Archiv der Kategorie: Newsletter

Tipps und Informationen Nr. 8 / 2017

 Deutsches StudentenwerkInformations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)


22. August 2017

(Sie können die Tipps und Informationen auch auf unseren Webseiten lesen: Tipps und Informationen 8/2017)

Aus der Arbeit der IBS und des DSW

Umfrage zur barrierefreien Umsetzung von Studienmaterialien

Ein großes Problem für sehbeeinträchtigte, blinde und z.B. auch für Studierende mit Legasthenie ist der Mangel an barrierefrei zugänglichen Fachbüchern, Artikeln, Präsentationen oder Klausuren. Für die barrierefreie Aufbereitung von Studienmaterialien bedarf es sog. Umsetzungsdienste. Im April 2017 führte die IBS eine Umfrage zu Umsetzungsdiensten an Hochschulen durch. Die Ergebnisse zeigen: Erst an wenigen Hochschulen gibt es dieses Serviceangebot. Die Folge: Studierende müssen die Umsetzung selbst organisieren und fehlende Barrierefreiheit durch individuellen Mehraufwand kompensieren.

Mit Postkarten sensibilisieren

Bei der IBS können Postkarten zum Thema „Studium und Behinderung“ kostenfrei bestellt werden. Die sechs Motive der Postkarten wurden von Studierenden für den 26. Plakatwettbewerb des DSW entworfen. Mit den Postkarten möchte die IBS alle im Bereich Studium und Behinderung Aktiven unterstützen, ihr Arbeitsumfeld für das Thema zu sensibilisieren. Da die Postkarten in einer hohen Auflage gedruckt wurden, können sie großzügig ausgelegt werden.

Für die Beratungspraxis

Urteil zu nicht angegebenem Vermögen bei ALG II-Bezug

Das Landessozialgericht NRW urteilte am 29.6.2017 (L 7 AS 395/16), dass sämtliche erhaltene Leistungen zurückzahlen sind, wenn in der Vergangenheit bei der Beantragung von ALG II-Leistungen ein Vermögen nicht angegeben wurde, das den Schonvermögensbetrag übersteigt. Die Rückforderungen sind nicht auf das Vermögen begrenzt, das über der Freibetragsgrenze liegt. Das Gericht begründet seine Entscheidung damit, dass das Arbeitslosengeld II nie rechtmäßig gewährt wurde, da wegen des Vermögens nie Hilfebedürftigkeit bestanden habe. Diese Entscheidung kann auch für Studierende mit Beeinträchtigung relevant sein. In der Beratungspraxis sind Ratsuchende auf die Folgen von Überschreitungen beim Schonvermögen hinzuweisen.

Aus Politik und Verwaltung

Antidiskriminierungsstelle veröffentlicht dritten Bericht „“Diskriminierung in Deutschland““

Welche Diskriminierungserfahrungen machen Studierende mit Behinderungen? Auskunft gibt der dritte Bericht der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS). Im Hochschulbereich betrafen die Berichte über Benachteiligungen wegen einer Behinderung vor allem fehlende angemessene Vorkehrungen bzw. die Verweigerung eines Nachteilsausgleichs (S. 153). Studierende mit Behinderungen verwiesen auch auf Schwierigkeiten bei der Finanzierung behinderungsbedingter Mehrbedarfe (siehe bereits ADS 2013, S. 327 f.) und bei der Barrierefreiheit, insbesondere im Zusammenhang mit der Digitalisierung der Hochschulangebote (S. 155). Die ADS vermittelte Ansprechpartner_innen an den Hochschulen, verwies an spezialisierte Stellen, wie z. B. an die Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung des Deutschen Studentenwerks und sensibilisierte die Verantwortlichen im Hochschulbereich, bei der zunehmenden Digitalisierung ihrer Angebote die Belange von Studierenden mit Behinderungen zu beachten.

Aus Verbänden und Institutionen

ARTplus: Dokumentation mit Interviews von Schauspieler_innen mit Behinderung zum Studium

ARTplus ist ein Modellprojekt des Verbands Kunst und Behinderung (EUCREA) mit dem Ziel, beispielhaft zu zeigen, wie Inklusion im Kulturbereich gelingen kann. Acht Hamburger Kultureinrichtungen waren beteiligt, darunter das Hamburger Konservatorium, die Hochschule für Musik und Theater, die Hamburger HIP HOP ACADEMY, die Hochschule für bildende Künste, die Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg und die Schauspielschule iact. Für die Dokumentation wurden u.a. Jana Zöll und Samuel Koch – Schauspieler_innen des Staatstheaters Darmstadt – zu ihren Studienbedingungen interviewt.

Publikationen

Sozialhilfe, Grundsicherung und Arbeitslosengeld II – Die häufigsten Fragen zum Datenschutz

Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein hat eine Broschüre veröffentlicht, die leicht verständlich Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Datenschutz bei der Beantragung und Gewährung von Sozialhilfe, Grundsicherung oder ALG II gibt – darunter z.B.: Darf das Jobcenter mich nach meinen Krankheiten fragen? Muss ich meinen Arzt von der Schweigepflicht entbinden? Was teilt der Amtsarzt nach der Untersuchung meinem Sachbearbeiter mit? Wer erhält eigentlich Daten aus meiner Akte?

Termine

Studieren mit einer (nicht-)sichtbaren Behinderung und / oder chronischen Erkrankung

Termin: 17. Oktober 2017
Ort: Münster
Veranstalter: kombabb-Kompetenzzentrum NRW in Kooperation mit der Irisschule und der Martin-Luther-King-Schule
Zielgruppe: Schüler_innen, Eltern und alle, denen dieses Thema im Beruf begegnet, z.B. Lehrer_innen, Rehaberater_innen der Arbeitsagenturen

Die Veranstaltung informiert über Themen wie Hochschulwahl, Nachteilsausgleiche bei der Zulassung und während des Studiums, Unterstützungsmöglichkeiten, Finanzierung eines Studiums und „Outing“ einer nicht-sichtbaren Behinderung / chronischen Erkrankung.

Ihr Team der IBS

Deutsches Studentenwerk
Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)
Monbijouplatz 11
10178 Berlin

Tel.: 030 / 29 77 27 -64
Fax: 030 / 29 77 27 -69
E-Mail: studium-behinderung@studentenwerke.de
www.studentenwerke.de/behinderung

Bitte schicken Sie eine E-Mail an studium-behinderung@studentenwerke.de, wenn Sie den Newsletter der Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) abbestellen möchten.

Tipps und Informationen Nr. 7 / 2017

 Deutsches StudentenwerkInformations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)


2. August 2017

(Sie können die Tipps und Informationen auch auf unseren Webseiten lesen: Tipps und Informationen 7/2017)

Aus der Arbeit der IBS und des DSW

Dokumentation der Fachtagung „Barrierefrei Bauen in Hochschulen und Studentenwerken“

Am 22. und 23. Juni 2017 fand die diesjährige Fachtagung der IBS statt. Im Plenum und in verschiedenen Foren wurden über barrierefreies Bauen informiert und diskutiert. Die Präsentationen der Referent_innen sind nun auf der Webseite der IBS dokumentiert.

Barrierefreie Fassung der 21. Sozialerhebung

Ende Juni wurden die Ergebnisse der 21. Sozialerhebung vorgestellt. Der Hauptbericht und die Zusammenfassung liegen nun auch in einem barrierefreien Format vor.

Aus Hochschulen und Studentenwerken

Universität Leipzig veranstaltet Aktionstag „Inklusion inklusive“

Während des Aktionstages am 3. Juli 2017 wurde der Entwurf des Aktionsplans Inklusion zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention an der Universität Leipzig präsentiert und diskutiert. Rückmeldungen und Kommentare werden vom Beirat für Inklusion eingearbeitet, im Herbst 2017 soll der Aktionsplan dann vom Senat der Universität verabschiedet werden.

Universität Siegen richtet Servicebüro für Inklusion ein

Das Servicebüro ist Anlaufstelle für Studierende wie auch für Mitarbeitende der Universität. Zusammen mit der Beauftragten für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung wird an einem Konzept für eine inklusive Universität gearbeitet.

Für die Beratungspraxis

Recherchetipp: Durchführungshinweise zum Sozialgesetzbuch

Die Bundesagentur für Arbeit hat die Durchführungshinweise zum Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze (z.B. Kindergeld) zusammengestellt und so einfach auffindbar gemacht.

Aus den Bundesländern

Baden-Württembergs Behindertenbeauftragte fordert mehr Teilzeitmodelle im Studium

Die Landesverwaltung Baden-Württembergs erfüllt nicht die Fünf-Prozent-Quote für die Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderung. Dies, obwohl der Landesaktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK sogar eine Quote von sechs Prozent vorsieht. Die Landesbehindertenbeauftragte Stephanie Aeffner sieht einen Grund dafür darin, dass viele Menschen mit Behinderungen keine qualifizierten Berufsabschlüsse erlangen können. Deshalb tritt sie für mehr Flexibilisierung und Teilzeitangebote in Ausbildung und Studium ein.

Aus Politik und Verwaltung

Vertrag von Marrakesch

Der Rat der Europäischen Union hat die urheberrechtlichen Regelungen zu Gunsten blinder, seh- und anderweitig lesebehinderter Menschen verabschiedet. Die Übertragung von Texten in barrierefreie Fassungen sowie die Verbreitung barrierefreier Fassungen über nationale Grenzen hinweg sollen dadurch verbessert werden. Die EU-Mitgliedsländer müssen die Regelungen nun innerhalb eines Jahres implementieren.

Publikationen

Wissensreihe: Behinderungen und Arbeitsgestaltung

2015/2016 wurden im Auftrag von REHADAT / Institut der Deutschen Wirtschaft Broschüren zur Arbeitsgestaltung erstellt, die jeweils eine Form von Beeinträchtigung/Erkrankung in den Fokus stellen. Erschienen sind bis jetzt Broschüren zur Berufstätigkeit mit Multipler Sklerose, Epilepsie, Diabetes, Inkontinenz und Rollstuhlnutzung.

Stipendien und Praktika

Cochlear Greame Clark Stipendium

Das Cochlear™ Graeme Clark Stipendium wird weltweit jährlich an studierende Nucleus® CI-Träger verliehen. Bewerben können sich CI-Träger, die eine Zusage für einen Studienplatz an einer staatlich anerkannten Universität oder Fachhochschule haben oder bereits an einer solchen studieren. Der Bewerbungsschluss ist jeweils der 30. September.

Internationales

Europäische Kommission fördert Schaffung inklusiver Hochschulsysteme

Die Europäische Kommission hat eine Reihe von Maßnahmen vereinbart, mit denen die Hochschulbildung in Europa modernisiert werden soll. U.a. wird die Kommission Fördermittel aus Erasmus+ bereitstellen, um Hochschuleinrichtungen bei der Erarbeitung und Umsetzung integrierter institutioneller Strategien für Inklusion, Geschlechtergerechtigkeit und Studienerfolg zu unterstützen. Ziel ist ein inklusive Hochschulsystem, in dem u.a. bisher benachteiligten Studierenden der Zugang zum Studium und der erfolgreiche Abschluss erleichtert werden (s. Pkt 2.2.).

Studium und Behinderung in den Medien

MDR: Exakt – Die Story

In der Reportage des MDR wird die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention anhand von Portraits aufgezeigt. Portraitiert wird auch ein Mitglied der Universität Halle, Timo Kirmse, der mit einer an Blindheit grenzenden Sehbehinderung nach seinem – von Seiten des Landesprüfungsamtes barrierereichen – Staatsexamen der Rechtswissenschaften aktuell als einer von zwei Teilnehmern am PROMI-Projekt der Bundesagentur für Arbeit an der MLU arbeitet und promoviert.

Andere dürfen alles studieren, Gehörlose nicht

Interview mit Tatjana Binggeli, Präsidentin des Gehörlosenbundes und Ärztin zum Thema Studieren mit Hörbeeinträchtigung.

Gesund oder krank – dem Hörsaal egal

Artikel über Bachelorstudentin der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg mit einer nicht-sichtbaren Behinderung.

Termine

Workshop: Berufsorientierung für junge Stotternde

Termin: 10. bis 12. November 2017
Ort: Frankfurt a.Main
Zielgruppe: Junge stotternde Menschen im Alter zwischen 16 und 25 Jahren, die vor der der beruflichen Entscheidung stehen und jene, die bereits in der Ausbildung oder im Studium sind und unsicher mit dem bisher eingeschlagenen beruflichen Weg sind
Veranstalter: Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V.

