Zwar begründe der Gesetzentwurf auch neue Rechtsansprüche wie den auf Leistungen der Eingliederungshilfe für ein Studium nach abgeschlossener Berufsausbildung oder für ein Masterstudium. Diese Ansprüche werden jedoch durch die Festlegung diskriminierender zeitlicher und inhaltlicher Vorgaben eingeschränkt.

DVBS Mentoring TriTeam

In einem Artikel berichtet der DVBS über den ersten Durchgang seines Mentoringprojektes TriTeam, das Ende März 2016 zu Ende ging. Ein Jahr lang unterstützten sehbeeinträchtigte Mentorinnen und Mentoren Studierende mit Sehbeeinträchtigungen im Studienalltag und bereiteten diese auch auf den Übergang in den Beruf vor. Die zweite Runde des Peer-to-Peer-Coachings startete im März dieses Jahres.

Publikationen

Das Selbstbestimmt Leben-Prinzip und die (nicht-)inklusive Hochschule

Birgit Rothenberg benennt in ihrem Buchbeitrag Handlungsbedarfe zur Herstellung einer inklusiven Hochschule, macht Forschungslücken sichtbar und stellt ein Verfahren vor, mit dem ausgehend von individuellen Problemlagen strukturelle Lösungen für viele Studierende mit Beeinträchtigungen geschaffen werden.

Rothenberg, Birgit (2016): Das Selbstbestimmt Leben-Prinzip und die (nicht-)inklusive Hochschule. In: Bliemetsrieder, Sandro/ Gebrande, Julia/ Jaeger, Arndt/ Melter, Claus, Schäfferling, Stefan (Hrsg.): Bildungsgerechtigkeit und Diskriminierungskritik. Historische und aktuelle Perspektiven auf Gesellschaft und Hochschulen. Weinheim/ München: Beltz/ Juventa, S. 111-128

Studieren mit Beeinträchtigungen

Die Autoren berichten über eine Ausstellung an der Hochschule Esslingen, die die Diskriminierungserfahrungen Studierender mit Beeinträchtigungen visuell wahrnehmbar macht. Der Ausstellung liegen Leitfadeninterviews zugrunde, die im Rahmen einer Masterarbeit an der Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege der Hochschule durchgeführt wurden.

Schäfferling, Stefan/ Wehner, Miriam (2016): Studieren mit Beeinträchtigungen. Eine Ausstellung über Diskriminierungserfahrungen von Studierenden an der Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege der Hochschule Esslingen. In: Bliemetsrieder, Sandro/ Gebrande, Julia/ Jaeger, Arndt/ Melter, Claus, Schäfferling, Stefan (Hrsg.): Bildungsgerechtigkeit und Diskriminierungskritik. Historische und aktuelle Perspektiven auf Gesellschaft und Hochschulen. Weinheim/ München: Beltz/ Juventa, S. 242-248

Studium und Behinderung in den Medien

Trau Dich! Sport studieren mit Behinderung

Mit seinem Beitrag auf studycheck.de will der Journalist Daniel Flege Mut machen, sich seinen Traum von einem Sportstudium mit Behinderung auch dann zu erfüllen, wenn man eine Behinderung hat. In einem Video berichtet ein Studierender von seinem Studium mit Handicap an der Sporthochschule Köln.

Deutschlandfunk: Mehr in Möglichkeiten denken als in Grenzen

Studierende mit Behinderungen sind für Thomas Abel eine Bereicherung. Dadurch können man im Lehramtsbereich bereits Dinge exemplarisch denken, die dann im Schulbereich auftreten könne. Abel ist Professor für paraolympischen Sport an der Sporthochschule Köln.

Termine

Uni Duisburg-Essen: Veranstaltung zu Bewerbungen

Termin: 4. November 2016
Ort: Campus Duisburg
Zielgruppe: Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen
Veranstalter: ABZ – Beratungsstelle der Universität Duisburg-Essen zur Inklusion bei Behinderung und chronischer Erkrankung in Kooperation mit dem Arbeitgeber-Service für schwerbehinderte Akademiker der ZAV

Nach einem Impulsvortrag zum Thema „Chancen eröffnen – Wie können sich Menschen mit Behinderung oder mit Beeinträchtigung durch eine chronische Erkrankung erfolgreich bewerben?“ können sich Studierende vom Vertreter der ZAV persönlich beraten lassen.

TU Dortmund: Schnupperstudium

Termin: 8. – 10. November 2016
Ort: TU Dortmund
Zielgruppe: chronisch kranke und behinderte Studieninteressierte, für die der Studienort Dortmund in Frage kommt, sowie Studienanfänger und -anfängerinnen an der TU Dortmund
Veranstalter: DoBuS

Die Teilnehmenden können sich über die Unterstützungsangebote der TU Dortmund für Studierende mit Behinderungen und chronischen Krankheiten informieren, erhalten Informationen u.a. zu Nachteilsausgleichen, Literaturbeschaffung und zur Finanzierung von technischen und personellen Hilfen. Sie können eine Vorlesung besuchen und sich mit anderen behinderten Studierenden austauschen. Das Schnupperstudium findet in rollstuhlzugänglichen Räumen statt und wird bei Bedarf in Deutsche Gebärdensprache übersetzt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Ihr Team der IBS

Deutsches Studentenwerk
Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)
Monbijouplatz 11
10178 Berlin

Tel.: 030 / 29 77 27 -64
Fax: 030 / 29 77 27 -69
E-Mail: studium-behinderung@studentenwerke.de
www.studentenwerke.de/behinderung

Bitte schicken Sie eine E-Mail an studium- behinderung@studentenwerke.de, wenn Sie den Newsletter der Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) abbestellen möchten.

Tipps und Informationen Nr. 08 / 2016

 Deutsches StudentenwerkInformations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)


06.09.2016

(Sie können die Tipps und Informationen auch auf unseren Webseiten lesen: Tipps und Informationen 08/2016)

Aus der Arbeit der IBS und des DSW

IBS-Fachtagung: Anmeldung bis 30. September

Am 25. und 26. Oktober 2016 findet die IBS-Fachtagung „Diversity Management. Behinderung im Fokus“ in Berlin statt. Die Tagung fragt nach den Chancen von Diversity-Prozessen, die Teilhabe Studierender mit Beeinträchtigungen an der Hochschulbildung zu fördern. Sie diskutiert Strategien, um erfolgreich die Dimension Behinderung in das Diversity Management einer Hochschule einzubringen. Die Fachtagung richtet sich an Beauftragte und Berater_innen für Studierende mit Behinderungen sowie an Diversity-Akteure der Hochschulen, Studentenwerke, Verbände und Institutionen. Anmeldeschluss ist der 30. September 2016.

Stellungnahme des Deutschen Studentenwerks zum Entwurf des Bundesteilhabegesetzes

Mit dem Bundesteilhabegesetz sollen – so die Bundesregierung – die „Leistungen der Teilhabe zur Bildung … insbesondere im Hinblick auf studierende Menschen mit Behinderungen verbessert werden“. Diesem Anspruch wird der vorliegende Gesetzentwurf nicht gerecht. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) kritisiert in seiner Stellungnahme, dass viele diskriminierende Regelungen fortexistieren und zum Teil die Zugangsbarrieren zu den Leistungen der Eingliederungshilfe für Studierende mit Behinderungen verschärft werden. Das DSW fordert die Schließung von Leistungslücken und eine Anpassung der Regelungen an die Erfordernisse moderner Bildungsbiographien.

Mit Postkarten sensibilisieren

Bei der IBS können Postkarten zum Thema „Studium und Behinderung“ kostenfrei bestellt werden. Die sechs Motive der Postkarten wurden von Studierenden für den 26. Plakatwettbewerb des DSW entworfen. Mit den Postkarten möchte die IBS alle im Bereich Studium und Behinderung Aktiven unterstützen, ihr Arbeitsumfeld für das Thema zu sensibilisieren.

Aus den Bundesländern

NRW: Landtag beschließt Inklusionsstärkungsgesetz

Mit dem Inklusionsstärkungsgesetz will die Landesregierung Nordrhein-Westfalens die UN-Behindertenrechtskonvention stärker in das Landesrecht überführen und die Umsetzung der Konvention in Nordrhein-Westfalen vorantreiben. Das Gesetz regelt u.a. die Zugänglichkeit zu öffentlichen Räumen und Informationen. Die Hochschulen fallen explizit in den Geltungsbereich dieses Gesetzes.

Sachsen: Auf dem Weg zur inklusiven Hochschule?

Sachsens Hochschulen stehen bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in den Hochschulen noch ganz am Anfang. Dieses Fazit zog die Sächsische Wissenschaftsministerin bei der Vorstellung einer Studie zum Stand der Inklusion in Hochschulen. Die Hochschulen und Studentenwerke sollen nun eigene Maßnahmenpläne für mehr Inklusion entwickeln – so die Ministerin bei der Vorstellung der Studie.

Aus Politik und Verwaltung

Die Linke im Bundestag: Ausbau inklusiver Hochschulen fördern

Die Linke fordert die Bundesregierung auf, einen „Inklusionspakt“ für die Hochschulen zu erarbeiten. Kern des Paktes soll ein Investitionsprogramm sein, aus dem Hochschulen Finanzmittel für bauliche und andere Maßnahmen für mehr Barrierefreiheit und Inklusion beantragen können. Gefordert wird auch die Stärkung der Beauftragten für die Studierenden mit Behinderungen sowie die Erarbeitung von Angeboten zur Sensibilisierung und Qualifizierung von Lehrenden für eine inklusive Lehre.