Während oder nach dem Studium stellt sich vielen jungen Menschen noch einmal die Frage nach der beruflichen Zukunft: Kann ich den gewünschten Job als Stotterer überhaut machen? Was erwartet mich da und traue ich mir das zu? Diese und ähnliche Fragen beantworten den Teilnehmenden Fachleute der Berufswegeplanung und erfahrene Mitglieder aus der Selbsthilfe. Der Workshop soll helfen, Klarheit über beruflichen Ziele zu erlangen und selbstbewusst ins Berufsleben zu starten  Anmeldeschluss ist der 11. Oktober 2017

Nachteilsausgleich im Studium

Termin: 20. September 2017
Ort: Zwickau
Zielgruppe:  Beratende der zentralen Studienberatung (ZSB) und Studienfachberatende an sächsischen Hochschulen und Universitäten, Beauftragte für Studierende mit gesundheitlicher Beeinträchtigung an sächsischen Hochschulen und Universitäten, Beratende der sächsischen Studentenwerke
Veranstalter: Westsächsische Hochschule Zwickau, Projekt Offene Hochschule

In der Veranstaltung geht es um rechtliche Grundlagen, Voraussetzungen und mögliche Maßnahmen des Nachteilsausgleichs und um aktuelle Entwicklungen. Anhand konkreter Beispiele wird die Umsetzung des Nachteilsausgleichs besprochen. Referentin ist Dr. Gattermann-Kasper, Universität Hamburg. Anmeldeschluss ist der 31. August 2017.

Seminar: Barrierefreies Bauen im Hochschulbereich

Termin: 22. November 2017
Ort: Hagen
Zielgruppe: Schwerbehindertenvertretungen und Fach- und Führungskräfte aus Liegenschaftsabteilungen der Hochschulen
Veranstalter: Hochschulübergreifende Fortbildung (HÜF-NRW

Die Veranstaltung behandelt die beim barrierefreien Bauen zu berücksichtigenden Rechtsvorschriften und die Besonderheiten im Hochschulbereich.

Ihr Team der IBS

Deutsches Studentenwerk
Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)
Monbijouplatz 11
10178 Berlin

Tel.: 030 / 29 77 27 -64
Fax: 030 / 29 77 27 -69
E-Mail: studium-behinderung@studentenwerke.de
www.studentenwerke.de/behinderung

Bitte schicken Sie eine E-Mail an studium-behinderung@studentenwerke.de, wenn Sie den Newsletter der Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) abbestellen möchten.

Tipps und Informationen Nr. 6 / 2017

 Deutsches StudentenwerkInformations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)


13. Juli 2017

(Sie können die Tipps und Informationen auch auf unseren Webseiten lesen: Tipps und Informationen 6/2017)

Aus der Arbeit der IBS und des DSW

21. Sozialerhebung: Neue Daten zu Studierenden mit Beeinträchtigungen

Alle drei Jahre werden bundesweit Studierende zu ihrer wirtschaftlichen und sozialen Lage befragt. 2016 gaben elf Prozent der Studierenden an, dass sich ihr Studium im Zusammenhang mit langfristigen körperlichen, seelischen oder Sinnesbeeinträchtigungen erschwert. Gut die Hälfte von ihnen bezeichnet die Erschwernis als stark oder sehr stark. Studierende mit Beeinträchtigungen unterbrechen zudem deutlich häufiger und länger ihr Studium und wechseln öfter die Hochschule und den Studiengang als ihre Kommiliton/innen ohne Beeinträchtigungen. Die Ergebnisse der 21. Sozialerhebung zum Thema „Gesundheitliche Beeinträchtigung und Studienerschwernis“ sind im Kapitel 3.5 des Hauptberichts und als Kapitel 9 der Zusammenfassung zu finden.

DSW fordert Unterstützung beim Abbau baulicher Barrieren

Das Hauptproblem seien die Barrieren im Altbestand. Darauf wies der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, Herr Meyer auf der Heyde, in einer Presseerklärung zur IBS-Fachtagung „Barrierefreies Bauen in Hochschulen und Studentenwerken“ (22./23. Juni 2017) hin. „Hochschulen und Studentenwerke können diese Mammutaufgabe nicht allein stemmen“, so Meyer auf der Heyde. „Hierfür brauchen sie Unterstützung!“

DSW-Stellungnahme zum Thüringer Gesetz zur Stärkung der Mitbestimmung an Hochschulen

In seiner Stellungnahme zum Gesetzentwurf der Landesregierung setzt sich das DSW dafür ein, das Amt des/der Behindertenbeauftragten zu erhalten und es nicht in einem Amt des/der Beauftragten für Diversität aufgehen zu lassen, welches dann auch für weitere Personengruppen zuständig sein soll.

Aus Hochschulen und Studentenwerken

TU Dresden: Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention veröffentlicht

Am 16. Mai 2017 wurde der Aktionsplan der TU Dresden zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention durch das Rektorat beschlossen. In sechs Handlungsfeldern benennt der Aktionsplan Ziele und konkrete Maßnahmen auf dem Weg zu einer inklusiven Hochschule.

Uni Köln: Arbeit am Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention begonnen

Die Universität Köln wird einen Aktionsplan Inklusion erarbeiten. Der Aktionsplan ist Teilprojekt des Diversity-Audits „Vielfalt gestalten“. Am 3. Juli fand hierzu ein öffentlicher Workshop statt.

Uni Bremen: Aktionstag „Ischa Inklusiv“

Angelehnt an das Motto des traditionellen Bremer Jahrmarkts „Ischa Freimaak“ gab es am 31. Mai 2017 einen Aktionstag „Ischa Inklusiv“ an der Uni Bremen. Mit vielen Aktionen gelang es, die Scheu vor dem Thema „Behinderung und chronische Erkrankung“ zu senken, große Aufmerksamkeit zu erregen und viele Gespräche mit Studierenden und Mitarbeiter/innen zu führen. Veranstaltet wurde der Aktionstag von der Interessengemeinschaft Handicap, der Kontakt- und Informationsstelle für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung und der Beauftragten für inklusives Studieren.

Fachhochschule Kiel: Tag der inklusiven Hochschule  – der erste Schritt zum Aktionsplan

Am 10. Mai 2017 fand das erste Mal der „Tag der inklusiven Hochschule“ an der FH Kiel statt. In Vorträgen und Workshops haben die Teilnehmenden Ideen und Vorschläge zur Verbesserung der Situation von Menschen mit Beeinträchtigung an der Hochschule gesammelt. Auf dieser Grundlage soll ein Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention an der FH Kiel erarbeitet werden.

Studentenwerk Bremen: Nun mit Sozialberatung

Seit dem 1. Juni 2017 bietet das Studentenwerk Bremen eine Sozialberatung an. Neben der psychologischen Beratung wird damit eine weitere Stelle geschaffen, bei der sich Studierende in sozialen Fragen informieren können oder Rat und Hilfe erhalten.

Für die Beratungspraxis

Autismus und Studium

Die Asperger AG des Bundesverbandes autismus e.V. hat die Broschüre „Autismus und Studium – Leitlinien und Handlungsempfehlungen“ erarbeitet. Diese Broschüre richtet sich primär an Studierende, liefert aber auch für andere Hochschulangehörige wichtige Informationen. Sie kann im Literaturshop des Bundesverbandes bestellt werden. Zugleich sind beim Bundesverband drei Leitfäden zum Thema Studium und Autismus erhältlich, die im Rahmen des europäischen Projektes „autism&uni“ entstanden sind. Diese Leitfäden richten sich an unterschiedliche Zielgruppen und klären über relevante Fragestellungen zum Umgang mit Autismus an der Hochschule auf. Die Leitfäden können heruntergeladen oder unter info@autismus.de kostenfrei bestellt werden.

Aus den Bundesländern

NRW: Anreize für inklusive Hochschulen

Hochschulen sollen künftig Leistungszulagen für Studienabschlüsse von Studierenden mit Behinderungen erhalten. CDU und FDP verpflichteten sich in ihrem Koalitionsvertrag dazu, dies künftig in den Zielvereinbarungen mit den Hochschulen festzuschreiben. Mit den Leistungszulagen will das Land die Bemühungen der Hochschulen um Inklusion fördern.

Sachsen: Fachstelle Inklusion – Veranstaltungsdokumentation verfügbar

Am 19. Juni 2017 lud die sächsische Fachstelle Inklusion zur Tagung „Barrieren abbauen – Chancen schaffen. Inklusion in Forschung und Lehre gestalten“. Nun ist die Dokumentation der Veranstaltung online. Nachlesbar sind auch die Poster, auf denen die Universitäten und Hochschulen ihre bisherige Arbeit in diesem Bereich vorstellten, über gesetzte Ziele und besonders erfolgreiche Projekte berichteten.

Schleswig-Holstein: Beschluss des Runden Tisches „Inklusion an Hochschulen“

Der Runde Tisch „Inklusion an Hochschulen“ in Schleswig-Holstein hat sich in seiner zweiten Sitzung am 14. Juni 2017 auf künftige Schwerpunkte seiner Arbeit verständigt. Der Fokus liegt vor allem auf der Erarbeitung von Aktionsplänen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und der Stärkung der Beratung der Hochschulen für Studierende und Promovierende mit Behinderungen. Zugleich wird die Landesrektorenkonferenz gebeten, sich mit dem Thema „Inklusion an Hochschulen“ zu beschäftigen.

Brandenburg: Behindertenpolitisches Maßnahmenpaket 2.0 der Landesregierung

Bereits im Dezember 2016 hat Brandenburg die Fortschreibung des 2011 veröffentlichten behindertenpolitischen Maßnahmenpaktes beschlossen. Es enthält auch zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Situation der Studierenden mit Behinderungen.

Aus Verbänden und Institutionen

Friedrich-Ebert-Stiftung: Digitale Infrastruktur muss barrierefrei sein

IT-Konzepte und -Strukturen müssen die Barrierefreiheit und Usability berücksichtigen. Darauf wies eine Konferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung hin. Die Konferenz „Infrastruktur an Hochschulen – Räume schaffen für Lehre, Forschung und Soziales“ fand am 24. Januar 2017 statt. Die Ergebnisse sind jetzt online dokumentiert.

Internationales

UN: Erläuterungen zu Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention „Bildung“

Seit kurzem liegt die amtliche Übersetzung der Allgemeinen Bemerkung Nr. 4 des UN-Fachausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen (CRPD) zum Recht auf inklusive Bildung vor. Die Allgemeinen Bemerkungen sind nicht rechtsverbindlich, haben aber den Status international anerkannter Leitlinien für die Auslegung und Umsetzung des Artikel 24 der UN-BRK. Die Bemerkungen beschreiben die grundlegenden Merkmale inklusiver Bildung, die Pflichten, die sich hieraus für die Vertragsstaaten ergeben sowie das Verhältnis der Bestimmungen zu inklusiver Bildung zu den anderen Bestimmungen der UN-BRK.

Publikationen

Forschung & Lehre: Die gesundheitliche Eignung von Beamtenbewerbern

2013 schränkte das Bundesverwaltungsgericht in zwei Entscheidungen den Spielraum ein, den ein Dienstherr bei der Beurteilung der gesundheitlichen Eignung eines Beamtenbewerbers hat. Durch den geänderten Prognosemaßstab hat das Bundesverwaltungsgericht die Situation für Beamtenbewerber/innen erheblich verbessert. Der Artikel beschreibt die neue Rechtslage.

Literatur-Review zu Studierenden mit Behinderungen

Linda Lane von der Göteborg-Universität untersucht in dem Artikel 41 Studien zu Studierenden mit Behinderungen, die in 14 Ländern zwischen 1996 und 2013 erschienen sind. Sie gibt u.a einen Überblick darüber, welche Faktoren in den Studien für ein erfolgreiches Studium mit Behinderung identifiziert wurden.

Stipendien und Praktika

Praktika bei der Deutschen Post/DHL

Die Deutsche Post und DHL haben in einem Gespräch mit dem Arbeitgeber-Service für schwerbehinderte Akademiker/innen (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit ihren Willen zum Ausdruck gebracht, künftig bei der Besetzung von Praktikantenstellen schwerbehinderte Bewerber/innen noch stärker zu berücksichtigen. Praktikumsstellen können hier recherchiert werden: https://de.dpdhl.jobs/studenten-und-absolventen.

Verschiedenes

Unabhängige Teilhabeberatung: Neue Beschäftigungsmöglichkeiten

Mit dem Bundesteilhabegesetz ist die Einrichtung von ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstellen beschlossen worden. Diese nehmen zum 1. Januar 2018 ihre Arbeit auf und sollen Menschen mit (drohenden) Behinderungen und ihre Angehörigen im Vorfeld der Beantragung von Leistungen zur Teilhabe beratend zur Verfügung stehen. Dabei legt der Gesetzgeber besonderen Wert auf das Peer-Counseling-Prinzip „Betroffene beraten Betroffene“. Der ArbeitgeberService für schwerbehinderte Akademiker/innen (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit Bonn erwartet in diesem Zusammenhang ab dem Jahr 2018 bundesweit neue Beschäftigungsmöglichkeiten für schwerbehinderte Menschen (zunächst befristet auf 3 Jahre; Vergütung bis zu E12 TVÖD). Neben Bewerber/innen aus den klassischen pädagogischen oder psychologischen Studiengängen kommen auch Arbeitnehmer/innen in Frage, die z. B. in ehrenamtlichen Tätigkeiten Beratungserfahrung gesammelt haben. Interessenten für eine solche Beratungstätigkeit wenden sich bitte unter dem Stichwort „Teilhabeberatung“ per Mail an die ZAV: ZAV.SBAkademiker@arbeitsagentur.de

Leitfäden für barrierefreies Webdesign

Das Projekt „BIK für Alle“ hat zwei neue Leitfäden zu barrierefreiem Webdesign veröffentlicht. Der Leitfaden „Barrierefreiheit für Agenturen“ zeigt auf, wie diese das Thema in ihren Workflow einbeziehen können. Der Leitfaden „Webinhalte barrierefrei einpflegen“ wendet sich an Webredakteure und Autoren.

Leitfaden zur Umsetzung von Studienmaterialen in Großdruck

DoBuS hat eine Anleitung erstellt, wie Studienmaterialien sehbehindertengerecht adaptiert und in Großdruck umgesetzt werden können.

Studium und Behinderung in den Medien

Eichstätter Kurier: Auf dem langen Weg zur Barrierefreiheit

Die Zeitung berichtete über den „Aktionstag Barrierefreiheit“, der am 27. Juni 2017 an der Katholischen Universität Eichstatt-Ingolstadt stattfand. Organisiert wurde dieser Tag von einem breiten Bündnis aus Hochschulgruppen. Zum Programm gehörten Vorträge, ein World Café und eine Demonstration durch die Innenstadt.

Deutschlandfunk: Hindernisse bei der Auslandsmobilität

Der Beitrag beschäftigt sich mit der Kampagne des DAAD „Studieren weltweit“. Mit der Kampagne will der DAAD auch Studierende mit Behinderungen ermutigen, einen Teil des Studiums im Ausland zu absolvieren.

Termine

Berufseinstiegberatung speziell für blinde und sehbehinderte Studierende beim Wirtschaftsprüfungsunternehmen Ernest und Young

Termin: 11. September 2017
Ort: Eschborn bei Frankfurt am Main
Zielgruppe: blinde und sehbehinderte Studierende
Veranstalter: Wirtschaftsprüfungsunternehmen Ernest und Young

Auf Anregung des DVBS bietet Ernest und Young einen Einblick in die Arbeitszweige des Unternehmens und die entsprechenden Beschäftigungsmöglichkeiten für blinde und sehbehinderte Menschen. Ergänzend werden realitätsnah simulierte Einstellungsverfahren mit Bewerbung, Vorstellungsgespräch und Auswahlprozess mit vielen Tipps und praktischen Übungen durchgeführt. Jeder Teilnehmende bekommt ein ausführliches Feed-Back von Personalprofis des Unternehmens. Die Teilnehmenden werden durch einen blinden leitenden Mitarbeiter von E&Y begleitet. Die Teilnahme ist kostenlos. Nähere Informationen und Anmeldung über K. Winger, DVBS-Geschäftsführer winger@dvbs-online.de.

TU Dortmund: Schnupperstudium für behinderte/chronisch kranke Studieninteressierte

Termin: 14. bis 16. November 2017
Ort: TU Dortmund
Zielgruppe: chronisch kranke und behinderte Studieninteressierte, für die der Studienort Dortmund in Frage kommt, sowie Studienanfänger und -anfängerinnen an der TU Dortmund
Veranstalter: zhb. Zentrum für HochschulBildung / Bereich Behinderung und Studium (DoBuS)

Welche Unterstützung erhalten Studierende mit Behinderung/chronischer Krankheit an der TU Dortmund? Was sind Nachteilsausgleiche? Wie studiert es sich mit persönlicher Assistenz und wie finanziert man diese? Die Antworten geben im Rahmen der Schnupper-Uni Mitarbeiter/innen von DoBus oder andere behinderte Studierende. Anmeldeschluss ist der 13. Oktober 2017.

Ihr Team der IBS

Deutsches Studentenwerk
Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)
Monbijouplatz 11
10178 Berlin

Tel.: 030 / 29 77 27 -64
Fax: 030 / 29 77 27 -69
E-Mail: studium-behinderung@studentenwerke.de
www.studentenwerke.de/behinderung

Bitte schicken Sie eine E-Mail an studium-behinderung@studentenwerke.de, wenn Sie den Newsletter der Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) abbestellen möchten.

Tipps und Informationen Nr. 5 / 2017

Deutsches StudentenwerkInformations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)


19. Mai 2017

Tipps und Informationen Nr. 5 / 2017

(Sie können die Tipps und Informationen auch auf unseren Webseiten lesen: Tipps und Informationen 5/2017)

Aus der Arbeit der IBS und des DSW

IBS-Fachtagung „Barrierefreies Bauen in Hochschulen und Studentenwerken“

Die diesjährige Fachtagung der IBS widmet sich dem barrierefreien Bauen in Hochschulen und Studentenwerken. Auf ihr wollen wir die Anforderungen an die barrierefreie Gestaltung der Gebäude und Einrichtungen der Hochschulen und Studentenwerke diskutieren und gelungene Beispiele für barrierefreies Bauen im Hochschulbereich sichtbar machen. Die Tagung richtet sich an alle mit dem Hochschulbau befassten Akteure in Bund, Ländern, Hochschulen und Studentenwerken und soll diesen einen produktiven Austausch ermöglichen. Sie findet vom 22.bis zum 23. Juni in Berlin statt.

Anmeldeschluss ist der 7. Juni 2017.

Booklet „beeinträchtigt studieren … so geht’s“

Das Booklet informiert Studieninteressierte und Studierende mit Beeinträchtigungen auf 18 kurzen Seiten über ihre Rechte sowie über die Angebote zu ihrer Beratung und Unterstützung. Es ist gedacht als Erstinformation und zur schnellen Orientierung im Thema Studium und Behinderung. Dabei werden wichtige Themen aufgegriffen wie z.B. Beratung, Studieneinstieg, Nachteilsausgleiche, Finanzierung, Barrierefreiheit und Auslandsstudium.

Aus den Bundesländern

Bayern: Forschungs- und Praxisverbund „Inklusion an Hochschulen und barrierefreies Bayern“ mit eigener Website

Seit Januar 2017 arbeiten sechs bayerische Hochschulen innerhalb des Forschungs- und Praxisverbundes „Inklusion an Hochschulen und barrierefreies Bayern“ zusammen. Jetzt ging die projekteigene Website online. Sie informiert über die Projektvorhaben der einzelnen Hochschulen und aktuelle Aktivitäten wie z.B. Fortbildungsangebote.

Aus Politik und Verwaltung

Bundestag: Datenlage zu wissenschaftlichem Nachwuchs mit Behinderung

Der Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs hatte wiederholt festgestellt, dass Daten zu wissenschaftlichem Nachwuchs mit Behinderungen fehlen. Die Abgeordnete Rüffer (Bündnis 90/ Die Grünen) wollte wissen, was die Bundesregierung unternimmt um die Datenlücke zu schließen. In ihrer Antwort verwies die Bundesregierung auf das geänderte Hochschulstatistikgesetz sowie Datenerhebungen von UniWiND, der Koordinierungsstelle Nachwuchsinformationen des Universitätsverbands zur Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland.

Aus Verbänden und Institutionen

Portal für inklusives Kommunikationsdesign

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband gibt auf seinem Portal leserlich.info Hinweise, wie Kommunikationsdesign barrierefrei gestaltet werden kann. Neben Informationen zu Textgestaltung, Farben und Bildern gibt es auf dem Portal auch einen Schriftgrößen- und einen Kontrastrechner.

Verschiedenes

Anleitungen für Untertitelung und für Großdruck

Die TU Dortmund hat zwei Leitfäden zur Erstellung von Untertiteln und zur Umsetzung in Großdruck erstellt. Damit soll die Barrierefreiheit von Informationen und Studienmaterialien der Hochschule weiter vorangetrieben werden. Die Leitfäden sind auch in der Online-Bibliothek der IBS verlinkt.

Publikationen

Buch „Hochschulzugang und Berufszugang mit Behinderung“

Der Band dokumentiert die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Tagung des Netzwerks Inklusive Hochschule Hessen. Er enthält u.a. Beiträge zu den rechtlichen Rahmendbedingungen und empirischen Erkenntnisse zur Inklusion, zu den Auswirkungen von chronischen Erkrankungen oder Behinderungen auf den Übergang von der Schule zur Hochschule, das Studium und den Berufseinstieg.

Welti, Felix, Herfert, Andrea (Hrsg.): Hochschulzugang und Berufszugang mit Behinderung. kassel university press, 2017

Studium und Behinderung in den Medien

Wenn die Akustik das Studieren erschwert

Der Artikel berichtet über die Schwierigkeiten im Studienalltag von Studierenden mit einer Hörbeeinträchtigung. Zu Wort kommen das Autonome Referat für Menschen mit Behinderung und sämtlichen Beeinträchtigungen sowie das Beratungszentrum zur Inklusion Behinderter der Universität Bochum.

Termine

Absolvierendentag: „Studium und dann? – Berufseinstieg mit Behinderung oder chronischer Krankheit“

Termin:  6. Juli 2017
Veranstalter: DoBuS, Bereich „Studium und Behinderung“ des Zentrums für Hochschulforschung der TU Dortmund
Ort: Dortmund
Zielgruppe: Studierende in der Studienabschlussphase sowie Hochschulabsolventinnen und -absolventen mit einer Behinderung oder chronischen Krankheit

Vertreterinnen und Vertreter des Arbeitgeberservice Schwerbehinderte Akademiker der Bundesagentur für Arbeit (ZAV), des Integrationsamtes sowie der Bericht einer Berufseinsteigerin mit Beeinträchtigung informieren über Unterstützungsmöglichkeiten und Herausforderungen rund um den Berufseinstieg nach erfolgreichem Studienabschluss. Anmeldeschluss ist der 18. Juni 2017.

Ihr Team der IBS

Deutsches Studentenwerk
Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)
Monbijouplatz 11
10178 Berlin

Tel.: 030 / 29 77 27 -64
Fax: 030 / 29 77 27 -69
E-Mail: studium-behinderung@studentenwerke.de
www.studentenwerke.de/behinderung

Bitte schicken Sie eine E-Mail an studium-behinderung@studentenwerke.de, wenn Sie den Newsletter der Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) abbestellen möchten.

Tipps und Informationen Nr. 4 / 2017

 Deutsches StudentenwerkInformations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)


27. April 2017

(Sie können die Tipps und Informationen auch auf unseren Webseiten lesen: Tipps und Informationen 4/2017)

Aus der Arbeit der IBS und des DSW

IBS-Fachtagung „Barrierefreies Bauen in Hochschulen und Studentenwerken“

Die nächste Fachtagung der IBS beschäftigt sich mit dem Thema „Barrierefreies Bauen in Hochschulen und Studentenwerken“. Sie findet am 22. und 23. Juni 2017 in Berlin statt. Auf ihr wollen wir die Anforderungen an die barrierefreie Gestaltung der Gebäude und Einrichtungen der Hochschulen und Studentenwerke diskutieren, gelungene Beispiele für barrierefreies Bauen im Hochschulbereich sichtbar machen und Raum geben für den Austausch darüber, wie die relevanten Akteure im Hochschulbau für eine umfassende Berücksichtigung von Barrierefreiheit bei der Planung und Umsetzung von Bauvorhaben gewonnen werden können. Die Tagung richtet sich an die Beauftragten und Berater_innen für die Studierenden mit Behinderungen und chronischen Krankheiten der Hochschulen und Studentenwerke, Vertreter_innen der Bauabteilungen dieser Institutionen, der Landesaubetriebe sowie der studentischen Behindertenselbsthilfe.

Bundesteilhabegesetz und Leistungen für Studierende mit Behinderungen – eine Handreichung

Am 23.12.2016 wurde das Bundesteilhabegesetz verabschiedet, mit dem auch die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen neu geregelt wird. Viele Studierende mit Behinderungen finanzieren darüber ihre Studien- und Kommunikationsassistenzen sowie ihre studienbezogenen technischen Hilfsmittel. Das wird auch in Zukunft so sein. Die wesentlichen Neuregelungen, die für Studierende interessant sein können, haben wir in einer Handreichung zusammengestellt. Die ausbildungsspezifischen Regelungen treten am 1. Januar 2020 in Kraft.

IBS unterstützt Forderung nach besserer Datenlage zum wissenschaftlichen Nachwuchs mit Beeinträchtigungen

In Reaktion auf die Veröffentlichung des dritten Bundesberichtes Wissenschaftlicher Nachwuchs (BuWin), haben Partneruniversitäten und Beiratsmitglieder des Projektes „Promotion inklusive“ (PROMI) in einem offenen Brief an das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Schließung der Forschungslücke zum wissenschaftlichen Nachwuchs mit Behinderungen/chronischen Erkrankungen gefordert. Zu den Erstunterzeichner_innen gehören neben 15 Hochschulen auch die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und die Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) des Deutschen Studentenwerks.