Studium und Behinderung in den Medien

studistory: Studieren mit Behinderung oder chronischer Krankheit – (k)ein Problem

Wie studiert es sich an der Uni Duisburg-Essen mit einer Behinderung? Wo liegen die Hürden? Welche Unterstützung bieten Hochschule und Studentenwerk? Darüber berichtet eine der Autorinnen des Blogs studistory.com, der vom Studierendenwerk Essen-Duisburg betrieben wird.

Termine

Tagung „Lebensverläufe – Inklusion praktisch“

Termin: 5. Oktober 2016
Ort: Frankfurt
Veranstalter: Bundesagentur für Arbeit, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Hochschulrektorenkonferenz

Die gemeinsame Tagung der BA, BDA und HRK will deutlich machen, wie es gelingen kann, Bildung, Ausbildung, Studium und Berufstätigkeit im Sinne von Teilhabe zu gestalten. Sie will Handlungsbedarf und Lösungsansätze für die verschiedenen Lebensbereiche – u.a. den Lebensbereich Studium – aufzeigen und Beispiele guter Praxis illustrieren. Anmeldeschluss ist der 20. September 2016.

Berufsorientierung für junge Stotternde

Termin: 11.-13. November 2016
Ort: Bochum
Zielgruppe: junge Stotternde im Alter von 16 bis 25 Jahren
Veranstalter: Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe (BVSS)

In dem zweitägigen Workshop werden die Teilnehmenden dabei unterstützt, zu einer realistischen und selbstbewussten Einschätzung ihrer beruflichen Wünsche und Ziele zu kommen. Rede und Antwort stehen u.a. ein Fachreferent der Berufsberatung und berufserfahrene Mitglieder aus der Stotterer-Selbsthilfe. Anmeldeschluss ist der 14. September 2016.

Mein Profil – ein ganz anderes Bewerbungstraining

Termin: 6.-8. Januar 2017
Ort: Bad Herrenalb
Zielgruppe: Studierende mit Seheinschränkungen
Veranstalter: Studienzentrum für Sehgeschädigte (SZS) am Karlsruher Institut für Technologie

In dem zweitägigen Workshop lernen und üben Teilnehmende mit Seheinschränkung wie sie sich optimal auf ein Einstellungsgespräch vorbereiten können. In verschiedenen praktischen Szenarien werden anhand von persönlichen Beispielen die Aussagen nachvollziehbar belegt. Anmeldeschluss ist der 30. November 2016.

Ihr Team der IBS

Deutsches Studentenwerk
Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)
Monbijouplatz 11
10178 Berlin

Tel.: 030 / 29 77 27 -64
Fax: 030 / 29 77 27 -69
E-Mail: studium-behinderung@studentenwerke.de
www.studentenwerke.de/behinderung

Bitte schicken Sie eine E-Mail an studium- behinderung@studentenwerke.de, wenn Sie den Newsletter der Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) abbestellen möchten.

Deutsche Studentenwerk: Tipps und Informationen 6/2016

 Deutsches StudentenwerkInformations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)


24. Juni 2016

Tipps und Informationen Nr. 6 / 2016

(Sie können die Tipps und Informationen auch auf unseren Webseiten lesen: Tipps und Informationen 6/2016)

Aus Hochschulen und Studentenwerken

Studentenwerk Dresden: Stammtisch „Studium mit Behinderung und chronischer Erkrankung“

Die Sozialberatung des Studentenwerks Dresden organisiert einen Stammtisch zum Thema „Studium mit Behinderung und chronischer Erkrankung“. Dieser gibt Studierenden mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten die Möglichkeit, sich untereinander über Schwierigkeiten und Lösungen im Studium auszutauschen.

TU Dortmund: Internationales Kooperationsprojekt Studium und Behinderung

Zwischen der TU Dortmund, dem Verband Sonderpädagogik e. V. und der Lombatschewski-Universität in der Russischen Föderation besteht ein internationales Kooperationsprojekt. Ziel ist es, die Lombatschewski-Universität in der Umsetzung von Barrierefreiheit und inklusiver Hochschulbildung zu unterstützen. Aus dem Projekt soll eine längerfristige Zusammenarbeit entstehen.

Hochschule Wismar richtet Aktionstag aus

Die Hochschule Wismar war in diesem Jahr Gastgeberin für den jährlichen Aktionstag des Beirates für Menschen mit Behinderungen des Kreistages Nordwestmecklenburg. Während des Aktionstages stellten sich Verbänden und Vereinen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe mit Informationsständen und Selbsterfahrungsstationen vor. Darüber hinaus gab es ein Programm zum Thema Barrierefreiheit und Inklusion in der Lehre.

Aus den Bundesländern

Saarland: Hochschulen verpflichten sich zu Engagement für Studierende mit Behinderungen

Die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes und die Universität des Saarlandes werden zusammen Angebote zur Unterstützung von Studierenden mit Behinderung und chronischen Krankheiten entwickeln. Dazu verpflichten sich beide Hochschule in der Ziel- und Leistungsvereinbarung mit dem Land. Die Ziel- und Leistungsvereinbarung wurde im Juni zwischen der htw saar und der Staatskanzlei für den Zeitraum von 2016 bis 2018 geschlossen.

Sachsen-Anhalt: Koalitionsvertrag berücksichtigt Studierende mit Beeinträchtigungen

Der Koalitionsvertrag von SPD, CDU und Bündnis 90/ Die Grünen in Sachsen Anhalt sieht eine Novellierung des Landeshochschulgesetzes vor, die u.a. die Regelung der Funktion von Behindertenbeauftragten und ihrer Ausstattung berücksichtigen soll. Darüber hinaus planen die Koalitionäre, Tutorenprogramme für Studierende mit körperlichen Benachteiligungen einzurichten – eine von mehreren Maßnahmen, die Hochschulzugänge stärker diversifizieren soll.

Aus Politik und Verwaltung

Bundesteilhabegesetz

Der Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen (Bundesteilhabegesetz – BTHG) hat vielfach Kritik hervorgerufen. Das DSW hatte sich mit einer Stellungnahme dazu geäußert (s. Tipps und Informationen 5/2016), ebenso viele weitere Verbände. Wie das Deutsche Studentenwerk kritisiert insbesondere der Deutsche Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. (DVBS) die Auswirkungen der geplanten Neuregelungen auf Studierende mit Beeinträchtigungen, durch die deren Zugang zu den Leistungen der Eingliederungshilfe stark eingeschränkt werde. Der Gesetzentwurf geht am 28. Juni ins Bundeskabinett und danach in den Bundestag. Das Gesetz soll zum 1. Januar 2017 in Kraft treten.

EU einigt sich auf Richtlinie zu barrierefreien Webseiten

Vertreter und Vertreterinnen des Europäischen Parlaments, des Rates und der Kommission haben sich auf die erste EU-weite Regelung für barrierefreie Webseiten und Applikationen öffentlicher Stellen geeinigt. Hintergrund ist Art. 9 der UN-Behindertenrechtskonvention, der die EU und ihre Mitgliedstaaten verpflichtet, Menschen mit Behinderungen mittels geeigneter Maßnahmen  einen barrierefreien Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien zu ermöglichen. Die EU-Richtlinie muss noch vom Europäischen Parlament und vom Rat gebilligt und anschließend von den Mitgliedstaaten in nationales Recht umgesetzt werden.

Aus Verbänden und Institutionen

Barrierefreie Videos in der Hochschullehre: Neuer Arbeitskreis sucht Mitglieder

Das Projekt „BIK für Alle“ hat als einen Schwerpunkt „Barrierefreie Viedeos in der Hochschullehre“. Ein Arbeitskreis soll u.a. die folgenden Fragen untersuchen: Wie kommen Online-Videos an Hochschulen zum Einsatz? Welche barrierefreien Lösungen gibt es bereits? Wie kann Barrierefreiheit in den Onlineangeboten der Hochschulen weiter etabliert werden? Für diesen Arbeitskreis werden noch Mitglieder gesucht. „BIK für Alle2“ ist das jüngste Projekt der vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderten Projektreihe „BIK – barrierefrei informieren und kommunizieren“. „BIK für Alle“ arbeitet in diesem Schwerpunkt mit Dr. Steffen Puhl von der Justus-Liebig-Universität zusammen.

ZeDiS-Ringvorlesung: Behinderung ohne Behinderte!? Perspektiven der Disability Studies

Das Zentrum für Disability Studies (ZeDiS) veranstaltet auch im Sommersemster 2016 eine Ringvorlesung mit verschiedenen Beiträgen  und Perspektiven zum Thema Behinderung. Die Vorlesungen stehen allen Interessierten offen. Vielfach können die Vorlesungen auf der Website des ZeDiS nachgelesen werden.