Aus Hochschulen und Studentenwerken

Fachhochschule Kiel: Aktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK

Die FH Kiel bereitet einen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK vor. Die Initiative hierfür kam vom AStA der Hochschule. Im Rahmen des „Tages der inklusiven Hochschule“ sollen nun von Studierenden und Beschäftigten gemeinsam Ideen und Vorschläge für diesen Aktionsplan erarbeitet werden. Die Veranstaltung findet am 10. Mai 2017 in Kiel statt.

TU Dortmund: Chat-Beratung für Studierende mit Beeinträchtigung

Die Technische Universität Dortmund bietet Studierenden mit Beeinträchtigungen ab dem SS 2017 eine anonyme Beratung per Chat an. Mit dem niedrigschwelligen Angebot will die TU Dortmund insbesondere Studierende mit psychischen Erkrankungen erreichen und ihnen so die erste Kontaktaufnahme mit der Beratungsstelle erleichtern. Der Chat ist für sehbeeinträchtigte Menschen nur bedingt barrierefrei.

Münster: Poetry Slam „Study with (Dis)-Ability“

Der Arbeitskreis „Studium mit Beeinträchtigung Münster“ lädt – im Rahmen des Kultur Festivals „anders begegnen“ – zum Poetry Slam „Study with (Dis)–Ability“ ein. Angesprochen sind alle Personen aus dem hochschulischen Bereich. Als mögliche Themen benennt der Arbeitskreis: Interessantes aus dem Wohnheimleben, skurrile Situationen mit Dozierenden oder Studierenden oder die (Un-)Zugänglichkeiten der historischen Gebäude der Hochschulen in Münster. Die Veranstaltung findet am 11. Oktober 2017 statt und wird von Gebärdendolmetscher_innen begleitet. Einsendeschluss für Texte ist der 19. Juni 2017.

  • Informationen oder Texteinsendungen per Mail: oprea@stw-muenster.de oder barrierefrei@astafh.de

Für die Beratungspraxis

Neuregelung beim Anspruch auf Sehhilfen

Mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (HHVG) wird die Ausnahmeregelung für einen Leistungsanspruch auf Brillengläser erweitert: Künftig erhalten auch die Versicherten, die wegen einer Kurz- oder Weitsichtigkeit Gläser mit einer Brechkraft von mindestens 6 Dioptrien oder wegen einer Hornhautverkrümmung von mindestens 4 Dioptrien benötigen, einen Anspruch auf Kostenübernahme in Höhe des vom GKV-Spitzenverband festgelegten Festbetrags bzw. des von ihrer Krankenkasse vereinbarten Vertragspreises.

Aus den Bundesländern

Hessen: Ziel- und Leistungsvereinbarung mit Studentenwerken

Im Dezember 2016 haben das Wissenschaftsministerium und die fünf hessischen Studentenwerke die erste Zielvereinbarung für die Jahre 2016 bis 2020 unterzeichnet. Darin festgehalten ist die Aufgabe der Studentenwerke, Chancengleichheit in der Hochschulausbildung zu fördern. Die Ziel- und Leistungsvereinbarung verpflichtet die Studentenwerke dazu, die Belange von Studierenden mit Beeinträchtigungen im Bereich Wohnen auf besondere Weise zu berücksichtigen. Zugleich sollen die Studentenwerke eine umfassende Beratung und ein adäquates Serviceangebot insbesondere auch für diese Zielgruppe anbieten, um sie bei der Bewältigung herausfordernder Lebenssituationen sowie sozialer, rechtlicher, gesundheitlicher und finanzieller Fragen im Studium zu unterstützen.

Aus Politik und Verwaltung

Bundesregierung: Keine Zuständigkeit für mehr Inklusion in Hochschulen

Die Bundesregierung sieht ausschließlich die Länder in der Pflicht, wenn es um Fragen der Barrierefreiheit an Hochschulen oder um die Verbesserung der chancengerechten Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen an Hochschulen geht. Dies geht aus ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke zu den Konsequenzen aus dem Bundesteilhabebericht 2016 hervor,

Aus Verbänden und Institutionen

kombabb bietet Chat-Beratung

Das Kompetenzzentrum Behinderung, akademische Bildung, Beruf (kombabb) berät seit neuestem auch per Online-Chats zu allen Fragen rund um das Thema „Studieren mit (nicht-)sichtbarer Behinderung und / oder chronischer Erkrankung“. Das Angebot richtet sich an Schüler_innen und Studierende, deren Angehörige sowie Mitarbeiter_innen anderer Institutionen und schließlich auch an alle Interessierte. Regelmäßig finden Online-Sprechstunden statt, die vollständig anonym genutzt werden können.

Publikationen

Sozialerhebung Österreich: Zusatzberichte zu Studierenden mit Behinderungen

Zwei Zusatzstudien zur österreichischen Studierenden-Sozialerhebung 2015 befassen sich in quantitativer und qualitativer Perspektive mit der Situation behinderter, chronisch kranker und gesundheitlich beeinträchtigter Studierender.

Internationales

Berkeley löscht Online Content

Die University of California, Berkeley nimmt nach einer Anordnung des U.S. Justice Department, den Zugang zu Lehrmaterialien für Menschen mit Behinderungen sicherzustellen, Online-Vorlesungen aufgrund mangelnder Barrierefreiheit  aus dem Internet. Die Universität reagierte zudem mit einer neuen Webseite zum Thema barrierefreie Lehrmaterialien unter accesscontent.berkeley.edu.

Termine

Uni Bremen: Veranstaltungsreihe für Studierende mit Behinderungen

Termin: 29. und 31. Mai sowie 7., 14., 21. und 28. Juni 2017
Ort: Bremen
Veranstalter: KIS und IG Handicap der Universität Bremen
Zielgruppe: Studierende mit Behinderungen

Mit oder ohne? Hast du nicht gehört? Ich habe was, was du nicht siehst! – so oder ähnlich titelt eine Veranstaltungsreihe der Universität Bremen für Studierende mit Behinderungen. An sechs Terminen sind die Studierenden eingeladen, sich zu informieren und auszutauschen zu den Themen Behindertenausweis, Umgang mit Kommunikations- und anderen Barrieren, studieren mit den Belastungen einer nicht sichtbaren Behinderung etc..

Symposium: Exklusiv INKLUSIV. Inklusion kann gelingen.

Termin: 22. Juni 2017
Ort: Neubrandenburg
Veranstalter: Inklusionswirkstatt Mecklenburg-Vorpommern (InklusiV) in Kooperation mit dem Frieda-Nadig-Institut für Inklusion und Organisationsentwicklung an der Hochschule Neubrandenburg
Zielgruppe: alle an Inklusion interessierten Personen und Organisationen

Das Symposium will Forschungsergebnisse und Beispiele guter Praxis inklusiven Leben, Lernens und Arbeitens vorstellen. Im Diskussionsraum „Inklusion und Hochschule“ geht es u.a. um Nachteilsausgleiche, Aktionspläne und Fragen einer inklusionsorientierten Lehre.

Einführungsseminar für Schüler*innen und Studieneinsteiger*innen mit Behinderung und chronischer Erkrankung

Termin: 9. Juni 2017
Ort: Berlin
Veranstalter: Studierendenwerk Berlin
Zielgruppe: Schüler*innen und Studieneinsteiger*innen mit Behinderung und chronischer Erkrankung

Das Seminar widmet sich allen Fragen eines Studiums mit Behinderung. Anmeldeschluss ist der 31. Mai 2017

LaTeX in Theorie und Praxis – Einsteigerkurs

Termin: 15.-17. September 2017
Ort: Marburg
Veranstalter: Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. (DVBS)
Zielgruppe: Sehbeinträchtigte Studierende

Mit LaTeX können blinden Nutzerinnen und Nutzern relativ einfach Dokumente barrierefrei gestalten. Das Seminar vermittelt Grundlagen der Auszeichnungsprache LaTeX. Anmeldeschluss ist der 1. August 2017.

Ihr Team der IBS

Deutsches Studentenwerk
Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)
Monbijouplatz 11
10178 Berlin

Tel.: 030 / 29 77 27 -64
Fax: 030 / 29 77 27 -69
E-Mail: studium-behinderung@studentenwerke.de
www.studentenwerke.de/behinderung

Bitte schicken Sie eine E-Mail an studium-behinderung@studentenwerke.de, wenn Sie den Newsletter der Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) abbestellen möchten.

Tipps und Informationen Nr. 3 / 2017

Deutsches StudentenwerkInformations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)


29. März 2017

Tipps und Informationen Nr. 3 / 2017

(Sie können die Tipps und Informationen auch auf unseren Webseiten lesen: Tipps und Informationen 3/2017)

Aus der Arbeit der IBS und des DSW

IBS-Fachtagung „Barrierefreies Bauen in Hochschulen und Studentenwerken“

Die nächste Fachtagung der IBS wird am 22. und 23. Juni 2017 in Berlin stattfinden. Sie beschäftigt sich mit Fragen des barrierefreien Bauens in Hochschulen und Studentenwerken. Sie richtet sich an Beauftragte und Berater_innen der Hochschulen und Studentenwerke für Studierende mit Behinderungen, Vertreter_innen der Bauabteilungen dieser Institutionen sowie der Landesbaubetriebe, Vertreter_innen von Verbänden sowie Expert_innen für barrierefreies Bauen. Die Ausschreibung der Fachtagung erfolgt Ende April.

Aus Hochschulen und Studentenwerken

Berliner Studentenwerk vergibt Zuschuss zum Start oder Abschluss eines Studiums

Zum dritten Mal vergibt das Studentenwerk Berlin einmalig einen Zuschuss von 1000,- Euro zum Studienstart bzw. -abschluss für das anstehende Sommersemester 2017. Angesprochen sind Studierende, die an einer vom Studentenwerk Berlin betreuten Hochschule immatrikuliert sind und die nachweislich einen finanziellen Bedarf haben, darunter insbesondere auch Studierende mit Beeinträchtigungen. Bewerbungsschluss ist der 15. April 2017.

Universität Düsseldorf veröffentlicht Inklusionsbericht

Prof. Dr. Matthias Franz, Beauftragter für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung, hat einen Bericht „Inklusion an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf“ verfasst. Im Bericht werden Ausstattung, Angebote, Aufgabenfelder und Kooperationspartner des Beauftragten beschrieben sowie Ziele und  Entwicklungsperspektiven benannt. Ein Fazit des Berichts: „Gleichberechtigung und Zugänglichkeit sind weitgehend dynamische Kategorien, die sich einem fertigen Ist-Zustand entziehen. Um die Ziele von Gleichberechtigung und Barrierefreiheit mit Leben zu füllen, sind Studierende mit und ohne Behinderungen und Hochschulmitarbeiter auf allen Ebenen für die Gestaltung einer inklusiven und von Vielfältigkeit geprägten Hochschule zu gewinnen.“

Universität Freiburg eröffnet Hilfsmittelpool für Studierende mit Beeinträchtigungen

Studierende mit Beeinträchtigungen der Universität Freiburg können künftig Geräte aus einem Hilfsmittelpool ausleihen und sie in Lehrveranstaltungen, Prüfungen sowie in Bibliotheken nutzen. Hintergrund der Maßnahme ist, dass es bei der Eingliederungshilfe durch die Sozialhilfeträger immer wieder zu Engpässen kommt. Über den Hilfsmittelpool sollen z.B. Wartezeiten bis zur Bewilligung überbrückt werden oder Geräte für Prüfungen ausleihbar sein, in denen eigene Geräte nicht zugelassen sind.

Für die Beratungspraxis

Erhöhtes Schonvermögen im SGB XII

Zum 1. April 2017 steigt im SGB XII das Schonvermögen für alle volljährigen Personen, die alleine oder in einer sozialrechtlichen Einstandsgemeinschaft leben von 1.600/2.600 Euro und 614 Euro für Partner auf 5.000 Euro pro Person (einschließlich Eingliederungshilfe, Hilfe zur Pflege und Blindenhilfe), für jede weitere unterhaltene Person um 500 Euro.

Aus den Bundesländern

Saarland: Beauftragte für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen gesetzlich geregelt

Seit Dezember 2016 ist das novellierte Saarländische Hochschulgesetz in Kraft. Es enthält nun auch eine Regelung zu den Beauftragten für die Studierenden mit Behinderungen. Hochschulen sind verpflichtet, Beauftragte zu wählen und diesen das Recht auf Information und Mitwirkung in allen Gremien zu gewähren, soweit es in diesen um die Belange von Studierenden mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen geht.

Mecklenburg-Vorpommern: Strategie der Landesregierung zur Umsetzung der Inklusion im Bildungssystem bis zum Jahr 2020

In ihrer Strategie zur Umsetzung der Inklusion im Bildungssystem in Mecklenburg-Vorpommern geht die Landesregierung auch auf den Hochschulbereich ein. Hier sieht sie neben der baulichen Barrierefreiheit vor allem einen Bedarf an Informationen und Weiterbildungen zum Thema Studium und Behinderung. Sie plant, in einem Leitfaden „Inklusionsorientierte Hochschule“ Arbeitsfelder systematisch zu erfassen und Umsetzungsstrategien unter Berücksichtigung der spezifischen Gegebenheiten der Universitäten sowie Fach- und Hochschulen des Landes zu benennen. Zudem sollen Fortbildungsmaßnahmen für das Hochschulpersonal in die anstehenden Zielvereinbarungen aufgenommen werden.

Schleswig-Holstein: Runder Tisch „Inklusion an Hochschulen“

Der Runde Tisch wurde einberufen, um landesweit Inklusion an Hochschulen voranzutreiben und einen Austausch zwischen den relevanten Akteuren zu ermöglichen. Neben der Wissenschaftsministerin nahmen der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung, die staatlichen und privaten Hochschulen des Landes Schleswig-Holstein, die Vorstände der Allgemeinen Studierendenausschüsse, das Studentenwerk Schleswig-Holstein und weitere Interessierte an dem ersten Treffen teil.

Schleswig-Holstein: Landesaktionsplan verabschiedet

Unter dem Titel „Wir wollen ein Land des Miteinanders“ hat die Landesregierung Schleswig-Holstein einen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen beschlossen. Im Bereich Hochschulbildung  formuliert sie u.a. das Ziel, Prozesse und Inhalte des Aktionsplans der Christian-Albrechts Universität zu Kiel als Modell für andere Hochschulen in Schleswig-Holstein umzusetzen. Mit Schleswig-Holstein gibt es nun in 15 Bundesländern Landesaktionspläne.

Aus Politik und Verwaltung

Marburg: Aktionsplan 2017

Die Stadt Marburg hat im Februar ihren Aktionsplan 2017 veröffentlicht. Mit dem Aktionsplan hat die Stadt ein erstes Handlungskonzept zur Stärkung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen vorgelegt. In den Handlungsfeldern Bildung und Bauen finden sich eine Reihe von Maßnahmen, mit denen an der Philipps-Universität Marburg ein inklusives Hochschulstudium ermöglicht werden soll.

Aus Verbänden und Institutionen

Friedrich-Ebert-Stiftung: Dokumentation der Konferenz „Inklusiv studieren – Eine Hochschule für Alle“

Am 15. November 2016 fand die Konferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) „Inklusiv studieren – Eine Hochschule für Alle“ statt. Die Konferenz diskutierte die Situation der Studierenden mit Beeinträchtigungen und stellte Projekte von Hochschulen vor, die in unterschiedlicher Weise Inklusion voranbringen sollen. Die Ergebnisse der Veranstaltung wurden in einem E-Paper zusammengefasst. Der Livestream der Veranstaltung (mit Gebärdensprachdolmetschung) steht im YouTube Kanal der FES zur Verfügung.

DAAD: Online-Diskussion zu Auslandmobilität

Der DAAD organisiert im Rahmen seiner Kampagne „studieren weltweit – erlebe es!2 derzeit einen Austausch zum Thema „Studentische Auslandmobilität erhöhen!“. Vier Zielgruppen stehen dabei im Fokus: Erstakademiker_innen, Studierende mit Beeinträchtigungen, Studierende mit Kind und Lehramtsstudierende. Vom 3. April bis 19. Mai haben alle Interessierten die Möglichkeit, online ihre Geschichten zu teilen und über den Nutzen von Auslandsaufenthalten sowie die vorhandenen Hürden bei der Organisation oder Finanzierung zu diskutieren. Die Ergebnisse dieses Austauschs finden Eingang in die Tagung „Studentische Auslandsmobilität erhöhen! – Soziale Diversität und Lehramt als Herausforderung und Chance“ am 19. und 20. Juni in Essen.

Publikationen

Zeitschrift RP Reha mit Schwerpunkt „Studieren mit Behinderung oder chronischer Erkrankung“

In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Recht und Praxis der Rehabilitation (RP-Reha) der Universität Halle befassen sich die Autor_innen u.a. mit dem Stand der Inklusion an deutschen Hochschulen, den rechtlichen Rahmenbedingungen und Pflichten verschiedener Rehabilitationsträger und anderer Institutionen. Interviews und praktische Beispiele geben Einblick in die Arbeit relevanter Akteure.

Sachsen: Dokumentation der Fachtagung „Auf dem Weg zu einer inklusiven Hochschule“

Im Sommer des vergangenen Jahres veröffentlichte das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst die Studie „Auf dem Weg zu einer inklusiven Hochschule“. Am 26.10.2016 beriet das Staatsministerium mit den untersuchten Einrichtungen – den Hochschulen, Studienakademien, Landesforschungseinrichtungen, den Studentenwerken und der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) – wie die in der Studie gefolgerten Handlungsempfehlungen umgesetzt werden können. Die Tagung ist dokumentiert.

Stipendien und Praktika

Aktion Luftsprung vergibt fünf Stipendien

Die Aktion Luftsprung vergibt für 2017/18  fünf Stipendien für Berufsausbildung und Hochschulstudium an junge Menschen mit schwerer chronischer Erkrankung, wie zum Beispiel Mukoviszidose, entzündliche Darmerkrankungen (insbesondere Morbus Crohn), Multiple Sklerose oder Rheumatoide Arthritis. Stipendiaten werden mit monatlich bis zu 500 Euro unterstützt.

Humboldt-Universität:  Stipendien für den Übergang vom Studium zur Promotion

Die Humboldt-Universität vergibt im Rahmen der Nachwuchsförderlinien der Exzellenzinitiative sechsmonatige Übergangsstipendien. Das Stipendium richtet sich an hervorragende Absolventinnen und Absolventen oder Studierende kurz vor Abschluss eines Masterstudiums, die eine Promotion anstreben und dient der Vorbereitung eines Promotionsvorhabens. Es umfasst eine monatliche Förderung in Höhe von 800 Euro. Um mehr Promotionsinteressierten mit Behinderung oder chronischer Krankheit den Weg zu einer Promotion zu eröffnen, werden Bewerbungen aus dieser Zielgruppe ab jetzt besonders berücksichtigt. Die nächste Bewerbungsfrist läuft vom 1. April bis zum 15. Mai 2017 für einen Förderbeginn ab 1. August 2017.

International

Europäisches Parlament: Entschließung zu Gebärdensprache und professionellen Gebärdensprachdolmetschern

Das Europäische Parlament hat am 23. November 2016 eine Entschließung zu Gebärdensprache und professionellen Gebärdensprachdolmetschern angenommen. Darin stellt das Parlament u.a. fest, dass die Bereitstellung von professionellen Gebärdensprachdolmetschern zu den in der UN-Behindertenrechtskonvention geforderten angemessenen Vorkehrungen gehört. Diese müssten bereitgestellt werden, um einen gleichberechtigen Zugang zu Aus- und Weiterbildung zu gewährleisten.

ESNsurvey 2017: Accessible Mobility!

Die Umfrage ESNsurvey2017 will herausfinden, mit welchen Schwierigkeiten Studierende mit Beeinträchtigungen in europäischen Austauschprogrammen konfrontiert sind und welche Faktoren die internationale Mobilität unterstützen. Die Umfrage läuft bis zum 26. April 2017.

Studium und Behinderung in den Medien

gv-praxis: Studierendenwerk Hamburg: Tablettwagen für Rollstuhlfahrer

gv-praxis, die Wirtschaftszeitung für professionelle Gemeinschaftsgastronomie stellt den Tablettwagen vor, den das Studierendenwerk Hamburg für die Rollstuhlfahrer_innen unter den Mensagästen entwickelt und gebaut hat. Nachdem sämtliche Hamburger Mensen mit dem patentgeschützten Gefährt ausgestattet sind, kann die Werkstatt des Studierendenwerks auch Fremdaufträge bearbeiten. Dafür werden 1.341 Euro berechnet, ohne Mehrwertsteuer und Transportkosten.

Süddeutsche.de: Passgenaue Lösung

Studierende mit Behinderung sollten gründlich prüfen, welche Hochschule zu ihnen passt. Dies ist die Botschaft eines Artikels, der am Beispiel zweier sehbeeinträchtigter Studierender Unterstützungsangebote von Hochschulen vorstellt.

DSW-Journal: Kämpferisch für Inklusion

Das Journal des Deutschen Studentenwerks stellt in seiner neuen Ausgabe das Beratungszentrum zur Inklusion Behinderter (BZI) beim Akademischen Förderungswerk (AKAFÖ) Bochum vor

Frankfurter Rundschau: Die Kultstimme der Mensa

Der Artikel stellt u.a. den Mensaservice des Studentenwerks Marburg für sehbehinderte Studierende vor.

Deutschlandfunk: Lehrer und blind

Der Radiosender porträtiert den blinden Lehrer Martin Park, der auf einem Gymnasium Französisch und Erdkunde unterrichtet.

Termine

BHSA-Tagung: Das Bundesteilhabegesetz – Chancen und Risiken in Bezug auf Hochschulstudium

Termin: 12.-14. Mai 2017
Ort: Berlin
Veranstalter: Bundesarbeitsgemeinschaft Hörbehinderter Studenten und Absolventen e.V. (BHSA)

Die Tagung beschäftigt sich mit den Änderungen im Bundesteilhabegesetz bezogen auf den Bereich der Hochschule. Anmeldeschluss ist der 24. März 2017.

Studentenwerk Berlin: Seminar zum Berufseinstieg für Absolventen*innen mit Behinderung und chronischer Erkrankung

Termin: 18. und 25. August sowie 1. September 2017
Ort: Berlin
Veranstalter: Studentenwerk Berlin

Im Seminar werden Bewerbungssituationen trainiert und Fördermöglichkeiten für den Berufseinstieg benannt. Anmeldeschluss ist der 31. Juli 2017.

TU Dortmund: Schnupperstudium für behinderte /chronisch kranke Studieninteressierte

Termin: 7.-9. November 2017
Ort: Dortmund
Veranstalter: DoBuS, Bereich „Studium und Behinderung“ des Zentrums für Hochschulforschung der TU Dortmund

Neben der Vorstellung der Angebote der Universität zu Unterstützung Studierender mit Beeinträchtigungen bietet die Veranstaltung auch die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch. Die Veranstaltung richtet sich an alle chronisch kranken und behinderten Studieninteressierten, für die der Studienort Dortmund in Frage kommt, sowie an Studienanfänger und -anfängerinnen an der TU Dortmund.

Ihr Team der IBS

Deutsches Studentenwerk
Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)
Monbijouplatz 11
10178 Berlin

Tel.: 030 / 29 77 27 -64
Fax: 030 / 29 77 27 -69
E-Mail: studium-behinderung@studentenwerke.de
www.studentenwerke.de/behinderung

Bitte schicken Sie eine E-Mail an studium-behinderung@studentenwerke.de, wenn Sie den Newsletter der Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) abbestellen möchten.

Deutsches Studentenwerk: Tipps und Informationen Nr. 2 / 2017

 Deutsches StudentenwerkInformations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)


23. Februar 2017

Tipps und Informationen Nr. 2 / 2017

(Sie können die Tipps und Informationen auch auf unseren Webseiten lesen: Tipps und Informationen 2/2017)

Aus der Arbeit der IBS und des DSW

Aktualisierungen zum IBS-Handbuch „Studium und Behinderung“

Eine Anlage zum Handbuch „Studium und Behinderung“ informiert über Änderungen im BAföG und dem Sozialgesetzbuch (SGB II), über Neuregelungen durch die Pflegereform und das Bundesteilhabegesetz sowie über Anpassungen bei der Gesetzlichen Krankenversicherung. Die Anlage ist in der Printfassung als Beileger enthalten.

IBS-Seminar: Berufseinstieg mit Behinderungen und chronischen Krankheiten

Das jährliche Seminar findet vom 8. bis 11. August 2017 in Köln statt. Es richtet sich an Studierende sowie Hochschulabsolvent_innen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten. Die Teilnehmenden erhalten ein persönliches Feedback zu den von ihnen eingereichten Bewerbungsmappen wie auch zu den simulierten Bewerbungsgesprächen. Ergänzend zu den Informationen zu den Bewerbungsverfahren informieren Vertreter_innen der Bundesagentur für Arbeit über Unterstützungsmöglichkeiten bei Arbeitssuche und Jobeinstieg.

IBS Online-Bibliothek um Fachliteratur zum Thema „Studium und Behinderung“ ergänzt

In der Rubrik Fachliteratur steht nun eine Liste mit aktuell 56 bibliografischen Angaben zum Thema „Studium und Behinderung“ zur Verfügung. Die Liste wird regelmäßig aktualisiert.