Publikationen

Kein Nachteilsausgleich im Prüfungsrecht für Prüflinge mit persönlichkeitsbedingten oder konstitutionellen Dauerleiden – Anmerkung zu VG Ansbach

Ausgangspunkt des Beitrags ist ein Beschluss des Verwaltungsgerichts Ansbach vom 26.04.2013 über die Nichtgewährung von Nachteilsausgleichen für Prüflinge mit persönlichkeitsbedingten oder konstitutionellen Dauerleiden. Die Autoren argumentieren gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts. Sie setzen sich kritisch mit der vom Gericht vorgenommene Unterscheidung von Behinderungsformen auseinander und beschreiben Auswirkungen unterbleibender Nachteilsausgleiche auf die Teilhabe an Bildung und Beruf.

Studium und Behinderung in den Medien

Merton-Magazin: Ungehindert studieren. Mit Behinderung

Das Online-Magazin des Stifterverbandes berichtet vom Studienalltag einer Studentin mit Beeinträchtigung und gibt Daten und Fakten zum Thema. Der Beitrag verweist auf das Auditierungsverfahren „Vielfalt gestalten“ des Stifterverbandes.

Termine

Fit für den Job – Einblicke in das Förderinstrumentarium der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Termin: 7. Oktober 2016
Ort: Marburg
Zielgruppe: blinde und sehbehinderte Interessierte
Veranstalter: Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. – blista

Die Fortbildung beschäftigt sich mit den Grundlagen rechtlichen Handelns im Sozial- und Verwaltungsrecht. Praxisorientiert werden Hürden bei der Antragstellung besprochen und Hinweise für einen erfolgreichen Antrag gegeben. Studierende zahlen einen ermäßigten Teilnehmerbeitrag. Anmeldeschluss ist der 9. September 2016.

Ihr Team der IBS

Deutsches Studentenwerk
Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)
Monbijouplatz 11
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Tel.: 030 / 29 77 27 -64
Fax: 030 / 29 77 27 -69
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Tipps und Informationen Nr. 5 / 2016

 Deutsches StudentenwerkInformations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)


20. Mai 2016

(Sie können die Tipps und Informationen auch auf unseren Webseiten lesen: Tipps und Informationen 5/2016)

Aus der Arbeit der IBS und des DSW

DSW nimmt Stellung zur geplanten Änderung des SGB II

Die Bundesregierung hat den Entwurf eines Neunten Gesetzes zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch vorgelegt. Mit der Gesetzesnovelle will die Bundesregierung auch die Ansprüche auf SGB II-Leistungen für Auszubildende in finanziell schwierigen Lebenslagen neu regeln. Die geplanten Neuregelungen reichen aus Sicht des DSW jedoch nicht aus. In seiner Stellungnahme macht das DSW auf die Lücken im sozialen Sicherungssystem aufmerksam, die auch nach der Neuregelung für Studierende mit Behinderungen weiterbestehen. Diese betreffen z.B. die ungedeckten behinderungsbedingten Mehraufwendungen für Unterkunft und Heizung.

DSW nimmt Stellung zum Entwurf des Bundesteilhabegesetzes

Das BMAS hat den Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen (Bundesteilhabegesetz – BTHG) vorgelegt. Die Neuregelungen umfassen auch die Ansprüche von Studierenden mit Behinderungen auf Leistungen der Eingliederungshilfe. Der Entwurf verschärft die Zugangsvoraussetzungen für Studierende mit Behinderungen zu den Leistungen der Eingliederungshilfe, schreibt diskriminierende rechtliche Regelungen fort und verbessert lediglich den Zugang zu den Unterstützungsleistungen für ein Studium nach abgeschlossener Berufsausbildung.

Aus Hochschulen und Studentenwerken

Universität  Bremen: Veranstaltungsreihe für Studierende mit Behinderungen

Mit oder ohne? Hast du nicht gehört? Ich habe was, was du nicht siehst! – so oder ähnlich titelt eine Veranstaltungsreihe der Universität Bremen, die sich an Studierende mit Behinderungen richtet. Sie sind an fünf Terminen eingeladen, sich zu informieren und auszutauschen zu den Themen Behindertenausweis, Umgang mit Kommunikations- und anderen Barrieren, studieren mit den Belastungen einer nicht sichtbaren Behinderung etc. Organisiert wird die Veranstaltungsreihe von KIS und der IG Handicap der Universität Bremen.

Hochschule Bochum: 2. Tag der Vielfalt

Die Hochschule Bochum veranstaltete im April diesen Jahres einen „2. Tag der Vielfalt“. Neben Informationsständen der Hochschule Bochum und der „Agentur Barrierefrei NRW“ gab es einen Rollstuhlparcour, eine begleitende Ausstellung sowie eine Podiumsdiskussion zum Thema „Inklusion und Umsetzung in das neue Landeshochschulgesetz“.

Hessen: Zielvereinbarungen zwischen Land und Hochschulen berücksichtigen Belange Studierender mit Behinderungen

In allen Zielvereinbarungen zwischen den Hochschulen und dem hessischen Wissenschaftsministerium finden sich – unterschiedlich umfangreich und konkret – Vorhaben für mehr Barrierefreiheit und Teilhabe Studierender mit Behinderungen.

Stipendien und Praktika

Allianz: Praktikum für einen Tag

Die Allianz-Versicherungsgruppe sieht sich als inklusiven Arbeitgeber und wirbt innerhalb ihres Programm „AllAbility“ um Studierende mit Behinderungen. Im Rahmen dieses Programms haben die Studierenden am 2. Juni 2016 die Möglichkeit, einen Tag lang die Hauptgeschäftsstelle der Allianz und leitende Angestellte kennenzulernen.

Verschiedenes

BMUB: Leitfaden Barrierefreies Bauen aktualisiert

Das Bundesbauministerium hat einen aktualisierten „Leitfaden barrierefreies Bauen“ veröffentlicht. Die Broschüre richtet sich an Bauherren, Planer und Nutzer öffentlicher Gebäude. Sie informiert über die rechtlichen Grundlagen barrierefreien Bauens, bietet einen schnellen und anschaulichen Überblick über die planerischen und baulichen Anforderungen und dokumentiert beispielhafte Projekte.

Studium und Behinderung in den Medien

studienwahl.de: Studieren mit Handicap? Nur Mut!

Studieren mit Behinderung war auf studienwahl.de im April Thema des Monats. Neben Porträts von Studierenden mit unterschiedlichen Studienverläufen gibt es ein interview mit der Leiterin des kombabb-Kompetenzzentrum NRW Christiane Schneider.

Focus: Trotz Behinderung: Regensburger besteht Sport-Eignungstest

An der Kölner Sporthochschule hat ein Studieninteressierter mit Behinderung nach einem 7-stündigen Eignungstest eine Zulassung erhalten.

Termine

Absolvierendentag: Schulischer Vorbereitungsdienst und Lehramtsberuf mit Behinderung oder chronischer Krankheit

Termin: 14. Juni 2016
Ort: Dortmund
Veranstalter: Bereich Behinderung und Studium (DoBuS) des Zentrums für HochschulBildung der TU Dortmund

Die Veranstaltung ist auf das Bundesland NRW ausgerichtetet. Inhaltliche Schwerpunkte sind die Zulassung zum und der Einstieg in den Vorbereitungsdienst, die Finanzierung technischer und personeller Hilfen während des Vorbereitungsdienstes, die Einstellung in den Schuldienst nach absolviertem zweiten Staatsexamen und die Gleichstellung behinderter und chronisch kranker Bewerberinnen und Bewerber. Anmeldeschluss ist der 5. Juni 2016.

Seminar: Inklusion und Promotion? Zugänge und Prozesse inklusiv gestalten

Termin: 24. bis 26. Juni 2016
Ort: Rheinsberg
Zielgruppe: Doktorandinnen und Doktoranden
Veranstalter: Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)

Das Seminar widmet sich den Fragen, wie eine inklusive Hochschule unter dem Blickwinkel des Promo­tionsprozesses aussehen kann: Für welche Menschen beziehungsweise Personengruppen ist der Zugang zur Promotion erschwert oder gar unmöglich? Mit welchen Barrieren und Benach­teiligungen sind Menschen konfrontiert, wenn sie promovieren (wollen) und welcher politische Handlungsbedarf ergibt sich daraus? Wie kann die derzeitige Promotionssituation in der Hochschule vor dem Hintergrund unterschiedlicher Dimensionen von Diversität beschrieben werden? Anmeldeschluss ist der 24. Mai 2016. Es wird ein Teilnahmebeitrag von 60 Euro erhoben.

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Tipps und Informationen Nr. 2 / 2016

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25. Februar 2016

(Sie können die Tipps und Informationen auch auf unseren Webseiten lesen: Tipps und Informationen 2/2016)

Aus der Arbeit der IBS und des DSW

IBS-Seminar: Berufseinstieg mit Behinderungen und chronischen Krankheiten

Das jährliche Seminar findet vom 16. bis 19. August 2016 in Köln statt. Es richtet sich an Studierende sowie Hochschulabsolvent_innen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten. Die Teilnehmenden erhalten ein persönliches Feedback zu den von ihnen eingereichten Bewerbungsmappen wie auch zu den simulierten Bewerbungsgesprächen. Ergänzend zu den Informationen zu den Bewerbungsverfahren informieren Vertreter_innen der Bundesagentur für Arbeit über Unterstützungsmöglichkeiten bei Arbeitssuche und Jobeinstieg.