Aus Hochschulen und Studentenwerken

Universität Marburg: Handreichungen für Studierende, Lehrende und Mitarbeiter_innen

Zahlreiche Handreichungen sind das Ergebnis des Projektes „Inklusives Studieren bei Blindheit und Sehbeeinträchtigung“, das von Januar 2015 bis Juni 2016 an der Universität Marburg durchgeführt wurde. Erstsemester bekommen Tipps für einen guten Studieneinstieg, Lehrende Hinweise für die barrierefreie Gestaltung der Lehre und die barrierefreie Umsetzung von Studienmaterialien. Mitarbeiter_innen in Beratung oder Verwaltung erfahren, wie sie Barrieren im Umgang mit Studierenden mit Sehbeeinträchtigung vermeiden können. Die Handreichungen finden Sie auch in der Online-Bibliothek der IBS.

Studentenwerk Hannover: Neuer Mensaservice für Rollstuhlnutzer_innen

In der Hauptmensa des Studentenwerks gibt es seit Neuestem einen Tablettwagen, der an einen Rollstuhl angedockt werden kann. Das Studentenwerk griff mit diesem neuen Service die Idee eines Gastes auf.

Universität Köln: Internationale Auszeichnung für PROMI-Projekt

Das Projekt „PROMI – Promotion inklusive“ der Universität Köln ist am 23. Februar in Wien mit dem „Zero Award“ ausgezeichnet worden. Im Rahmen des Projektes erhielten seit 2013 insgesamt 45 Hochschulabsolvent_innen mit einer Behinderung die Möglichkeit zur Promotion. Das Zero Project versteht sich als eine Plattform, die international innovative und effektive Lösungen bewirbt, mit denen Barrieren für beeinträchtigte Menschen abgebaut werden.

Hochschule Wismar: Mitarbeiter_innen und Studierende lernen Gebärdensprache am Sprachenzentrum

Zusammen mit der Behindertenbeauftragten der Hochschule bietet das Sprachenzentrum im Sommersemester 2017 einen Anfängerkurs in Deutscher Gebärdensprache an. Der Kurs ist mit zwölf Teilnehmer_innen bereits ausgebucht. Sowohl Mitarbeitende – hier insbesondere aus der Studienberatung – als auch Studierende haben sich für den Kurs eingeschrieben.

Aus den Bundesländern

Sachsen-Anhalt: Petition zum Hochschulgesetz

Der Arbeitskreis Inklusion des Studierendenrates der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat eine Petition zur Verbesserung der Situation von Studierenden und Hochschulmitarbeiter_innen mit Behinderungen online gestellt. Er fordert eine Überarbeitung des Hochschulgesetzes gemäß den Erfordernissen der UN-Behindertenrechtskonvention. Gefordert wird u.a. die Stärkung der Position des Beauftragten für die Studierenden mit Behinderungen und die Aufnahme von Regelungen zu „angemessenen Vorkehrungen“ in das Gesetz. Die Petition kann noch bis zum 7. Mai 2017 unterzeichnet werden.

Sachsen: Hochschulen sollen Chancengleichheit sichern

Der im November 2016 veröffentlichte Hochschulentwicklungsplan formuliert eine Reihe von übergreifenden Zielen der Hochschulentwicklung. Hierzu gehört auch, dass die Hochschulen die besondere Situation Studierender mit Behinderungen und chronischen Krankheiten anerkennen und die Chancengleichheit gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention sichern.

Sachsen: Koordinierungsstelle wird Fachstelle Inklusion

Die Koordinierungsstelle zur Förderung der Chancengleichheit an sächsischen Hochschulen gibt es bereits seit 2009. Seit Beginn des Jahres fungiert die Koordinierungsstelle zugleich als Fachstelle Inklusion. Sie unterstützt und vernetzt die Hochschulen des Landes künftig nicht nur in der Gleichstellungsarbeit sondern auch dabei, Barrieren abzubauen und eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an der Hochschulbildung zu ermöglichen. Die Fachstelle wird aus Landesmitteln finanziert.

NRW: Landesarbeitsgemeinschaft Studium und Behinderung gegründet

Die Landesarbeitsgemeinschaft ist aus den Vernetzungstreffen hervorgegangen, in denen sich seit rund neun Jahren die Hochschulbeauftragten und Berater_innen für Studierende mit Behinderung regelmäßig austauschten. Sprecher_innen der Landesarbeitsgemeinschaft sind Dr. Birgit Rothenberg von der Technischen Universität Dortmund, Prof. Dieter Rüth von der Hochschule Bochum und Björn Brünink von der Hochschule Düsseldorf.

Aus Politik und Verwaltung

Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs 2017

Der Bericht konstatiert – wie bereits seine beiden Vorgängerberichte -, dass es kaum Daten und Forschungen zur Situation von Nachwuchswissenschaftler_innen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen gibt. Das Thema spiele zudem in der öffentlichen Diskussion um Chancengerechtigkeit kaum eine Rolle. Der Bericht weist zugleich darauf hin, dass lediglich 16 Prozent der Promotionseinrichtungen der Hochschulen eine spezielle Förderung von Personen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung anbieten.

Stipendien und Praktika

Mentoring für Akademikerinnen mit Behinderung / gesundheitlicher Beeinträchtigung zum Berufseinstieg

Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Region Köln bietet ein Mentoring über 12 Monate für Akademikerinnen mit Behinderungen an. Für das Programm konnten acht Mentor_innen aus unterschiedlichen kleinen und mittleren Unternehmen geworben werden, darunter aus der Produktion, Architektur, Bildung- und Sprachschule, Rechtswesen, Beratung und Finanzwesen. Die Mentees lernen potentielle Arbeitgeber_innen aus der Region Köln kennen und erfahren, was kleine und mittlere Unternehmen von ihren zukünftigen Fach- und Führungskräften erwarten. Bewerbungen sind bis Ende März möglich.

Verschiedenes

Europaweite Befragung zum Auslandsstudium mit Behinderungen

Das Erasmus Student Network (ESN), führt eine europaweite Befragung zum Thema „Auslandsstudium mit Behinderungen“ durch. Studierende mit Behinderungen sind aufgerufen, sich an dem Survey zu beteiligten – unabhängig davon, ob sie bereits an einem internationalen Austauschprogramm teilgenommen haben oder nicht. Die Befragung läuft noch bis zum 15.3.2017. Das Erasmus Student Network ist eine europäische Studentenorganisation, die sich für die Mobilität von Studierenden einsetzt.

Studium und Behinderung in den Medien

Augsburger Allgemeine: Umfrage unter Studenten mit Behinderung

Die Zeitung berichtet in dem Artikel über die Befragung „beeinträchtigt studieren“, in deren Rahmen zum zweiten Mal bundesweit Studierende mit Behinderungen zu ihrer Studiensituation befragt werden. Die Umfrage läuft noch bis Mitt März 2017.

Uni Spiegel: Stadt der Blinden

Sprechende Aufzüge, Vorlesehilfe und Computer mit tastbaren Bildschirmen – wer schlecht sieht, sollte in Marburg studieren. Zu diesem Fazit kommt ein Artikel im Uni Magazin des Spiegels.

CARTA: Der richtige Weg für jeden

Das Magazin des Stifterverbands beschäftigt sich im Artikel mit dem Thema chancengerechte Bildung. Zu Wort kommen eine Studierende und die Beauftragte für Studierende mit Behinderung der HTW des Saarlandes.

Termine

Workshop: Inklusion und Barrierefreiheit an der Hochschule

Termin: 4. Mai 2017
Ort: Leipzig
Zielgruppe: Lehrende an sächsischen Hochschulen und Interessierte
Veranstalter: Koordinierungsstelle zur Förderung der Chancengleichheit an sächsischen Universitäten und Hochschulen in Kooperation mit dem Hochschuldidaktischen Zentrum Sachsen (HDS)

Der Workshop beschäftigt sich mit der Frage, wie die Öffnung der Hochschulen für Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen gelingen kann, wo angesetzt werden kann und worauf es zu achten gilt.

Seminar: Assistenz?! Antworten auf rechtliche Fragen rund um Schulbegleiter, Vorlesekräfte, Arbeits- und Alltagsassistenzen

Termin:  22. und 23. September 2017
Ort: Marburg
Zielgruppe: blinde und sehbehinderte Interessierte
Veranstalter: Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. – blista

Die praxisorientierte Fortbildung bietet Wissenswertes zu Fragen der Finanzierung und Organisation von Assistenzen. Studierende zahlen einen ermäßigten Teilnahmebeitrag. Anmeldeschluss ist der 23. August 2017.

Konferenz: UDL – It’s Time to Talk About the ‚Why‘?

Termin: 13. und 14. März 2017
Ort: Dublin
Veranstalter: AHEAD in Kooperation mit LINK Network

Die jährlich stattfindende internationale Konferenz beschäftigt sich mit verschiedenen Perspektiven auf das Universal Design for Learning (UDL).

Ihr Team der IBS

Deutsches Studentenwerk
Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)
Monbijouplatz 11
10178 Berlin

Tel.: 030 / 29 77 27 -64
Fax: 030 / 29 77 27 -69
E-Mail: studium-behinderung@studentenwerke.de
www.studentenwerke.de/behinderung

Bitte schicken Sie eine E-Mail an studium-behinderung@studentenwerke.de, wenn Sie den Newsletter der Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) abbestellen möchten.

 

Tipps und Informationen Nr. 1 / 2017

 Deutsches StudentenwerkInformations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)


30. Januar 2017

(Sie können die Tipps und Informationen auch auf unseren Webseiten lesen: Tipps und Informationen 1/2017)

Aus Hochschulen und Studentenwerken

Universität Düsseldorf: Praktikumsvereinbarung mit L’Oréal

Zwischen dem Beauftragten für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung der Universität Düsseldorf, Prof. Matthias Franz, und dem Konzern L’Oréal gibt es eine Kooperation. Innerhalb dieser Kooperation stellt L’Oréal Studierenden mit Behinderung oder chronischer Erkrankung der Universität zum wiederholten Mal fünf Praktikumsplätze zur Verfügung. Für das drei- bis sechsmonatige, betreute und bezahlte Praktikum können sich Studierende aller Fächer bewerben.

Für die Beratungspraxis

Anspruch auf Mehrbedarf für kostenaufwändige Ernährung“ wegen Laktose-Intoleranz

Regelmäßig verneinen die Jobcenter mit Verweis auf die Empfehlungen des Deutschen Vereins einen Mehrbedarf Ernährung bei Laktose-Intoleranz. Begründung: Eine Ernährung mit laktosefreien Produkten verursache keine zusätzlichen Kosten. Das Sozialgericht Berlin folgte dieser Auffassung nicht und sprach einem Antragsteller mit ausgeprägter Unverträglichkeitssymptomatik einen Mehrbedarfszuschlag von 18 EURO monatlich zu. Dabei stützte sich das Gericht auf neuere Gutachten. Diese kommen durch Marktanalyse zu dem Schluss, dass die Kosten für eine Vollkosternährung – auch bei preisbewusster Einkaufsweise – über den Regelsätzen des SGB II liegen, u.a. weil viele kostengünstige Lebensmittel aus technologischen Gründen oder zur Geschmacksverstärkung Laktose enthalten. Das Bundesverfassungsgericht hatte in seinem Urteil vom 23.7.2014 zu den Regelbedarfen einen „realitätsgerechten Beurteilungsmaßstab“ angemahnt.

Aus den Bundesländern

Bayern startet neuen Forschungs- und Praxisverbund für Inklusion und Barrierefreiheit

Der neue Verbund trägt den Titel „Inklusive Hochschule und barrierefreies Bayern“ und wurde konzipiert von den Universitäten Würzburg und Bayreuth, der Technischen Hochschule Deggendorf und den Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Ansbach, Landshut und München. Ziele des Verbundes sind die Etablierung einer barrierefreien Lehre, die Entwicklung eines barrierefreien multimedialen Leitsystems, der Ausbau praxisorientierten Forschung zu Fragen von Barrierefreiheit und Inklusion und die Einbindung weiterer relevanter Akteure in die bestehenden Netzwerktreffen. Der bayerische Landtag unterstützt den Verbund seit Januar 2017 ein Jahr lang mit 500.000 Euro.

NRW: Inklusion als strategisches Entwicklungsziel

Gemeinsam haben Land und Hochschulen in NRW erstmalig einen Landeshochschulentwicklungsplan (LHEP) erarbeitet. Dieser sieht in der Inklusion ein großes Profilierungspotential für die Hochschulen. Beide Seiten verpflichten sich, Schritt für Schritt die volle Teilhabe der Studierenden mit Behinderungen oder chronischen Erkrankung an der Hochschulbildung zu verwirklichen. Hierzu soll auch die Digitalisierung der Lehre beitragen. Beim Thema „digitale Infrastrukturen“ wird auch auf die Notwendigkeit der Barrierefreiheit verwiesen. Der LHEP ist zum 1.1.2017 in Kraft getreten und gilt für fünf Jahre.

Thüringen: Graduiertenförderung berücksichtigt stärker Belange von Menschen mit Behinderungen

Thüringen hat die Regelungen zur Vergabe von Stipendien für den wissenschaftlichen Nachwuchs novelliert. Künftig sollen die Hochschulen bei der Auswahl der Stipendiat_innen verstärkt die Belange von Bewerber_innen mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten berücksichtigen. Das heißt auch, dass Unterbrechungen oder Verzögerungen z.B. wegen einer Behinderung nicht zu einer Benachteiligung führen dürfen. Neu eröffnet wird die Möglichkeit, bei Fehlen anderer Finanzierungsquellen, auf Antrag einen Zuschuss für benötigte Hilfsmittel zu erhalten.

Aus Politik und Verwaltung

Bundesregierung legt zweiten Teilhabebericht vor

Die Bundesregierung erstellt alle vier Jahre einen Bericht über die Lage von Menschen mit Beeinträchtigungen in Deutschland. Im Kapitel Hochschulbildung bereitet der aktuelle Bericht die Daten der 20. Sozialerhebung, der Datenerhebung „beeinträchtigt studieren“, des 12. Studierendenserveys und der Evaluation der HRK-Empfehlung „Eine Hochschule für Alle“ 2013 auf. Er benennt die Datenlücken, die es im Bereich „Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an der Hochschulbildung“ gibt.

Publikationen

Sammelband „Inklusionssensible Hochschule“

Das Buch versammelt Beiträge, die sich im ersten Teil mit grundlegenden (theoretischen) Perspektiven für die Entwicklung der Hochschulen hin zu mehr Inklusionssensibilität beschäftigen. Im zweiten Teil werden konkretere Ansätze für Studium und Organisationsentwicklung vorgestellt und die Beiträge im dritten Teil machen inklusionssensible Hochschuldidaktik zum Thema.

Verschiedenes

Moratorium über digitale Semesterapparate

Nach einem Rahmenvertrag zwischen dem Bund, den Ländern und der Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) sollte ab 2017 die bisherige pauschale Vergütung urheberrechtlich geschützter Werke auf eine Einzelabrechnung durch die Dozent_innen umgestellt werden. Da Hochschulen bundesweit diese neue Regelung für inakzeptabel hielten, stand die Löschung digitaler Semesterapparate im Raum. Nun gibt es bis zum 30. September ein Moratorium, um weiter zu verhandeln.

ZAV erweitert Service für schwerbehinderte Akademiker_innen

Der Arbeitgeber-Service für schwerbehinderte Akademiker in der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit unterstützt arbeitssuchende Akademikerinnen und Akademiker mit einer Schwerbehinderung über Eingliederungszuschüsse oder die Finanzierung von Probebeschäftigungen bei der Arbeitsaufnahme. Darüber hinaus berät die ZAV zu Bewerbungsstrategien, Arbeitsangeboten und unterbreitet Vermittlungsvorschläge.

Studium und Behinderung in den Medien

Freie Presse: Nur die Mensa ist noch nicht barrierefrei

Ein Bericht über den Studieninformationstag der Hochschule Mittweida und das Angebot der Sozialkontaktstelle, einem besonderen Service der Hochschule für Menschen mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen oder Studierende mit Kind.

Nordwest Zeitung: Keine Scheu vor Studium mit Legasthenie

Die Beraterin des Studentenwerks Oldenburg, Wiebke Hendeß, berichtet in dem Artikel, welche Unterstützungsangebote es an den Hochschulen für Studierende mit Legasthenie gibt.

Termine

Seminar „Wie geht es weiter im Beruf oder im Studium? Biografiearbeit und Theater“

Termin: 30. März – 2. April 2017
Ort: Herrenberg bei Stuttgart
Veranstalter: Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. (DVBS)
Zielgruppe: blinde und sehbehinderte Studierende, Berufstätige oder Erwerbslose

Mit der Methode des biografischen Theaters sollen neue Perspektiven auf die eigene berufliche Biografie und Kommunikationsprozesse am Arbeitsplatz und im Studium eröffnet werden. Anmeldeschluss ist der 24.2.2017.

Workshop: Spielend gute Dokumente mit LaTeX erstellen

Termin: 3.-5. März 2017
Ort: Marburg
Veranstalter: Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. (DVBS)
Zielgruppe: blinde und sehbehinderte Studierende

In dem Workshop geht es um Grundlagen der Zeichen-, Absatz- und Seitenformatierung sowie das Erstellen erster Texte mit LaTeX. Anmeldeschluss ist der 2. Februar 2017.

Ihr Team der IBS

Deutsches Studentenwerk
Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)
Monbijouplatz 11
10178 Berlin

Tel.: 030 / 29 77 27 -64
Fax: 030 / 29 77 27 -69
E-Mail: studium-behinderung@studentenwerke.de
www.studentenwerke.de/behinderung

Bitte schicken Sie eine E-Mail an studium- behinderung@studentenwerke.de, wenn Sie den Newsletter der Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) abbestellen möchten.

Studentenwerk: Tipps und Informationen 12/2016

 Deutsches StudentenwerkInformations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)


20. Dezember 2016

Tipps und Informationen Nr. 12 / 2016

(Sie können die Tipps und Informationen auch auf unseren Webseiten lesen: Tipps und Informationen 12/2016)

Aus der Arbeit der IBS und des DSW

Dokumentation der Fachtagung „Diversity-Management. Behinderung im Fokus“

Am 25. und 26. Oktober fand die diesjährige Fachtagung der Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) des Deutschen Studentenwerks statt. Im Plenum und in Workshops diskutierten 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über das Thema „Diversity-Management. Behinderung im Fokus“. Die Beiträge der Referent_innen und die Präsentationen der Workshopleiter_innen können nun auf der Webseite der IBS nachgelesen werden.

Bitte Termin vormerken: IBS-Jahrestagung 2017

Die nächste Fachtagung der IBS wird am 22. und 23. Juni 2017 in Berlin stattfinden. Über Inhalte und Anmeldung informieren wir Sie rechtzeitig in einem der nächsten Newsletter.

Aus Hochschulen und Studentenwerken

Universität München erhält das Signet „Bayern barrierefrei“

Am 23. November 2016 wurde der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) das Signet „Bayern barrierefrei“ verliehen. Die LMU hat in den letzten Jahren bauliche Barrieren abgebaut und ihre technischen sowie Beratungsangebote für Studierende mit Beeinträchtigungen erweitert. Das Signet würdigt diese Anstrengungen. Neben den physischen Barrieren will die LMU künftig die „Barrieren in den Köpfen“ stärker in den Blick nehmen.

Universität Wuppertal eröffnet Ausstellung „Neue Designs für die Beratungsstelle“

Drei Mediendesign-Studierende der Bergischen Universität Wuppertal haben sich mit der Frage auseinander gesetzt, wie die Arbeit der „Beratungsstelle zur Inklusion bei Behinderung und chronischer Erkrankung“ bekannter gemacht werden kann. Mit ihren Vorschlägen wollen die Studierenden auch ihre Kommilliton_innen für beeinträchtigungsbedingte Erschwernisse im Studium sensibilisieren. Die drei Arbeiten sind in der Universitätsbibliothek ausgestellt.

AKAFÖ berät seit 20 Jahren Studierende mit Beeinträchtigungen

Am 26. November feierte das Beratungszentrum zur Inklusion Behinderter am AKAFÖ sein 20-jähriges Bestehen. Auf dieses Ereignis macht eine Pressemitteilung des Studierendenwerks aufmerksam.

Aus den Bundesländern

Landesaktionspläne zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und Maßnahmen im Hochschulbereich

Die IBS hat ihre Übersicht über die Landesaktionspläne zur Umsetzung der UN-BRK um den Sächsischen Aktionsplan ergänzt und online gestellt. Mit Sachsen ist die Zahl der Länder, die einen Aktionsplan aufgestellt haben, auf 14 gestiegen. Lediglich in Niedersachsen und Schleswig-Holstein gibt es bislang keinen Landesaktionsplan.

Aus Politik und Verwaltung

Bundesteilhabegesetz beschlossen

Das neue Bundesteilhabegesetz ist beschlossen. Nach dem Bundestag stimmte nun auch der Bundesrat dem neuen Gesetz zu. Die vielen Proteste und der Einsatz der Verbände haben dazu geführt, dass der Gesetzentwurf noch deutlich nachgebessert wurde – auch im Bereich der Leistungen zur Teilhabe an Bildung. Das Gesetz wird schrittweise in Kraft treten. Das neue Eingliederungshilferecht und damit auch die Regelungen zu den Leistungen zur Teilhabe an Bildung treten erst 2020 in Kraft. Bis dahin gelten die jetzigen Regelungen fort. Wir werden Sie im Januar über die Neuregelungen informieren.

Nachfolgende zwei Fachbeiträge befassen sich mit den Diskussionen in Bundesrat und Bundestag, die die Leistungen zur Teilhabe an Bildung betreffen.

Aus Verbänden und Institutionen

Kultusministerkonferenz veröffentlicht Strategie „Bildung in der digitalen Welt“

Die Länder verabschiedeten Anfang Dezember die Strategie „Bildung in der digitalen Welt“. Diese bildet einen verbindlichen Rahmen für die Ausgestaltung der digitalen Bildungsangebote. Sie betrifft auch den Hochschulbereich. Hochschulen werden aufgefordert, die digitalen Lehrformate barrierefrei zugänglich und nutzbar zu machen.

Hochschulforum Digitalisierung veröffentlicht Abschlussbericht

Das Forum beschäftigte sich seit 2014 in sechs Arbeitsgruppen mit Fragen der Digitalisierung an deutschen Hochschulen. Im nun veröffentlichten Abschlussbericht wird auch auf die Bedeutung von Barrierefreiheit hinsichtlich der digitalen Infrastrukturen, der Lehr- und Lernmaterialien und der didaktischen Gestaltung von Lehr- und Lernsettings aufmerksam gemacht. Das Hochschulforum ist eine gemeinsame Initiative des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft mit dem Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK).

Stipendien und Praktika

Universität Düsseldorf vergibt Stipendium „Vision“

Ein Mal pro Semester vergibt die Universität Düsseldorf das Stipendium „Vision“ an Studierende, die aufgrund einer Beeinträchtigung einen finanziellen Mehrbedarf während eines Auslandsaufenthalts haben. Das Stipendium hat eine pauschale Höhe von 650 Euro im Monat und wird unabhängig von der Staatsangehörigkeit vergeben.

Verschiedenes

Handreichung zur barrierefreien Gestaltung von Internetseiten

Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst hat eine Broschüre zur barrierefreien Gestaltung von Internetseiten veröffentlicht. Sie ist im Zusammenhang mit dem Relaunch der Internetseite studieren-in-bayern.de entstanden und Teil des Projektes „Barrierefreiheit im Internet/Inklusion an Hochschulen“.

EU-Richtlinie über den barrierefreien Zugang zu Webseiten

Eine neue EU-Richtlinie verpflichtet öffentliche Stellen – dazu gehören auch Hochschulen und Universitäten – zur Barrierefreiheit von Webseiten und mobilen Anwendungen. Die Richtlinie wurde am 2. Dezember 2016 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Sie muss innerhalb von 21 Monaten in nationales Recht umgesetzt werden.

BIK für Alle: Leitfaden barrierefreie Online-Videos

BIK für Alle hat einen Leitfaden zur Produktion barrierefreier Online-Videos entwickelt. Videoproduzenten erfahren, wie die Anforderungen an Barrierefreiheit frühzeitig mitgedacht werden können. Redakteure erhalten Hinweise auf Untertitel-Editoren. Auch eine Sammlung von Dienstleistern für Untertitelung und Audiodeskription steht zur Verfügung. BIK für Alle ist ein vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördertes Projekt, das darauf zielt, die Vorteile eines barrierefreien Webs in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und über Chancen und Umsetzungsmöglichkeiten des barrierefreien Webdesigns aufzuklären.

Studium und Behinderung in den Medien

Stuttgarter Nachrichten: Ungewöhnlicher Slam an der PH

Leben und Studieren mit einer Benachteiligung war das Thema des ersten (Dis)ability Slam der PH Ludwigsburg. Die Stuttgarter Nachrichten berichten über die Studierende, die hier mit ihren Texten zu Wort kamen.

taz: Der Versuch, die Ausnahme zu regeln

Der Artikel problematisiert, dass die rechtlichen Regelungen zum BAföG zwar eine Überschreitung der Förderungshöchstdauer für Studierende mit Beeinträchtigungen ermöglichen, die Umsetzung dieser Regelung jedoch im Ermessen der Verwaltungsangestellten liegt.

taz: Studieren in Italien. In Forlí fühle ich mich frei

Eine kleinwüchsige Studierende berichtet über ihre positiven Erfahrungen während eines Auslandsstudiums in Italien.