Aus Hochschulen und Studentenwerken

DoBuS erhält internationale Auszeichnung

DoBuS, der Bereich „Behinderung und Studium“ an der TU Dortmund, ist am 10. Februar in Wien mit dem „Zero Award“ ausgezeichnet worden. Die TU Dortmund ist eine von weltweit drei Universitäten, die für ihre Inklusionsorientierung geehrt wurden. Das Zero Project versteht sich als eine Plattform, die international innovative und effektive Lösungen findet, um Barrieren zu beseitigen, die beeinträchtigte Menschen behindern.

Universität Bremen: Projekt LOB – Leitfaden für Lehrende ergänzt Aufkleber- und Plakataktion

Mit dem Projekt „LOB – Lernen ohne Barrieren“ wollen die Interessengemeinschaft Handicap und die Kontakt- und Informationsstelle für Studierende mit Behinderung oder chronischer Krankheit (KIS) für die Berücksichtigung der Bedarfen von beeinträchtigten Studierenden in der Lehre werben. Das Projekt startete mit großformatigen Aufklebern und einer Plakataktion. Es wurde nun durch einen Leitfaden für Lehrende ergänzt.

Universität Kassel: Ausgezeichneter Service für blinde und sehbehinderte Studierende

Die „Servicestelle barrierefreie Lehrmaterialien“ der Universität Kassel wurde vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration 2015 in den Inklusionsatlas aufgenommen. Darüber berichtet das Hochschulmagazin publik in seiner letzten Ausgabe. Die Servicestelle digitalisiert Lehrmaterialien für die Studierenden. Für Lehrende wurde ein „Leitfaden zur Erstellung barrierearmer Dokumente“ verfasst.

Für die Beratungspraxis

Auslaufende Studiengänge und Härtefälle

In seinem Beschluss vom 23. März 2015 stellt der Hessische Verwaltungsgerichtshof vom 23. März 2015 (Az. 9 A 1479/13.Z) klar, dass Studierende der auslaufenden Studiengänge keinen Anspruch auf Abschluss im alten Studiengang haben, wenn die Hochschule angemessene Auslauffristen vorgesehen hat. Die Hochschule sei nicht verpflichtet, bei ausreichend bemessenen Übergangsfristen eine zusätzliche Härtefallklausel vorzusehen. Geklagt hatte ein Student, der vor Fristablauf erkrankte und deshalb seinen letzten Leistungsnachweis nicht mehr rechtzeitig erbringen konnte.

Verschiedenes

Bericht über die IBS-Fachtagung „Barrierefreie Hochschullehre“

Dr. Jahn, einer der Workshopleiter auf der letzten IBS-Fachtagung, hat seinen Eindruck von der Tagung in dem Blog des Fortbildungszentrums Hochschullehre (FBZHL) an der Universität Erlangen-Nürnberg niedergeschrieben. Die Tagung fand am 4. und 5. November 2015 in Berlin statt.

Barrierefreie WC´s

Wer kennt sie nicht, die Frage: Wieviel kostet das eigentlich? Das bundesweite Projekt „Toiletten für alle“ hat die Kosten für ein barrierefreies WC zusammengestellt.

Umsatzsteuerbefreiung für Leistungen von Gebärdensprachdolmetscher_innen

Das Bundesfinanzministerium hat mit einem Schreiben an die Obersten Finanzbehörden der Länder klargestellt, dass u.a. die Leistungen der Gebärdensprachdolmetscher, die im Rahmen der Eingliederungshilfe nach § 54 SGB XII erbracht werden, von der Umsatzsteuer befreit sind.

Studium und Behinderung in den Medien

Neue Westfälische: Das Leben einer Studentin mit Behinderung an der Uni Bielefeld

Die Neue Westfälische begleitete eine Studentin der Medienwissenschaften, die auf den Rollstuhl angewiesen ist, einen Tag lang durch ihren Studienalltag an der Uni Bielefeld.

Kieler Nachrichten: Studieren ohne große Hürden

Schleswig-Holstein will beim Thema „Barrierefreie Hochschule“ eine Vorreiterrolle übernehmen. Dies ist einem Bericht der Kieler Nachrichten über eine Tagung zu inklusiver Hochschule zu entnehmen, die vom Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen gemeinsam mit dem schleswig-holsteinischen Wissenschaftsministerium durchgeführt wurde. Die Tagung fand am 24.2.2016 im Kieler Landtag statt.

Bayerische Staatszeitung: Studium mit Handicap

Einige der größten Barrieren befinden sich noch in den Köpfen. Dies ist das Fazit eines Beitrages in der Bayerischen Staatszeitung über die Situation Studierender mit Beeinträchtigungen an der LMU.

pflichtlektüre: Gehörlos an der Uni: Mit den Dolmetschern ins Seminar

Das Onlinemagazin der TU Dortmund berichtet über den Studienalltag einer gehörlosen Studentin der Rehabilitationspädagogik.

Termine

Fortbildung Barrierefreies Bauen

Termin: 10. März 2016
Ort: Würzburg
Zielgruppe: Beauftragte für Studierende mit Behinderungen und Schwerbehindertenvertretungen der bayerischen Hochschulen und Universitäten
Veranstalter: KIS der Universität Würzburg, die Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, die Hauptschwerbehindertenvertretung des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst

Der Architekt Armin Kraus aus Gemünden a. Main informiert über die gesetzlichen Grundlagen der Barrierefreiheit, die DIN 18040 und ihre Anwendung im Hochschulbereich und präsentiert Lösungsbeispiele für den Abbau von Barrieren in öffentlich zugänglichen Gebäuden. Anmeldeschluss ist der 29. Februar 2016!

  • Infos und Anmeldung: kis@uni-wuerzburg.de

Seminar: Psychische Erkrankungen bei Studierenden – wie erkenne ich sie und wie gehe ich damit um?

Termin: 22. März 2016
Ort: Würzburg
Zielgruppe: Lehrende, Verwaltungsmitarbeiter_innen
Veranstalter: KIS der Universität Würzburg

Das Tagesseminar vermittelt in einem ersten Teil Grundkenntnisse über die wichtigsten psychischen Erkrankungen, ihre Hintergründe und Erscheinungsformen. In einem zweiten Teil wird ein Konzept für ein strukturiertes Gespräch mit psychisch erkrankten Studierenden vorgestellt und an Praxisbeispielen vertieft.

  • Infos und Anmeldung: kis@uni-wuerzburg.de

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Studentenwerk / IBS : Tipps und Informationen Nr. 1 / 2016

 

Aus Hochschulen und Studentenwerken

Universität Kiel veröffentlicht Aktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) hat sich einen umfassenden Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention gegeben. Der Aktionsplan benennt in sieben Handlungsfeldern – Informationspolitik, Studienbedingungen, Lehre, Forschung, Campus, Webauftritt sowie Beschäftigte – Bedarfe der CAU sowie zugehörige Ziele und Maßnahmen. Der Aktionsplan wurde von der IBS beratend begleitet.

Hochschule Landshut startet Studiengang Gebärdensprachdolmetschen

Der Bachelor-Studiengang Gebärdensprachdolmetschen an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut wurde gemeinsam mit den Verbänden der gehörlosen Menschen und der Berufsvertretung der Gebärdensprachdolmetscher erarbeitet. Der Studiengang ist zum Wintersemester 2015/2016 an der Fakultät für Soziale Arbeit mit 20 Studierenden in der ersten Phase gestartet.

Für die Beratungspraxis

Vergütung von Gebärdensprachdolmetschern – Kommentar Reharecht

Immer wieder gibt es Streit um die Vergütungshöhe von Gebärdensprachdolmetscherleistungen im Rahmen der Arbeits- bzw. Studienassistenz. Das Verwaltungsgericht (VG) Mainz stärkte nun die Position einer hör- und sprachbeeinträchtigten Klägerin mit einem Urteil vom 07.05.2015, Az.: 1 K 716/14 MZ. Das Gericht hatte sich mit der Frage befasst, ob ein Gebärdensprachdolmetscher, der seine Tätigkeit im Rahmen einer (Arbeits-)Assistenz erbringt, nach dem Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz (JVEG) zu entlohnen oder ein geringerer Stundensatz angemessen sei. Das Gericht kam zu der Entscheidung, dass sich die Höhe der Vergütung aus § 17 Abs. 2 S. 2 Sozialgesetzbuch I (SGB I)  i.V.m. § 19 Abs. 2 S. 4 SGB X analog ergibt und sich die Kostenübernahme nach § 9 JVEG richtet. Der aktuelle Stundensatz liegt derzeit bei 75,- Euro/Stunde. Dies sei „wirtschaftlich verhältnismäßig, da sich die Tätigkeit des Gebärdensprachdolmetschers deutlich von der eines Übersetzers unterscheide, ein höheres Maß an Auslegung erfordere und insbesondere das simultane Dolmetschen erhöhten Anforderungen unterliege.“

Konsekutive Masterstudiengänge gehören zur Erstausbildung

Ein Urteil des Bundesfinanzhofs stellt fest: „Ein Masterstudium ist jedenfalls dann Teil einer einheitlichen Erstausbildung, wenn es zeitlich und inhaltlich auf den vorangegangenen Bachelorstudiengang abgestimmt ist und das – von den Eltern und dem Kind – bestimmte Berufsziel erst darüber erreicht werden kann (entgegen BMF-Schreiben vom 7. Dezember 2011 IV C 4-S 2282/07/0001-01, BStBl I 2011, 1243).“ Das Urteil kann als Argumentationshilfe z.B. gegenüber den Trägern der Eingliederungshilfe nützlich sein.

Aus den Bundesländern

Hochschulgesetz Hessen novelliert

Das Hessische Hochschulgesetz wurde novelliert. Änderungsvorschläge des Deutschen Studentenwerks hinsichtlich des Amtes der Beauftragten für Studierende mit Behinderungen und chronischen Krankheiten sowie angemessener Vorkehrungen wurden nicht übernommen. In Hessen ist das Amt des / der Beauftragten in einem Erlass des HMWK vom 14. Juni 2010 geregelt.

Hochschulgesetz Niedersachsen novelliert

Nach der Novelle enthält das Niedersächsische Hochschulgesetzt nun einen Passus zum Amt der/des Beauftragten für die Studierenden mit Behinderungen und chronischen Krankheit: „Zur Wahrnehmung der Belange von Studierenden mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen bestellt die Hochschule eine Beauftragte oder einen Beauftragten; das Nähere regelt die Grundordnung“. Weitergehende Vorschläge des Deutschen Studentenwerks wurden nicht übernommen.

Rheinland-Pfalz schreibt Aktionsplan fort

Rheinland-Pfalz hat als erstes Bundesland den Landesaktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention fortgeschrieben. Hinsichtlich der Hochschulbildung bleibt es bei den übergeordneten Themen verbesserte Rechtsstellung, Information durch die Studierendenwerke, Hilfsangebote und Baumaßnahmen der Studierendenwerke. Die konkreten Maßnahmen unter Hilfsangeboten setzen in der neuen Version einen Schwerpunkt auf nichtsichtbare Behinderungen.

Aus Politik und Verwaltung

Wissenschaftszeitvertragsgesetz geändert

Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz wurde geändert und u.a. ergänzt um eine Passage, die eine zweijährige Verlängerung der Befristungsmöglichkeit für Menschen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen vorsieht.

Aus Verbänden und Institutionen

DAAD sucht Korrespondent_innen im Ausland

Im November 2015 starteten der DAAD und das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Kampagne „studieren weltweit – Erlebe es!“. Via Social-Media berichten Studierende von Studium und Alltag im Ausland. Interessierte erhalten so Einblick in das Studierendenleben auf der ganzen Welt sowie in die Vorzüge eines Auslandsaufenthalts. Der DAAD sucht stets nach neuen Korrespondentinnen und Korrespondenten – auch unter Studierenden mit Behinderung/chronischer Erkrankung, die über ihre Erfahrungen berichten.

Publikationen

Berufs- und Studienorientierung inklusiv gestalten

Der Leitfaden will Wege aufzeigen, wie der individuelle Übergang von Jugendlichen mit Behinderungen von der Schule in den Beruf oder in ein Studium erfolgreich gestaltet werden kann. Eine inklusive Berufs- und Studienorientierung ist dafür wichtige Voraussetzung.

Stipendien und Praktika

Studienplatz Dienstleistungs- und Verbandsmanagement

Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. bietet gemeinsam mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart ab 1. Oktober 2016 einen Studienplatz im praxisintegrierten Studiengang BWL-Dienstleistungsmanagement – Non-Profit-Organisationen, Verbände und Stiftungen an. Das Angebot umfasst eine Ausbildungsvergütung, die Vermittlung einer barrierefreien Personalwohnung bei Bedarf sowie ein einmonatiges Praktikum im Vorfeld des Studiums.

Studium und Behinderung in den Medien

Marina Fraas studiert statt in der Werkstatt zu arbeiten

Nach einem Schlaganfall wurde ihr empfohlen, in eine Werkstatt für behinderte Menschen zu gehen. Marina Fraas hat sich dennoch für ein Studium in Dresden entschieden.

Termine

Fortbildung: Raus aus der Schule, rein in Ausbildung – Studium – Beruf!

Termin: 20. Februar 2016
Ort: Marburg
Zielgruppe: sehbehinderte und blinde Schülerinnen und Schüler aus Abschlussklassen, Eltern und Angehörige, Ehren- und Hauptamtliche in der Beratung und alle Interessierten
Veranstalter: Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. (blista)

Vermittelt werden Grundlagen rechtlichen Handelns im Sozial- und Verwaltungsrecht. Darüber wird sich die Fortbildung mit Hürden auf dem Weg der Antragstellung befassen. Anmeldeschluss ist der 29. Januar 2016

Workshop: Erstellung barrierefreier Dokumente für Studium und Beruf

Termin: 15. und 16. April 2016
Ort: Hamburg
Veranstalter: Universität Hamburg

Der Workshop soll drei Aspekte fokussieren: Was sollten und können Kurse wie z. B. „Erstellung von barrierefreien Vorlesungsmaterialien“ für Einsteiger_innen leisten? Wie sind sie zu konzipieren? Welche Erfahrungen gibt es? Es können Beiträge für Kurzvorträge oder Praxisworkshops eingereicht werden.

Orientierungsveranstaltung

Termin: 2. bis 4. Mai 2016
Ort: Karlsruhe
Zielgruppe: für Studieninteressierte bundesweit unabhängig davon, ob Karlsruhe voraussichtlicher Studienort ist
Veranstalter: Karlsruher Institut für Technologie Studienzentrum für Sehgeschädigte (SZS)

Experten des Studentenwerks und des Integrationsamtes, Orientierungs- & Mobilitätstrainer, Juristen und Sehgeschädigte aus höheren Semestern referieren zum Thema Studium und Behinderung.

BHSA-Tagung: Mit Lust und Laune ins Studium und Berufsleben

Termin: 27. bis 29. Mai 2016
Ort: Münster
Veranstalter: Bundesarbeitsgemeinschaft Hörbehinderter Studenten und Absolventen e.V. (BHSA)

Die Tagung befasst sich mit der Frage, wie Studium, Berufsleben und Hörbehinderung gut zusammenzubringen sind. Anmeldeschluss ist der 24. März 2016.

BHSA-Kombiseminar 2016

Termin: 10.-12. Juni 2016
Ort: Mainz
Zielgruppe: Studieninteressierte und Studierende mit Hörbehinderung
Veranstalter: Bundesarbeitsgemeinschaft Hörbehinderter Studenten und Absolventen e.V. (BHSA)

Bei dieser Veranstaltung handelt es sich um zwei parallele Seminare zum Studium sowie zum Übergang in den Beruf. Das erste Seminar beschäftigt sich mit Nachteilsausgleichen, Finanzierung und Kommunikationsstrategien im Studium. Im zweiten geht es um Karrierewege und Bewerbung mit Hörbehinderung. Der Anmeldeschluss ist der 24. März 2016.

26.01.2016

Tipps und Informationen Nr. 1 / 2016

 Deutsches StudentenwerkInformations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)


26. Januar 2016

(Sie können die Tipps und Informationen auch auf unseren Webseiten lesen: Tipps und Informationen 1/2016)

Aus Hochschulen und Studentenwerken

Universität Kiel veröffentlicht Aktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) hat sich einen umfassenden Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention gegeben. Der Aktionsplan benennt in sieben Handlungsfeldern – Informationspolitik, Studienbedingungen, Lehre, Forschung, Campus, Webauftritt sowie Beschäftigte – Bedarfe der CAU sowie zugehörige Ziele und Maßnahmen. Der Aktionsplan wurde von der IBS beratend begleitet.

Hochschule Landshut startet Studiengang Gebärdensprachdolmetschen

Der Bachelor-Studiengang Gebärdensprachdolmetschen an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut wurde gemeinsam mit den Verbänden der gehörlosen Menschen und der Berufsvertretung der Gebärdensprachdolmetscher erarbeitet. Der Studiengang ist zum Wintersemester 2015/2016 an der Fakultät für Soziale Arbeit mit 20 Studierenden in der ersten Phase gestartet.

Für die Beratungspraxis

Vergütung von Gebärdensprachdolmetschern – Kommentar Reharecht

Immer wieder gibt es Streit um die Vergütungshöhe von Gebärdensprachdolmetscherleistungen im Rahmen der Arbeits- bzw. Studienassistenz. Das Verwaltungsgericht (VG) Mainz stärkte nun die Position einer hör- und sprachbeeinträchtigten Klägerin mit einem Urteil vom 07.05.2015, Az.: 1 K 716/14 MZ. Das Gericht hatte sich mit der Frage befasst, ob ein Gebärdensprachdolmetscher, der seine Tätigkeit im Rahmen einer (Arbeits-)Assistenz erbringt, nach dem Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz (JVEG) zu entlohnen oder ein geringerer Stundensatz angemessen sei. Das Gericht kam zu der Entscheidung, dass sich die Höhe der Vergütung aus § 17 Abs. 2 S. 2 Sozialgesetzbuch I (SGB I)  i.V.m. § 19 Abs. 2 S. 4 SGB X analog ergibt und sich die Kostenübernahme nach § 9 JVEG richtet. Der aktuelle Stundensatz liegt derzeit bei 75,- Euro/Stunde. Dies sei „wirtschaftlich verhältnismäßig, da sich die Tätigkeit des Gebärdensprachdolmetschers deutlich von der eines Übersetzers unterscheide, ein höheres Maß an Auslegung erfordere und insbesondere das simultane Dolmetschen erhöhten Anforderungen unterliege.“

Konsekutive Masterstudiengänge gehören zur Erstausbildung

Ein Urteil des Bundesfinanzhofs stellt fest: „Ein Masterstudium ist jedenfalls dann Teil einer einheitlichen Erstausbildung, wenn es zeitlich und inhaltlich auf den vorangegangenen Bachelorstudiengang abgestimmt ist und das – von den Eltern und dem Kind – bestimmte Berufsziel erst darüber erreicht werden kann (entgegen BMF-Schreiben vom 7. Dezember 2011 IV C 4-S 2282/07/0001-01, BStBl I 2011, 1243).“ Das Urteil kann als Argumentationshilfe z.B. gegenüber den Trägern der Eingliederungshilfe nützlich sein.