Das Jurastudium in Marburg – aus dem Leben eines blinden Paragraphenreiters

Hendrik Lonnemannn berichtet in der Fachzeitschrift horus über seine Erfahrungen als Jurastudent in Marburg. Besonders wichtig für ihn: Die Materialien, die allen Studierenden zur Verfügung gestellt werden, sind weitgehend barrierefrei.

Termine

Regensburger Hochschultag

Termin: 17. Februar 2017
Ort: Regensburg
Zielgruppe: Studieninteressierte
Veranstalter: Universität Regensburg, Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg, Hochschule für katholische Kirchenmusik & Musikpädagogik, Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz

Seit 2012 gibt es beim Regensburger Hochschultag neben Ständen der Allgemeinen und Zentralen Studienberatungen einen Informationsbereich speziell für Studieninteressierte mit Beeinträchtigungen. Die Studieninteressierten erhalten Informationen zu Themen wie: Bewerbung mit Sonderanträgen, Regelungen zum Nachteilsausgleich, Unterstützungsangeboten, Finanzierung und Wohnmöglichkeiten.

Ihr Team der IBS

Deutsches Studentenwerk
Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)
Monbijouplatz 11
10178 Berlin

Tel.: 030 / 29 77 27 -64
Fax: 030 / 29 77 27 -69
E-Mail: studium-behinderung@studentenwerke.de
www.studentenwerke.de/behinderung

Bitte schicken Sie eine E-Mail an studium- behinderung@studentenwerke.de, wenn Sie den Newsletter der Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) abbestellen möchten.

Tipps und Informationen Nr. 11 / 2016

(Sie können die Tipps und Informationen auch auf unseren Webseiten lesen: Tipps und Informationen 11/2016)

Aus der Arbeit der IBS und des DSW

Umfrage „beeinträchtigt studieren – best2“ gestartet

Am 21. November 2016 startete die Umfrage „beeinträchtigt studieren – best2“. Zum zweiten Mal nach 2011 werden bundesweit Studierende mit studienerschwerenden Beeinträchtigungen zu ihrer Studiensituation befragt: Welche Herausforderungen müssen sie bewältigen? Wie gut greifen die Nachteilsausgleiche? Welche Unterstützungsangebote sind hilfreich? Welche Rolle spielen Lehrende und Kommiliton/innen? Mehr als 150 Hochschulen unterstützen das Projekt. Sie versenden die Einladungen zur Umfrage an ihre Studierenden. Die Datenerhebung ist ein gemeinsames Projekt des Deutschen Studentenwerks und des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung. Das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung finanziert die Erhebung.

Aus Hochschulen und Studentenwerken

Uni München: Inklusionstraining für Lehrende

An der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) wird das sogenannte Münchner Inklusionstraining für Lehrende (M!T-L) angeboten. Die vierstündige Veranstaltung soll Lehrende für die individuellen Bedürfnisse von Studierenden mit Behinderung und chronischer Erkrankung sensibilisieren, über die Rechte von Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung informieren und die Beratungs- und Informationssysteme der Universität vorstellen. Der Kurs ist in das Lehrqualifizierungsprogramm der LMU PROFiL aufgenommen und für das „Zertifikat Hochschullehre der Bayerischen Universitäten“ anrechenbar.

TU Dortmund: Fragen und Antworten zum Schnupperstudium

Zum 25. Mal findet im November das DoBuS-Schnupperstudium „Studieren mit Behinderung/chronischer Krankheit“ an der TU Dortmund statt. In einem Interview stellt Birgit Drolshagen das Schnupperstudium und die Angebote der TU Dortmund für Studierende mit Beeinträchtigungen vor.

Uni Bremen: Veranstaltungsreihe „Universität dis/abled?“

Wo steht die Universität Bremen auf ihrem Weg, einen diskriminierungsfreien, chancengerechten Zugang zum Studium und zur wissenschaftlichen Karriere zu ermöglichen? Wie kann sie sich so weiter entwickeln, dass sie ihrem eigenen Anspruch einer inklusiven Universität gerecht(er) werden kann? Diesen Fragen geht die Universität in vier öffentlichen Veranstaltungen im Wintersemester 2016/2017 nach.

Uni Bremen: Hilfsmittelraum

An der Bibliothek der Universität Bremen wurde ein Hilfsmittelraum für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen neu eingerichtet. Nach einer einmaligen Registrierung kann der Raum nach Bedarf genutzt werden.

Für die Beratungspraxis

Finanzierung eines Studiums zum Webdesigner

Das LSG Mainz hat entschieden, dass die Bundesagentur für Arbeit einem schwerbehinderten Menschen, der wegen seiner Erkrankung seinen Computer nur noch mit den Augen steuern kann, eine berufliche Ausbildung zum Webdesigner (Fernstudium) finanzieren muss, wenn noch die Chance einer beruflichen Tätigkeit besteht und sie andere geeignete Maßnahmen nicht benennen kann (Urteil vom 27.10.2016, Aktenzeichen: L 1 AL 52/15).

Aus den Bundesländern

Bayern: Darlehenskasse der bayerischen Studentenwerke mit verbesserten Konditionen

Die Darlehenskasse der Bayerischen Studentenwerke e.V. gewährt Studienabschlussdarlehen an bedürftige Studierende der bayerischen Hochschulen. Zum Wintersemester 2016/2017 wurden die Konditionen für das Darlehen verbessert. Das Darlehen kann nun auch während eines Urlaubssemesters (z.B. wegen Krankheit) bezogen werden. Zusätzlich kann ein Einmaldarlehen bis zu einem Betrag von 3000 Euro für einmalig notwendige Anschaffungen, Krankheitskosten und in besonderen finanziellen Notsituationen beantragt werden.

NRW: Digitalisierung soll Zugangsbarrieren verringern

In Nordrhein-Westphalen wurde ein Landeshochschulentwicklungsplan (LHEP) beschlossen. Im Handlungsfeld „Digitalisierung der Lehre“ wird dabei das Ziel formuliert, Zugangsbarrieren zum Studium insbesondere auch für Studierende mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu verringern. Hinsichtlich der digitalen Infrastrukturen wird auch der Aspekt der Barrierefreiheit erwähnt.

Sachsen: Aktionsplan beschlossen

Das sächsische Kabinett hat den Landesaktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention beschlossen. Im Aktionsplan verpflichtet sich die Landesregierung u.a. dazu, die Hochschulen und Studentenwerke bei der Erarbeitung von Aktionspläne zu unterstützen, die Beauftragten für die Belange von Studierenden mit Behinderungen gesetzlich zu verankern und eine landesweite Informationsplattform für Studierende mit Behinderungen aufzubauen. Weitere Maßnahmen sind z.B. die Integration von inklusionsspezifischen Zielstellungen in die Zielvereinbarungen von Land und Hochschulen, die Bereitstellung eines kontinuierlichen Budgets für Inklusionsmaßnahmen an Hochschulen und der Ausbau der barrierefreien Websites der Hochschulen und Studentenwerke.

Mecklenburg-Vorpommern: Koalitionsvereinbarung unterzeichnet

In ihrer Koalitionsvereinbarung verpflichten sich SPD und CDU dazu, den Hochschulzugang sowie die Bedingungen im Studium so zu gestalten, dass möglichst alle dazu befähigten Menschen im Sinne inklusiver Hochschulbildung ein Studium aufnehmen und erfolgreich abschließen können.

Aus Politik und Verwaltung

Bundesteilhabegesetz: Anhörung im Bundestag

Am 7.11.2016 führte der Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages eine Anhörung zum Entwurf des Bundesteilhabegesetzes durch. Die Sachverständigen kritisierten auch die geplanten Regelungen zu den Leistungen zur Teilhabe an Bildung. Die SPD-Fraktion kündigte im Nachgang zu der Anhörung an, im Bereich der Teilhabe an Bildung noch Verbesserungen erzielen zu wollen.

Bundestag: Barrierefreiheit von Online-Anträgen

Wie barrierefrei sind die seit Anfang August verfügbaren Verfahren zur Online-Beantragung von BAFöG? Haben die Länder die Vorgaben zur Barrierefreiheit ausreichend berücksichtigt? Ja, antwortete die Bundesregierung auf eine Frage der Abgeordneten Claudia Rüffer (Bündnis 90/Die Grünen) und verweist beispielhaft auf die in neun Bundesländern verwendete Softwarelösung der Firma Datagroup. Diese sei geprüft und wäre mit 92,5 von 100 Punkten als „gut zugänglich“ bewertet worden. Zu den in den sieben anderen Bundesländer verwendeten Softwarelösungen macht die Bundesregierung keine Angaben zur Barrierefreiheit.

Stipendien und Praktika

Google vergibt Stipendium

Auch 2016 kann das Stipendium „Google Europe Scholarship for Students with Disabilities“ beantragt werden. Voraussetzung ist ein Studium der Informatik, Computertechnik oder ähnliches. Die Förderung beträgt 7000 Euro je Stipendiat oder Stipendiatin für das Studienjahr 2017/2018. Bewerbungsschluss ist der 1. Dezember 2016. Bewerbungen müssen in englischer Sprache verfasst sein.

Studium und Behinderung in den Medien

HS Darmstadt: Autismus und Studium

Aleksander berichtet über die Stolperfallen und Hürden, die er als Autist in seinem Studienalltag zu überwinden hat.

Spiegel online: Mit Diabetes in die USA. Eine Studentin erzählt

Ein Stipendium hatte sie, trotzdem wäre für Lea Vehling das Studienjahr in den USA fast geplatzt – weil niemand eine Diabetikerin versichern will. In dem Beitrag erzählt sie vom harten Kampf um ihr Auslandssemester.

Moin Campus: Studium mit Legasthenie. Eine Herausforderung, die man meistern kann

Im Infomagazin des Studentenwerks Oldenburg macht die Behindertenberaterin Wiebke Hendeß deutlich, warum auch Legasthenie als eine Behinderung anzusehen ist, die einen Anspruch auf Nachteilsausgleiche bedeutet.

Termine

Studieren mit Behinderung und chronischer Erkrankung an der FernUniversität in Hagen

Termin: 3. Dezember 2016
Ort: Bonn
Veranstalter: FernUniversität Hagen
Zielgruppe: Studieninteressierte mit Beeinträchtigungen

Die Veranstaltung informiert Studierende und Studieninteressierte über die Besonderheiten des Fernstudiums mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Im Fokus stehen dabei Themen wie Nachteilsausgleiche im Studium, besondere Hilfestellungen im Studienalltag und das Beratungsangebot der FernUniversität in Hagen.

19. Bundeskongress Legasthenie und Dyskalkulie

Termin: 17.-19. März 2017
Ort: Würzburg
Veranstalter: Bundesverbandes Legasthenie und Dyskalkulie e.V.

Auf dem Kongress werden aktuelle Ergebnisse und Methoden zur Diagnostik und Förderung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erheblichen Problemen beim Erlernen des Lesens, Rechtschreibens und Rechnens vorgestellt. Es wird eine individuelle Beratung zu den Themen Schule, Ausbildung, Studium sowie Beruf angeboten.

Orientierungsveranstaltung

Termin: 22.-24. Mai 2017
Ort: Karlsruhe
Veranstalter:
Zielgruppe: für Studieninteressierte bundesweit unabhängig davon, ob Karlsruhe voraussichtlicher Studienort ist
Veranstalter: Karlsruher Institut für Technologie Studienzentrum für Sehgeschädigte (SZS)

Experten des Studentenwerks und des Integrationsamtes, Orientierungs- und Mobilitätstrainer, Juristen und Sehgeschädigte aus höheren Semestern referieren zum Thema Studium und Behinderung. Darüber hinaus stellt das Studienzentrum für Sehgeschädigte (SZS) Serviceleistungen wie seinen Umsetzungsservice vor, der Studienmaterial für blinde und sehbehinderte Studierende zugänglich macht.

ICC 2017 in Leuven

Termin: 23. Juli – 1. August 2017
Ort: Leuven, Belgien
Zielgruppe: blinde und sehbehinderte Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 21 Jahren
Veranstalter: DVBS

Zusammen mit Gleichaltrigen aus bis zu 30 Ländern lernen die Teilnehmenden neue Informationstechnologien sowie blinden- und sehbehindertenspezifische Anwendungen kennen – und alles, was mit deren Zugänglichkeit zu tun hat. Zahlreiche Workshops beispielsweise zur Verbesserung der eigenen Kommunikations- und Präsentations-Fähigkeiten, zum internationalen und interkulturellem Austausch oder zur Studien- und Berufswahl runden das Programm ab. Auch Freizeit-Aktivitäten wie Tandemfahren, Blindenfußball, Schwimmen, musikalische Jam-Sessions oder Sightseeing kommen nicht zu kurz. Camp-Sprache ist Englisch.

Ihr Team der IBS

Deutsches Studentenwerk
Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)
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10178 Berlin

Tel.: 030 / 29 77 27 -64
Fax: 030 / 29 77 27 -69
E-Mail: studium-behinderung@studentenwerke.de
www.studentenwerke.de/behinderung

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