Aus den Bundesländern

Hochschulgesetz Hessen novelliert

Das Hessische Hochschulgesetz wurde novelliert. Änderungsvorschläge des Deutschen Studentenwerks hinsichtlich des Amtes der Beauftragten für Studierende mit Behinderungen und chronischen Krankheiten sowie angemessener Vorkehrungen wurden nicht übernommen. In Hessen ist das Amt des / der Beauftragten in einem Erlass des HMWK vom 14. Juni 2010 geregelt.

Hochschulgesetz Niedersachsen novelliert

Nach der Novelle enthält das Niedersächsische Hochschulgesetzt nun einen Passus zum Amt der/des Beauftragten für die Studierenden mit Behinderungen und chronischen Krankheit: „Zur Wahrnehmung der Belange von Studierenden mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen bestellt die Hochschule eine Beauftragte oder einen Beauftragten; das Nähere regelt die Grundordnung“. Weitergehende Vorschläge des Deutschen Studentenwerks wurden nicht übernommen.

Rheinland-Pfalz schreibt Aktionsplan fort

Rheinland-Pfalz hat als erstes Bundesland den Landesaktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention fortgeschrieben. Hinsichtlich der Hochschulbildung bleibt es bei den übergeordneten Themen verbesserte Rechtsstellung, Information durch die Studierendenwerke, Hilfsangebote und Baumaßnahmen der Studierendenwerke. Die konkreten Maßnahmen unter Hilfsangeboten setzen in der neuen Version einen Schwerpunkt auf nichtsichtbare Behinderungen.

Aus Politik und Verwaltung

Wissenschaftszeitvertragsgesetz geändert

Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz wurde geändert und u.a. ergänzt um eine Passage, die eine zweijährige Verlängerung der Befristungsmöglichkeit für Menschen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen vorsieht.

Aus Verbänden und Institutionen

DAAD sucht Korrespondent_innen im Ausland

Im November 2015 starteten der DAAD und das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Kampagne „studieren weltweit – Erlebe es!“. Via Social-Media berichten Studierende von Studium und Alltag im Ausland. Interessierte erhalten so Einblick in das Studierendenleben auf der ganzen Welt sowie in die Vorzüge eines Auslandsaufenthalts. Der DAAD sucht stets nach neuen Korrespondentinnen und Korrespondenten – auch unter Studierenden mit Behinderung/chronischer Erkrankung, die über ihre Erfahrungen berichten.

Publikationen

Berufs- und Studienorientierung inklusiv gestalten

Der Leitfaden will Wege aufzeigen, wie der individuelle Übergang von Jugendlichen mit Behinderungen von der Schule in den Beruf oder in ein Studium erfolgreich gestaltet werden kann. Eine inklusive Berufs- und Studienorientierung ist dafür wichtige Voraussetzung.

Stipendien und Praktika

Studienplatz Dienstleistungs- und Verbandsmanagement

Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. bietet gemeinsam mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart ab 1. Oktober 2016 einen Studienplatz im praxisintegrierten Studiengang BWL-Dienstleistungsmanagement – Non-Profit- Organisationen, Verbände und Stiftungen an. Das Angebot umfasst eine Ausbildungsvergütung, die Vermittlung einer barrierefreien Personalwohnung bei Bedarf sowie ein einmonatiges Praktikum im Vorfeld des Studiums.

Termine

Fortbildung: Raus aus der Schule, rein in Ausbildung – Studium – Beruf!

Termin: 20. Februar 2016
Ort: Marburg
Zielgruppe: sehbehinderte und blinde Schülerinnen und Schüler aus Abschlussklassen, Eltern und Angehörige, Ehren- und Hauptamtliche in der Beratung und alle Interessierten
Veranstalter: Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. (blista)

Vermittelt werden Grundlagen rechtlichen Handelns im Sozial- und Verwaltungsrecht. Darüber wird sich die Fortbildung mit Hürden auf dem Weg der Antragstellung befassen. Anmeldeschluss ist der 29. Januar 2016

Workshop: Erstellung barrierefreier Dokumente für Studium und Beruf

Termin: 15. und 16. April 2016
Ort: Hamburg
Veranstalter: Universität Hamburg

Der Workshop soll drei Aspekte fokussieren: Was sollten und können Kurse wie z. B. „Erstellung von barrierefreien Vorlesungsmaterialien“ für Einsteiger_innen leisten? Wie sind sie zu konzipieren? Welche Erfahrungen gibt es? Es können Beiträge für Kurzvorträge oder Praxisworkshops eingereicht werden.

  • Weitere Informationen: sven.degenhardt@uni- hamburg.de

Orientierungsveranstaltung

Termin: 2. bis 4. Mai 2016
Ort: Karlsruhe
Zielgruppe: für Studieninteressierte bundesweit unabhängig davon, ob Karlsruhe voraussichtlicher Studienort ist
Veranstalter: Karlsruher Institut für Technologie Studienzentrum für Sehgeschädigte (SZS)

Experten des Studentenwerks und des Integrationsamtes, Orientierungs- & Mobilitätstrainer, Juristen und Sehgeschädigte aus höheren Semestern referieren zum Thema Studium und Behinderung.

BHSA- Tagung: Mit Lust und Laune ins Studium und Berufsleben

Termin: 27. bis 29. Mai 2016
Ort: Münster
Veranstalter: Bundesarbeitsgemeinschaft Hörbehinderter Studenten und Absolventen e.V. (BHSA)

Die Tagung befasst sich mit der Frage, wie Studium, Berufsleben und Hörbehinderung gut zusammenzubringen sind. Anmeldeschluss ist der 24. März 2016.

BHSA-Kombiseminar 2016

Termin: 10.-12. Juni 2016
Ort: Mainz
Zielgruppe: Studieninteressierte und Studierende mit Hörbehinderung
Veranstalter: Bundesarbeitsgemeinschaft Hörbehinderter Studenten und Absolventen e.V. (BHSA)

Bei dieser Veranstaltung handelt es sich um zwei parallele Seminare zum Studium sowie zum Übergang in den Beruf. Das erste Seminar beschäftigt sich mit Nachteilsausgleichen, Finanzierung und Kommunikationsstrategien im Studium. Im zweiten geht es um Karrierewege und Bewerbung mit Hörbehinderung. Der Anmeldeschluss ist der 24. März 2016.

Ihr Team der IBS

Deutsches Studentenwerk
Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)
Monbijouplatz 11
10178 Berlin

Tel.: 030 / 29 77 27 -64
Fax: 030 / 29 77 27 -69
E-Mail: studium-behinderung@studentenwerke.de
www.studentenwerke.de/behinderung

Bitte schicken Sie eine E-Mail an studium- behinderung@studentenwerke.de, wenn Sie den Newsletter der Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) abbestellen möchten.

Newsletter-Infos der Bundesarbeitsgemeinschaft Hörbehinderter Studenten und Absolventen e.V.

Liebe Freunde der BHSA,

nun geht das das Jahr mit schnellen Schritten seinem Ende zu. In 2015 haben wir vieles erreicht, in 2016 haben wir uns einiges vorgenommen. Ich lade Sie herzlich zu unseren beiden Veranstaltungen ein, zur BHSA-Tagung und zum BHSA-Kombiseminar.

Bevor die Newsletter-Infos kommen: Wir wünschen Ihnen ein frohes besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Start ins Neue Jahr!

BHSA-Tagung vom 27.-29. Mai 2016 in Münster – mit 30-jähriger Jubiläumsfeier

Lust, gute Laune, Studium, Berufsleben und Hörbehinderung? Passt das überhaupt zusammen? Wir erleben unseren Studiums- und Berufsalltag oft als kommunikativ sehr anstrengend, zumal ggf. noch hörende LebenspartnerInnen dazukommen. Dies haben wir auf unserer letzten Tagung festgestellt, bei der wir das Thema „ Prävention von Hörstress, Mobbing und Burnout in Studium und Beruf“ mit 22 Teilnehmern behandelt haben.

Wir laden Euch herzlich ein, mit uns herauszufinden, ob Lust und Laune tatsächlich in Einklang stehen können mit der Hörbehinderung.

Anmeldeschluss ist der 24. März 2016, auch für Tageskarten.

Weitere Informationen und Anmeldung auf:
http://www.bhsa.de/veranstaltungen/bhsa-tagung-2016-mit-lust-und-laune-ins-studium-und-berufsleben/

BHSA-Kombiseminar vom 10.-12. Juni 2016 in Mainz
BHSA-Einführungsseminar und Seminar für den Berufseinstieg

Bald Studienbeginn? Oder überlegst Du noch?
Unser Einführungsseminar für Studieninteressierte und Studienanfänger/innen mit Hörbehinderung unterstützt Sie in Ihrer Entscheidung zum Studium und klärt alle Ihre Fragen zum Studium!

Studium fertig? Bewerben, aber wie?
Unser Berufseinstieg für Schwerhörige und Gehörlose im höheren Semestern und frischgebackene Absolventen, für Beratende und für Arbeitssuchende mit Hörbehinderung klärt alle Ihre Fragen zum Einstieg in das Berufsleben.

Anmeldeschluss ist der 07. April 2016, auch für Tageskarten.

Weitere Informationen und Anmeldung auf:
http://www.bhsa.de/veranstaltungen/willkommen-zum-bhsa-kombiseminar-2016/

Studienplatz Duales Studium

Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. bietet einen Dualen Studienplatz an zusammen mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart, ab 1. Oktober 2016 im Studiengang „BWL-Dienstleistungsmanagement – Non-Profit-Organisationen, Verbände und Stiftungen“.
Weitere Informationen siehe Anhang.

Beruf

Aktionsbündnis „Jobs für Menschen mit Behinderung“
Quelle: MyHandicap

Menschen mit Behinderung haben es nach wie vor oft schwer, einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt zu finden. Sie konnten trotz einigen Verbesserungen in den vergangenen Jahren nicht so stark vom Aufschwung des Arbeitsmarktes profitieren. Daher haben wir im September diesen Jahres das Aktionsbündnis „Jobs für Menschen mit Behinderung“ gestartet. Dieses Bündnis soll einen Beitrag leisten, die Arbeitsmarktchancen von Menschen mit Behinderung zu verbessern. Nachdem zum Start die BILD eine Woche lang Beispiele gelungener Arbeitsinklusion zeigte, hatten wir Anfang Dezember ProsiebenSat1 als Medienpartner gewinnen können. Am Tag der Menschen mit Behinderung war unser Gründer Joachim Schoss imFrühstücksfernsehen.

Weitere Informationen zum Aktionsbündnis:
https://www.myhandicap.de/index.php?id=6696&rid=f_5859416&mid=1783&aC=82bf2fe1&jumpurl=2

Jobbörse
Quelle: MyHandicap

Unsere Jobbörse ist in den letzten Wochen um viele attraktive Stellengesuche von Menschen mit Behinderung angewachsen. Auch Arbeitgeber haben die Börse intensiv genutzt, um Stellenausschreibungen zu platzieren oder um Jobsuchende zu kontaktieren.

Ein Besuch lohnt sich für Arbeitgeber und Stellensuchende unbedingt!
https://www.myhandicap.de/index.php?id=6696&rid=f_5859416&mid=1783&aC=82bf2fe1&jumpurl=4

Umfragen

Gespräch Knochenleitungsimplantat BAHA

(Bis 30 Dezember 2015)

Sehr geehrte Damen und Herren,
mit dieser E-Mail möchte ich mich zunächst kurz vorstellen. Mein Name ist Elke Kuhn und ich bin Mitarbeiterin bei TforG in Antwerpen, Belgien. Wir sind ein unabhängiges Beratungsunternehmen, das sich auf Untersuchungen und Recherchen im medizinischen Bereich spezialisiert hat. Für weitere Informationen besuchen Sie einfach unsere Internet-Seite: www.tforg.com<http://www.tforg.com>.
Wir organisieren zur Zeit telefonische Interviews zum Thema ‚Patienten mit ein Knochenleitungsimplantat BAHA: Trends, Entscheidung, Vorteile/Nachteile‘. Für diese Studie such ich Patienten mit ein BAHA-Implantat.

Das Gespräch dauert ungefähr 25 Minuten und wird Honoriert mit 100€.
(Bis 30 Dezember 2015)

Ihre Meinung ist für uns sehr wertvoll! Selbstverständlich ist die Umfrage absolut anonym, und werden die Daten vertraulich behandelt. Ich würde mich sehr über eine Antwort von Ihnen freuen. Wenn Sie also interessiert sind, oder Sie kennen jemand mit ein BAHA Implantat, schicken Sie mir bitte eine kurze Bestätigung als Antwort auf diese E-Mail. Wenn dieser Person dan mit teil nehmt, geben wir Sie gerne als Dankeschon 50€. Können Sie sich auch melden, wenn Sie keine Zeit haben,
bitte?
Für weitere Fragen oder Anmerkungen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht mich zu kontaktieren.
Mit freundlichen Grüßen,
Elke Kuhn
Market Analyst

Weitere Informationen: www.tforg.com<http://www.tforg.com>

Lichtsignale im Auto

Sophie Schneider ist Schülerin des 12. Jahrgangs der IGS Peine. Im Rahmen ihres Seminarfachs arbeitet sie an einem neuen Produkt, das eventuell vermarktet werden könnte. Es handelt sich dabei um ein Lichtsignal im Auto, das akustische Signale wie Hupen/Sirenen für Hörgeschädigte „übersetzt“ und sie warnt. Für das Projekt ist eine Marktanalyse nötig. Hierfür hat Sophie eine kurze Umfrage ausgearbeitet:

http://www.taubenschlag.de/meldung/10517

Barrierefreies Bauen

DIN-Norm: Hörsamkeit in Räumen

Um die Förderung guter Sprachkommunikation geht es in der DIN 18041 „Hörsamkeit in Räumen – Anforderungen, Empfehlungen und Hinweise für die Planung“. Sie liegt seit September diesen Jahres als Entwurf vor.

Politik

Deutsche Übersetzung zur Staatenprüfung im Internet
Quelle: kobinet-nachrichten

Die deutsche Übersetzung der „Abschließenden Bemerkungen über den ersten Staatenbericht Deutschlands“ zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention des Ausschusses der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen wurde mittlerweile auf der Internetseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales eingestellt. Hans-Günter Heiden, der die BRK-Allianz koordiniert hat, empfiehlt die Bemerkungen als äußerst lesenswert, denn sie zeigten auf, was Deutschland noch alles für die Sicherstellung der Menschenrechte behinderter Menschen zu tun habe.

http://feedproxy.google.com/~r/Kobinet-nachrichten/~3/_CbI2sr6lQ4/32495

Deutscher Bundestag überträgt Plenardebatten in Gebärdensprache*
Quelle: Bundestag

VerbaVoice übersetzt per LiveStream die Plenardebatten in Gebärdensprache und Untertiteln.

http://www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2015/pm_1509235/388774

Telefonieren

Tess präsentiert eine eigene App für iOS und Android.
Die Tess-App gibt es für Apple- und Android-Betriebssysteme. Die App ist kostenlos. Sie können mit der Tess-App unsere Relay-Dienste mit Smartphone und Tablet nutzen.

Sie finden die App im Google Play Store und im App Store unter dem Namen Tess – Relay-Dienste (Google Play Store: Kategorie Kommunikation, App Store: Kategorie Soziale Netze)

Weitere Infos und zum Film in DGS:
http://www.tess-relay-dienste.de/faq/02-technik/tess-mit-smartphone-und-tablet-pc-nutzen
Frohe Festtage wünscht BHSA e.V.!

Mit freundlichen Grüßen

Karin Müller Schmied
—-
Geschäftsführendes Bundesvorstandsmitglied
– Geschäftsstelle und Öffentlichkeitsarbeit –
Bundesarbeitsgemeinschaft Hörbehinderter Studenten und Absolventen e.V.
c/o Karin Müller Schmied
Ihringshäuser Str. 10
34125 Kassel

Fax: 032 22/685 936 5
Fax: 0911/308 44 99 99 7 (techn. Büroservice Call-Manager.de)
info@bhsa.de
pr@bhsa.de

www.bhsa.de
Facebook: www.facebook.com/bhsaev
Twitter: www.twitter.com/bhsaev
Forum: www.bhsa.de/forum

BHSA ist eine Selbsthilfegruppe hörbehinderter Menschen im Studium und anschließendem Berufsleben. Ihr Ziel ist es, die Bedingungen für Hörgeschädigte in den Hochschulen und im Berufsleben zu verbessern.
Spenden an die BHSA sind steuerlich abzugsfähig.
Bankverbindung: BHSA e.V., IBAN: DE77 4306 0967 4061 5974 00, BIC: GENODEM1GLS, GLS Gemeinschaftsbank Bochum

Tipps und Informationen Nr. 11 / 2015

 

 Deutsches StudentenwerkInformations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)


1. Dezember 2015

(Sie können die Tipps und Informationen auch auf unseren Webseiten lesen: Tipps und Informationen 11/2015)

Aus der Arbeit der IBS und des DSW

Fachtagung „Barrierefreie Hochschullehre“: Dokumentation online

Am 4. und 5. November fand die diesjährige Fachtagung der Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) des Deutschen Studentenwerks statt. Im Plenum und in Workshops diskutierten 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über das Thema „Barrierefreie Hochschullehre“. Die Beiträge der ReferentInnen und die Präsentationen der WorkshopleiterInnen können nun von den Webseiten der IBS heruntergeladen werden.

IBS-Qualifizierungsseminar: Nachteilsausgleiche im Studium

Am 21. und 22. Januar 2016 bietet die IBS ein Qualifizierungsseminar zum Thema „Nachteilsausgleichsregelungen für das Studium“ in Essen an. Das Seminar richtet sich an BeraterInnen und Beauftragte für Studierende mit Behinderungen und chronischen Krankheiten in Hochschulen und Studentenwerken. Es will einen Überblick über die rechtlichen Grundlagen vermitteln sowie die Voraussetzungen, Maßnahmen und Verfahren des Nachteilsausgleichs bei Zugang, Zulassung und im Studium vorstellen.

Zum Vormerken: Termin der IBS-Fachtagung 2016 steht fest

Die nächste Jahrestagung der IBS ist für den 25. und 26. Oktober 2016 in Berlin geplant. Die Fachtagung 2016 findet zum Thema „Diversity und Behinderung“ statt.

Aus Hochschulen und Studentenwerken

Studentenwerk Marburg: Teilhabebericht der Stadt zu Wohnen für behinderte Studierende

Der Teilhabebericht der Stadt Marburg würdigt das Konrad-Biesalski-Haus des Studentenwerks Marburg als ein Positivbeispiel für gelebte Inklusion. Gleichzeitig regt er bauliche Veränderungen im Studentendorf und mehr barrierefreien Wohnraum für Studierende mit Behinderungen im Zentrum der Stadt an.

Uni Freiburg: Studierende kritisieren fehlende Barrierefreiheit der neuen Universitätsbibliothek

Gerade wurde die neue Universitätsbibliothek in Freiburg eingeweiht. Trotz ihres Labels „barrierefreie Universitätsbibliothek“ gäbe es noch etlichen Barrieren. Darauf machte der Studierendenrat in einer Pressemitteilung aufmerksam.

Uni Würzburg: Tutoren- und Mentorenschulung

An der Universität Würzburg können sich TutorInnen und MentorInnen zum Thema Studieren mit Behinderung weiterbilden. Die Aufbauschulung führt allgemein in das Thema ein und widmet sich dann den Themen Nachteilsausgleiche und Studieren mit psychischen Beeinträchtigungen. Angeboten wird die Weiterbildung von KIS – Kontakt- und Informationsstelle für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung der Universität Würzburg.

Für die Beratungspraxis

DIN-Norm: Hörsamkeit in Räumen

Um die Förderung guter Sprachkommunikation geht es in der DIN 18041 „Hörsamkeit in Räumen – Anforderungen, Empfehlungen und Hinweise für die Planung“. Sie liegt seit September diesen Jahres als Entwurf vor.

Aus den Bundesländern

Netzwerk bayerischer Beauftragter und BeraterInnen fordert strukturelle Absicherung des Beauftragten-Amtes

Die Beauftragten erfüllen in ihrem Amt vielfältige Aufgaben. Dafür bedarf es einer angemessenen Ausstattung sowie einer Absicherung von Mitwirkungsrechten. Das Netzwerktreffen der Beauftragten für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Universitäten fordert die Gleichstellung der Beauftragten für Studierende mit Behinderungen mit dem Amt der Frauenbeauftragten, die Zuordnung des Amtes an die Hochschulleitung sowie die angemessene Bereitstellung von Stellen und Sachmittel.

Schleswig-Holstein: Bericht „Inklusive Hochschule“

2014 führte die Fachhochschule Kiel eine Datenerhebung zum Ist-Zustand der Inklusion durch. Befragt wurden die Kanzler und Liegenschaftsabteilungen der staatlichen Hochschulen zu den Informations- und Beratungsangeboten, zu Nachteilsausgleichen sowie zur Barrierefreiheit von 90 Hochschulgebäuden. Das Fazit: In allen Bereichen gibt es großen Handlungsbedarf. Insbesondere im Altbaubestand ist die Barrierefreiheit noch völlig unzureichend. Es fehlen spezifische Beratungs- und Informationsangebote. Die Studie empfiehlt den Hochschulen die Entwicklung von Aktionsplänen zur Priorisierung von Maßnahmen für mehr Inklusion. In Auftrag gegeben wurde die Studie vom Ministerium für Bildung und Wissenschaft des Landes Schleswig-Holstein in Kooperation mit dem Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung.

Aus Politik und Verwaltung

Bundesregierung betont Rolle der Beauftragten in Hochschulen

In einer Großen Anfrage erkundigt sich die Fraktion Die Linke im Bundestag nach dem Stand der Umsetzung der UN-BRK. Die Bundesregierung betont in ihrer Antwort, dass den Beauftragten und Berater/innen für die Studierenden mit Behinderungen in den Hochschulen eine besondere Bedeutung zukomme. Sie würden die Hochschulen beim Abbau von Barrieren und der Gestaltung von angemessener Vorkehrungen unterstützen und seien zugleich Ansprechpartner für die Studierenden. Die Bundesländern könnten – so die Bundesregierung – durch entsprechende rechtliche Regelungen für angemessene Arbeitsbedingungen der Beauftragten (Mitwirkungsrechte, Ausstattung) sorgen.

Aus Verbänden und Institutionen

DVBS: Service-Angebote für barrierefreies Studieren

Der Deutsche Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e. V. (DVBS) erstellt, prüft und berät zu barrierefreien Dokumenten sowie barrierefreier Webgestaltung. Sehbehinderte und blinde Studierende unterstützt der DVBS mit seinem Textservice, bereitet Print- und Digitale Dokumente barrierefrei auf und berät die Studierenden zu Finanzierungsmöglichkeiten für den Textservice.

Publikationen

Buch „Inklusive Hochschule“ erschienen

Gerade ist der Sammelband zum Thema „Inklusive Hochschule“ erscheinen. Das Buch ist in Zusammenarbeit mit Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) des Deutschen Studentenwerks entstanden. Herausgeberin ist Prof. Uta Klein von der Christian-Albrechts-Universität Kiel. In insgesamt 14 Beiträgen beschäftigen sich die AutorInnen mit der aktuellen Situation von Hochschulmitgliedern mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen. Sie zeigen Denk- und Handlungsansätze zu Inklusion und Disability Mainstreaming in der Hochschule auf und machen auf Forschungslücken aufmerksam.

Stipendien und Praktika

Google vergibt Stipendium

Auch 2016 kann das Stipendium „Google Europe Scholarship for Students with Disabilities“ beantragt werden. Voraussetzung ist ein Studium der Informatik, Computertechnik oder ähnliches. Die Förderung beträgt 7000 Euro je Stipendiat oder Stipendiatin für das Studienjahr 2016/2017. Bewerbungsschluss ist der 31. Dezember 2015. Bewerbungen müssen in englischer Sprache verfasst sein.

Mentoring-Projekt für blinde und sehbehinderte Studierende

Im Mentoring-Projekt „TriTeam“ des Deutschen Vereins der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. (DVBS) unterstützen berufserfahrene Mentoren und Mentorinnen mit Sehbeeinträchtigung die Studierenden im Studienalltag und bereiten diese auch auf den Übergang in den Beruf vor. Blinde und sehbehinderte Studierende können sich noch bis zum 15. Dezember dafür bewerben.

Studium und Behinderung in den Medien

WAZ: Von Essen ins Ausland – auch mit Behinderung

Der Artikel berichtet u.a. über eine Studierende, die mit dem Programm „weltwärts alle inklusive!“ des Vereins bezev mehrere Monate in Ghana arbeitete. „bezev“ ermöglicht Menschen mit Behinderungen zwischen 18 und 28 Jahren im Rahmen des Freiwilligendienst-Programms „weltwärts“einen Auslandsaufenthalt in einem Projekt in Afrika, Lateinamerika oder Osteuropa.

SZ-Online: Ganz normal studieren

Die SZ ist auf dem Campus der TU Dresden unterwegs. Ihr Fazit: Nicht jede Behinderung ist sichtbar und chancengleiche Teilhabe muss finanziert sein. Der Artikel verweist auf die Diversity-Tage an der TU Dresden.

Termine

Seminar: Mal sehen was wirklich geht! – Low Vision und trotzdem: Tragfähige Perspektiven für Berufstätige und Studierende mit Sehbehinderung

Termin: 15. und 16. Januar 2016
Ort: Würzburg
Zielgruppe: sehbehinderte Studierende und Berufstätige
Veranstalter: Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. (DVBS) in Kooperation mit dem Berufsförderungswerk Würzburg

Im Seminar werden Lesefähigkeit und Vergrößerungsbedarf beurteilt. Auf dieser Basis können dann Sehhilfen erprobt werden. Zudem wird eine Peer-to-Peer-Beratung zu den Themen Behinderung, Studium und Beruf angeboten.

Film- und Vortragsreihe: Behinderung, Inklusion und ich?

Termin: WS 2015/16
Ort: Kassel
Zielgruppe: Interessierte mit und ohne Behinderungen
Veranstalter: Autonomes BehindertenReferat für Studierende mit Behinderung und chronischer Krankheit im AStA der Universität Kassel (ABeR) in Kooperation mit dem Koordinator für Studium und Behinderung

Im wöchentlichen Wechsel werden Filme gezeigt und thematisch passende Vorträge angeboten. Themen der Veranstaltungsreihe sind Behindertenrecht, Enhancement/ Selbstoptimierung, Sex & Assistenz, Theater und Teilhabe sowie Schule und Inklusion.

Ihr Team der IBS

Deutsches Studentenwerk
Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)
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Tel.: 030 / 29 77 27 -64
Fax: 030 / 29 77 27 -69
E-Mail: studium-behinderung@studentenwerke.de
www.studentenwerke.de/behinderung

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